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1. März 2010

Wieder kein Sieg für SSV-Frauen

DSC05065_1.JPGSSV Heidenau – SG Sparkasse Weißenfels/Chemnitz   3:5 (2:2, 1:3, 0:0)

 

Die Zielstellung der Heidenauer Frauen ist unverändert die Teilnahme an der Playoff-Runde, um evtl. in den Kampf um die Medaillen eingreifen zu können. Im vergangenen Jahr holte die Mannschaft ja bereits die Bronzemedaille.

Der derzeitige 4. Platz wäre ausreichend, allerdings kann die Mannschaft der Löwen-Ladies Leipzig den SSV noch überflügeln. Dazu müssten die Leipzigerinnen allerdings eins der beiden verbleibenden Spiele gewinnen.

Wenn es dem SSV gelänge noch einmal zu punkten, wären alle Messen gelesen. Da war es doch etwas merkwürdig, dass ausgerechnet zu einem Spiel mit solcher Bedeutung Leipziger Schiedsrichterinnen anreisten.

Mit dem Beginn des Spieles machten die Gäste Druck auf das Tor der Heidenauerinnen. Die SSV-Frauen kamen nur selten zu Entlastungsangriffen. Nach reichlich 2 Minuten gelang den Heidenauerinnen ein Konter, den die Torhüterin der Gäste allerdings parierte.

Immer wieder brannte es lichterloh vor dem Heidenauer Kasten. Kathleen Schmelzer hielt in großer Manier Fernschüsse in der 4. und 5. Minute. Gelegentliche Vorstöße der Gastgeber wurden zu ungenau gespielt und blieben so ohne Ergebnis. Allerdings sahen die Zuschauer alle Heidenauer Spielerinnen mit großen Kämpferherzen.

In der 6. Minute eroberte Cornelia Buhle den Ball hinter dem Tor der Gäste und spielte Franziska Kuhlmann an, die vor dem Tor stehend gedankenschnell verwandelte. Danach wogte das Spiel hin und her. Die aufopferungsvolle Deckungsarbeit der Gastgeberinnen verhinderte Tore des Gegners. In der 9. Minute zog Franziska Kuhlmann in aussichtsreicher Position ab. Die Torfrau der Gäste warf sich in den Schuss, konnte den Ball aber nicht unter Kontrolle bringen. Die abprallende Kugel versenkte Julia Pradel über die am Boden liegende Torhüterin hinweg im Kasten. Die Gäste aus Weißenfels/Chemnitz verstärkten ihre Bemühungen um den Anschlusstreffer zu erzielen, was ihnen aber zunächst durch die hervorragende Deckungsarbeit der Gastgeberinnen nicht gelang. In der 12 Minute lief Laura Neumann von den Gästen nach einem Einwurf von links mit dem Ball am Schläger nach innen und wurde nicht konsequent gestört. Sie zog kurz entschlossen ab und der Ball schlug ins obere Toreck zum 2:1 ein. In der 16. Minute spielte eine Spielerin der Gäste den hinter dem Tor eroberten Ball zu Pauline Baumgarten, die mit einem Direktschuss wenig Mühe hatte zum 2:2 einzunetzen.

Auch dis SSV-Frauen hatten noch gute Chancen wieder in Führung zu gehen. Doch die Torhüterin konnte das bis zur Pause verhindern.

Das 2. Drittel brachte bereits die Entscheidung. Nach 1,5 Minuten führte ein Fehlabspiel im Mittelfeld zum Ballverlust. Das daraus resultierende Überzahlspiel der Gäste führte zum 2:3.

Doch die Heidenauerinnen gaben sich nicht geschlagen. Neuzugang Maria Müller schoss beherzt von links. Der Ball fand den direkten Weg ins Tor, der SSV war mit dem 3:3 wieder im Spiel.

Innerhalb 1 Minute entschieden dann die Gäste das Spiel. Erst war es eine herrlich Direktpasskombination, die von Jenny Horn zum 3:4 verwandelt wurde. In der gleichen Minute verwandelte Katja Leonhardt auf der linken Seite wartend einen genauen Pass von Franziska Liebing zum 3:5. Die verbleibenden Minuten des 2. Drittels versuchten die SSV-Frauen verzweifelt zum Torerfolg zu kommen, doch sie spielten zu ungenau, verloren dadurch zu häufig den Ball oder scheiterten an der massiven Deckung des Gegners.

Das letzte Drittel brachte kein zählbares Resultat mehr. Es war ein Anrennen der Heidenauerinnen ohne Erfolg. Clever verteidigten die Gäste ihr Tor. Sie nutzen die Fehlpässe der Gastgeber und hielten den Ball lange in ihren Reihen. Dadurch erspielten sie sich noch zahlreiche Chancen, die jedoch von der aufopferungsvoll kämpfenden Heidenauer Deckung und der gut aufgelegten Torfrau Kathleen Schmelzer allesamt zunichte gemacht wurden. Die Gäste verwalteten ihren Vorsprung nur noch.

In der 16. Minute gab es dann eine zweifelhafte Schiedsrichterentscheidung: Sindy Volkmann erhielt zunächst 2 Minuten Strafe, weil sie sich wegen mehrerer nicht geahndeter Stockschläge bei der Schiedsrichterin berechtigterweise beschwerte. Anschließend erhöhten die Schiedsrichter die Strafe auf 10 Minuten. Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

Den Rest der Zeit spielte der SSV Heidenau in Unterzahl, konnte so geschwächt natürlich kein Tor mehr erzielen, die Schlussoffensive blieb ihnen versagt. Großes Lob für die Frauen für den Einsatz während der restlichen Spielzeit. Gegen das Übermachtspiel und Powerplay der Gäste zeigten alle riesigen Einsatz. So gelang es ihnen, einen weiteren Treffer der Gäste zu verhindern.

Am 6. März wird es das letzte Heinspiel der Saison in der Sporthalle am Pestalozzi-Gymnasium geben. Beginn ist 15.30 Uhr. Gegner ist die Mannschaft aus Grimma.

 

Der SSV  spiele Mit: Kathleen Schmelzer und Linda Bochmann im Tor, Marina Helas, Cornelia Buhle (1 A), Kristin Chmelik, Josephine Gerber (1 A), Laura Günther, Lisa Hansel,

Romy Hilbert, Laura Hönicke, Franziska Kuhlmann (1), Maria Müller (1), Anja Pesch (1 A), Julia Pradel (1), Sindy Volkmann.

Trainer: Rico Haase, Betreuer: Thilo Gerber.

 

(Müller)