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31. März 2011

Training für die 14. Weltgymnaestrada im Juli 2011 in Lausanne

EG_27032011_4.JPGGroße Ereignisse werfen Ihre Schatten voraus. So auch das größte Breitensportevent der Welt – die Weltgymnaestrada, welche Anfang Juli 2011 im schweizerischen Lausanne stattfindet. Insgesamt werden sich über 23.000 turnbegeisterte Menschen aus 50 Nationen treffen, ca. 2000 Deutsche bilden eine der stärksten Delegationen. Auch Vertreter sächsischer Turnvereine aus dem Raum Dresden sind darunter. Sie haben sich vorgenommen, die deutsche Großgruppenvorführung und das Abschlussbild mit zu gestalten. Und damit im Juli alles perfekt aussieht, sind Übungstage unverzichtbar.

So fand am Sonntag, dem 27.03.2011, bei strahlend schönem Wetter, in der Sporthalle Pirna-Sonnenstein ein Trainingstag für die Sachsen und die Berliner statt. Alle bis dahin in den Vereinen geübten Varianten wurden nun zusammen mit 50 Teilnehmern geprobt. So ergab sich für die Turnerinnen und Turner erstmals ein Gesamtbild der Komposition. Es war überraschend und sehr schön zu sehen, wie einzelne Elemente und Bewegungsfolgen in ein harmonisches Ganzes verschmolzen. Die gesamte Breite des Turnsports wird in einer 30minütigen Performance mit künstlerischen, tänzerischen und turnerischen Mitteln dargestellt.

Das erfordert neben Bewegungstalent auch Vorstellungsvermögen, Disziplin und nicht zuletzt eine enorme Kondition. Nun erst wurde uns klar, was wir auf der Bühne ausdrücken, welche Geschichte wir mit den anderen zusammen erzählen werden. Das der prinzipielle Ablauf sitzt merkten wir gleich, Feinheiten im Bewegungsablauf und Ausdrucksstärke sind aber immer noch zu üben. Muss der rechte oder der linke Arm in die Höhe? Wohin blicken wir? Wo ist die Tribüne? Die meisten Fragen konnten schnell geklärt werden. So ein Bild entstehen zu sehen, fördert ungeahnte Energien zu Tage, motiviert und ist Belohnung für die schon investierten Trainingsstunden.

Die Choreographinnen Helga Pense-Löwe und Christiana Rosenberg-Ahlhaus vom Deutschen Turnerbund führten uns fachkundig und geduldig durch den Tag, lobten immer wieder unsere gute Vorbereitung und waren von uns so begeistert, dass wir die Zusicherung erhielten, einen zentralen Platz auf dem Rasen des olympischen Pontaise Stadions zu erhalten. Das ist doch was!

Die Frauen des ESV Lok Pirna als Gastgeber  hatten alles hervorragend vorbereitet, sich um das Wohl ringsrum gekümmert und wurden bei der Ausgestaltung tatkräftig vom Hausmeister der Sporthalle unterstützt. Der staunte auch nicht schlecht, dass dort, wo sonst nur Handball zu erleben ist, plötzlich so viele Turnerinnen das Parkett besetzen und Stimmung in die Halle zaubern.

An dieser Stelle noch ein Dankeschön an die Stadtverwaltung Pirna für die Bereitstellung der Sporthalle.

Nach achtstündiger Probe fuhren alle erschöpft, neu motiviert, besser unterrichtet und mit viel Vorfreude auf die Generalprobe, die für Deutschland Mitte Mai in Hanau stattfinden wird, wieder nach Hause. Und bis Juli ist es auch nicht mehr allzu lang. (Birgit Gottschlich)