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22. Oktober 2010

Neues Sportjugendprojekt

PA201565_1.JPGProbleme mit Hampelmann und Purzelbaum

 

Die Sportjugend des Kreissportbundes Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (KSB) organisiert schon seit vielen Jahren sportliche Angebote für Kinder im Vorschulalter, ob es nun die traditionellen Vorschulkindersportfeste oder die beliebten Sporttobetage mit Dino „Bruno“ sind. Dabei fiel auf, dass die Mädchen und Jungen verstärkt Probleme bei einfachsten Übungen haben, wie beim Hampelmann oder Purzelbaum. Sportkoordinator Tom Jerusel: „Wir haben uns da schon Gedanken gemacht, wo wir ansetzen können. Denn offensichtlich bewegen sich unsere Kinder zu wenig.“ Ein erster Ansatzpunkt war, die Erzieherinnen fit zu machen. Deswegen führte die Sportjugend mit ausgebildeten Kräften Weiterbildungen zum Thema Bewegung, Sport und Spiel durch. Über 100 Erzieherinnen nahmen in den letzten drei Jahren daran teil. Nun hieß es zu überprüfen, wie das Gelernte in der Praxis zum Nutzen der Kinder umgesetzt wird. Dabei zeigte es sich, dass die Umsetzung wohl doch nicht so einfach ist.

Mit dem jetzt gestarteten Modellprojekt „Sportbetonte Kita“ möchte die Sportjugend nun auch Hilfe und Unterstützung konkret vor Ort anbieten. Alles wird dabei wissenschaftlich untermauert. Sogar eine Diplomarbeit wird daraus entstehen. Mit der „Zwergenburg“ im Dohnaer Ortsteil Sürßen wurde der ideale Partner gefunden. „Die Kita  beteiligt gerade an einem Projekt „Bewegte und sichere Kita“  der Unfallkasse Sachsen und ist damit für das Thema Bewegung schon sensibilisiert“, so Jerusel.

Seit Mai ist die Sportjugend mit ihrem Team regelmäßig in Sürßen. Begonnen hat das Projekt mit einem Sporttobetag. Gegenwärtig befindet man sich in der zweiten Phase, wo innerhalb von drei Monaten in der Kita 24 Sportstunden gehalten werden. Einen Teil übernehmen die Erzieherinnen selbst, den zweiten Teil gestaltet Sportwissenschaftlerin Sylvia Lewalder. „Wir haben zu Beginn einen Motoriktest durchgeführt und werden zum Abschluss wieder einen absolvieren, um zu sehen, ob Verbesserungen eingetreten sind“.

Ganz begeistert von dem Projekt ist auch Kita-Leiterin Silvia Liebscher. „Es ist nicht so, dass wir früher keine Sportstunden angeboten haben. Aber durch die Sportjugend haben wir noch einmal neue Impulse bekommen. Die wachsende Begeisterung der Kinder ist täglich zu erleben. Und auch die Eltern unterstützen uns.“ Letzteres ist besonders wichtig. Denn die Eltern sollten die Bewegungsfreude ihrer Kinder ebenfalls fördern. Gefragt sind auch die im Dohnaer Raum ansässigen Sportvereine, um ganz speziell auf diese Altersgruppe gerichtet, Angebote zu unterbreiten. Damit der sportliche Anfang, der in der Kita „Zwergenburg“ gemacht wird, gezielt weiter geführt werden kann.    

Spannend wird auch die dritte Phase des Projektes. Bei einem positiven Ausgang ist eine Ausweitung auf weitere Regionen des Landkreises geplant.

Dankbar ist die Sportjugend, dass sie mit der Extern Messdienst Pirna GmbH und dem Leo-Club Pirna, zwei Partner gefunden hat, die engagiert hinter dem Projekt stehen und es auch finanziell unterstützen. (WoVo)