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2. Oktober 2009

Trophäe aus dem Wasser gefischt

In der Schwimmhalle in Leipzig-Grünau ist sprichwörtlich die Hölle los. Anfeuerungsgeschrei  vom Beckenrand treibt die Aktiven nach vorn. Zwölf Finalteams kämpfen in den einzelnen Altersklassen um den begehrten Kinder- und Jugendpokal, der als Staffelwettbewerb alljährlich ausgetragen wird. Darunter befinden sich fünf Mannschaften des Hainsberger SV, die sich in den Vorkämpfen im Juni für das Finale qualifizieren konnten. Bei den Jüngsten (Jahrgänge 2000/01) zählen die Freitaler beim kindgerechten Mehrkampf mit zu den Favoriten.

Die Nervosität ist Alexandra Arlt, Annika Kluge, Hannes Kern, Johann Hentzschel und Benjamin Wilde vorm Start leicht anzumerken. Doch was die Mädchen und Jungen danach im Schwimmbecken zeigen, ist fast sensationell. In der Addition der Zeiten, die in den einzelnen Staffeln geschwommen wurden, konnten sie sich gegenüber ihrer Bestzeit aus dem Vorkampf noch mal deutlich verbessern und mit sieben Sekunden Vorsprung die Teams von Automation  Leipzig und SSV Leutzsch hinter sich lassen. „Ich war total aufgeregt und habe mit meinen Schützlingen am Beckenrand mitgefiebert. Denn anfangs war es doch ziemlich eng.

Nicht zuletzt bildete jedoch auch unser Teamgeist die Grundlage des Erfolges“, sagt Trainerin Carolin Wilde. Sie und das Trainerteam des HSV hat die Schwimmtalente in den letzten Jahren kontinuierlich im Training auf diesen großartigen Sieg vorbereitet. In letzten zwei Monaten sorgte der sportliche Leiter Sebastian Halgasch  – einst international erfolgreicher Schwimmer – für den letzten Schliff. „Eine solch famose Leistung habe ich nicht erwartet. Unser Nachwuchs war im Vergleich mit den besten sächsischen Vereinen richtig stark.

Denn auch in anderen Jahrgängen konnten wir vorn „mitmischen“, gibt der Cheftrainer ehrlich zu. Seine Freude darüber ist in seinem Gesicht leicht abzulesen. „Damit sind wir der beste Talentestützpunkt im Freistaat.“ Der 28-Jährige lobt gleichzeitig die fleißige und versierte Arbeit seines Trainerteams, das es geschafft hat seit seinem Amtsantritt 2006, den E-Kaderbestand von acht auf gegenwärtig 17 zu erhöhen.

Erinnert sei auch an die Erfolge der Hainsberger in jüngster Vergangenheit gegen die großen Leistungszentren aus Dresden, Leipzig und Chemnitz. „Allerdings setzen die Bedingungen mit dem 25-Meter-Becken im Hains uns derzeit Grenzen. Wir betreiben ja nicht nur Leistungssport. Auch das breitensportliche Schwimmen ist sehr ausgeprägt. Doppelt so viele Mitglieder könnten es sein, wobei wir im Seniorenbereich noch freie Kapazität haben“, verrät Sebastian Halgasch.

 

Weitere Ergebnisse:

Jahrgang 1998/99: 3. Platz. Jahrgang 1993-95 (Jungen): 4. Platz.

Jahrgang 1993-95 (Mädchen): 6. Platz. Jahrgang 1996/97 (Mädchen): 6.Platz.

(Lochmann)

P9266936_1.JPG (obere Reihe v.l. Carolin Wilde(Trainerin), Alexandra Arlt und Benjamin Wilde, untere Reihe v.l. Johann Hentzschel, Annika Kluge, Hannes Kern)