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16. August 2010

Vier neue Sieger auf der Festung

P8130208_1.JPGDie 6. Auflage des DAK Festungslaufes Königstein, achter Wertungslauf im Lichtenauer Sachsencup, ging am Freitagabend unter ganz besonderen Vorzeichen über die Bühne. Tage zuvor waren Teile der Sächsischen Schweiz von einem schweren Hochwasser heimgesucht wurden. Einige bundesdeutsche Medien machten dann gleich die ganze Sächsische Schweiz zum Katastrophengebiet. Keine leichte Aufgabe für Cheforganisator Jens Dzikowski die Laufgemeinde zu beruhigen. Denn statt sich in Ruhe um die Laufvorbereitung zu kümmern, musste er unzählige Telefonate aus ganz Deutschland beantworten. Sein Rat lautet stets: „Kommt nach Königstein, wir können laufen.“

Dabei war es dann am Freitag selbst wieder eine Warnung vor Starkregen, auch für die Region Königstein, die für neue Unruhe sorgte. Die Läufer ließen sich am Ende davon nicht beeindrucken und strömten wieder aus vielen Teilen Deutschlands in Scharen in das kleine Städtchen am Fuße der gleichnamigen Festung. Mit 356 Teilnehmern wurde fast das Rekordergebnis vom letzten Jahr erreicht. „Unter den gegebenen Umständen bin ich sehr zufrieden über die Resonanz. Es zeigt auch, dass der Lauf noch Potential nach oben hat“, so ein sichtlich geschaffter Dzikowski, als am späten Abend langsam die Lichter auf der Festung verloschen.

Aber nach oben ging es zunächst für die Läufer. Pünktlich 18.30 Uhr schickte Königsteins Bürgermeister Frieder Haase das Feld über 7,8 km ins Rennen, während gleichzeitig Schließkapitän Clemens die Schüler über die 1,8 km lange Festungsrunde schickte. Hier waren mit 104 Mädchen und Jungen, so viele wie noch nie am Start. Fast 40 Prozent kamen aus den umliegenden Grundschulen. 240 Meter über dem Meerspiegel musste diesmal etwas improvisiert werden. Der angekündigte Sprecher, der für Information und Orientierung sorgen sollte, war kurzfristig ausgefallen. Wobei so der allgemeine Eindruck, das bei den Läufern nicht das große Problem war.  

Zu allem Übel versagte beim Zieleinlauf die Technik. Die Laufchips lösten die Zeitnahme nicht aus. So hieß es wieder wie früher, im Ziel Schlange stehen und die Startnummer notieren lassen, damit wenigstens die Platzierung stimmte. Aber auch das  brachte niemand so richtig aus der Ruhe. Selbst die beiden Laufsieger Franz Wirthgen aus Ebersbach und Celine Noack aus Großröhrsdorf strahlten bei der Siegerehrung, waren mit dem Lauf zufrieden, nur nicht mit dem Wetter.

Denn während sich die Läuferschlange über die 255 Höhenmeter von Königstein hinauf zur Festung befand, setzte schließlich doch noch der Regen ein. Immerhin nicht so stark, wie es in der Vorhersage hieß. Die Abstände zwischen den drei besten Läufern war dann doch schon ganz ordentlich. Im vergangenen Jahr noch auf Platz fünf, konnte sich diesmal Christian Flegel (TSV Dresden) nach 31:33 Minuten in die Siegerliste eintragen lassen. Gefolgt von Alexander Kunze (Limbach) und Lennart Herrmann (Dresden). Neue Streckenrekorde waren bei diesem Wetter ohnehin nicht zu erwarten. Schnellster Läufer aus dem Landkreis war der Sebnitzer Alexander Liebich auf dem neunten Platz. Fast sieben Minuten mussten dann die Zuschauer noch auf die schnellste Frau warten. Und die kam hier aus der Region. Julia Körner aus Dohna, in der W 20 startend, siegte nach 38:29 Minuten. Die unverwüstliche Christin Marx (Dresden) kam nach Siegen in den Jahren 2005 und 2009  auf Platz 2 und Claudia Heiduschka (Crostwitz) sicherte sich Platz 3. (WoVo)

 

Alle Ergebnisse unter www.triathlon-service.de