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13. Januar 2021

Scharfer Start in Altenberg für sächsische Skeleton-Asse

Comeback in Altenberg: Ehe es für die Skeleton-Asse vom BSC Sachsen Oberbärenburg am Sonnabend auf ihrer Heim-Bahn ernst wird, fanden am heutigen Mittwoch im SachsenEnergie-Eiskanal Europacup-Rennen im Skeleton statt. Beim Wettkampf den Frauen gewann Corinna Leipold vom BRC Thüringen. Zweite wurde die Berchtesgadenerin Stefanie Votz. Den Bronzeplatz sicherte sich Kimberley Bos aus den Niederlanden.  

Bei den Männern fuhr der Brite Matt Weston zum Titel. Platz zwei ging an Lukas David Nydegger vom RC Berchtesgadender 2020 bei den Olympischen Jugend-Winterspielen in der Schweiz Gold gewonnen hatte. Dritter wurde Westons Landsmann Jerry Rice. 

 

Sächsische Starter waren am Mittwoch in beiden Rennen noch nicht dabei. Lokalmatador Axel Jungk wird erst am Sonnabend, beim höherklassigeren Intercontinental-Cup (ICC), in Altenberg starten. Aufgrund seiner Ranglistenposition durfte er nicht beim Europacup ran.  

Den Weltcup hatte der 29-jährige Vize-Weltmeister vom BSC Sachsen Oberbärenburg verpasst. Offenbar hatten ihn die Folgen einer vorhergehenden Erkrankung am Pfeifferschen Drüsenfieber ausgebremst, wie Untersuchungen Ende November ergaben. “Seitdem war ich bei vielen Ärzten, habe alles überprüfen lassen und es ist wieder alles okay”, erklärt Jungk. 

 

Die Wettkampfzwangspause nutzte er zu Regeneration, intensivem Training und Optimierungen am Schlittenmaterial. Am Sonnabend steht für den aus Hohndorf stammenden Dresdner der erste internationale Wettkampf an, ehe weitere Einsätze folgen sollen. Jungk hat die WM-Qualifikation wieder im Blick. Jetzt kommt der scharfe Start in Altenberg.

 

“Wenn es am Sonnabend hier gut läuft, fahre ich die Woche drauf den Weltcup am Königssee”, erklärt Jungk am Mittwoch. “Zur selben Zeit finden die Junioren-Weltmeisterschaften statt. Wenn Felix Keisinger da gewinnt, haben wir vier Plätze im deutschen Team bei der WM in Altenberg und ich bin sicher am Start. Falls Keisi nicht gewinnen sollte, wird es eventuell vor der WM nochmal ein Ausscheidungsrennen geben zwischen den drei deutschen Weltcup-Fahrern und mir.”

 

Ihre WM-Chance wittert indes auch Susanne Kreher vom BSC Sachsen Oberbärenburg. Die im vorigen Sommer nach Dresden umgezogene Bärensteinerin hatte im Herbst als Viertplatzierte den Sprung ins deutsche Weltcup-Team verpasst.  

Beim ICC auf ihrer Heimbahn beginnt für die Gesamtzweite der Vorjahreswertung der eigentliche Wettkampfwinter. Bei der Junioren-WM in rund zwei Wochen in St. Moritz will sich die 22-Jährige dann doch noch einen Startplatz für die Heim-WM in Altenberg sichern. Einfach wird es für die Vize-Juniorenweltmeisterin von 2020 jedoch nicht. Diese Wildcard gibt es aber nur über den Sieg bei den Nachwuchstitelkämpfen in der Schweiz. 

„Ich war über Weihnachten und Neujahr leider krank, daher kann ich meine Leistung noch nicht so richtig einschätzen“, sagt Susanne Kreher. „Ich hoffe aber auf eine gute Platzierung, hier in Altenberg.“

 

Der Europacup und der ICC in dieser Woche im Kohlgrund sind hochkarätig besetzt, nutzen doch einige Weltcup-Starter die Wettbewerbe in Altenberg, um sich auf den Saisonhöhepunkt im Februar an selber Stelle vorzubereiten. Für den Europacup waren 21 Frauen und 31 Männer aus insgesamt 20 Nationen gemeldet. Beim Intercontinental-Cup am Sonnabend gehen 16 Frauen und 22 Männer aus insgesamt 17 Nationen an den Start. Zuschauer sind wegen der Coronavirus-Pandemie weiterhin nicht zugelassen.

 

(skl/wia/Foto: Egbert Kamprath)