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22. Juli 2020

Pirnaer Wasserspringer holt nach Corona-Pause fünf Medaillen in Kroatien

Der mehrfache Masters-Weltmeister Erik Seibt aus Pirna hat seinen ersten Wettkampf in diesem Jahr erfolgreich bestritten. Der 48-Jährige vom Dresdner SC errang vor wenigen Tagen bei den Croatian Masters Open Diving Championships fünf Medaillen. Nachdem bei den Wasserspringern wegen der Coronavirus-Pandemie zahlreiche Wettkämpfe ins Wasser gefallen sind und unter anderem auch die diesjährigen Masters-Europameisterschaften im Mai in Budapest abgesagt worden waren, nutzte Seibt nun die Möglichkeit, bei den offenen kroatischen Meisterschaften anzutreten. In Rijeka konnte sich der Routinier erstmals in diesem Jahr mit einigen weiteren internationalen Masters-Spitzensportlern messen.

Trotz Knieverletzung lief es hervorragend für Seibt. Bei den 3. Croatian Masters Open Diving Championships gewann der ehemalige Leistungssportler vor wenigen Tagen drei Goldmedaillen vom 3-Mterbrett und vom Turm aus zehn Metern Höhe sowie im Synchron-Springen vom Turm mit seiner Lebensgefährtin Madeleine Jarl. Es war ihr erster gemeinsamer Wettkampf. Silber gab es für das schwedisch-deutsche Duo außerdem auch noch im gemeinsamen Synchron-Springen von drei Metern und auch im Team-Wettbewerb mit Einzel-Sprüngen aus verschiedenen Höhen.

Seibts Lebensgefährtin war sogar noch einen Tick erfolgreicher. Die 54-jährige Schwedin, die seit diesem Jahr auch für den Dresdner SC startet, gewann neben den Titel vom Turm und Drei-Meter-Brett auch noch den Wettkampf vom Ein-Meter-Brett.

Letzteres blieb Seibt verwehrt. „Aufgrund der Kniebeschwerden bin ich auf Nummer sicher gegangen und habe hier zumindest auf den Start vom Ein-Meter-Brett verzichtet“, erklärt der fünfmalige Masters-Europameister.  Er habe sich gefreut, dass er endlich wieder bei einem Wettkampf antreten konnte. Die Anlage in Rijeka sei „vor allem aufgrund ihrer Aussicht mit Blick aufs Meer einer der schönsten weltweit“.

In Kroatien würden die Corona-Schutz-Maßnahmen ähnlich sein wie in Deutschland, er nennt zum Beispiel Mund-Nasen-Bedeckungen und den einzuhaltenden Mindestabstand. Sonst gebe es im Alltag und auch bei dem Wettkampf wenig spürbare Beschränkungen.

Weitere Starts bei wichtigen Wettbewerben plant er aber 2020 nicht mehr, sagt der zweimalige Dresdner Masters-Sportler des Jahres. „Die Saison ist gelaufen, womöglich gibt es noch ein paar Trainingswettkämpfe, an denen ich teilnehme“, verweist Seibt neben mangelnden größeren Sportereignissen für ihn auch auf die noch nicht verheilte Knieverletzung. „Aber mal schauen…“

(skl/Foto: privat)