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21. Februar 2021

Erst Vize-Junioreneuropameister, dann ausgebremst

Das Bobteam Illmann hat sich am Sonnabend Silber bei der Junioren-Europameisterschaft im Zweierbob gesichert. Bei den Titelkämpfen am Königssee wurden Bobpilot Maximilian Illmann vom BSC Sachsen Oberbärenburg und Anschieber Felix Dahms (Mitteldeutscher Sportclub) als beste Deutsche außerdem U23-Vizeeuropameister.

Beide Titel im kleinen Schlitten gingen an das rumänische Team von Pilot Mihai Cristian Tentea. Zwölf Hundertstelsekunden fehlten dem 22-jährigen Chemnitzer und seinem Teamkollegen, die im ersten Lauf noch knapp vorne lagen, zum doppelten Gold. Der zweite Rang war jedoch das besten Europacup-Ergebnis des Sachsen in diesem Winter im kleinen Schlitten. 

 

An diesem Sonntag wollte das Bobteam Illmann eigentlich noch einmal angreifen und bei der Viererbob-EM, die ebenfalls im Race-in-Race-Modus dieses finalen Europacup-Wochenendes am Königssee ausgetragen werden sollte, vorneweg fahren. Darüber hinaus war auch der Gesamtsieg im großen Schlitten und in der Kombinierten Wertung aus Zweier- und Viererbob möglich. Doch daraus wurde nichts.  

 

Der Grund für das plötzliche Saisonende war jedoch nicht sportlicher Natur. Aufgrund von technischen Problemen bei der Energieversorgung der Kälteanlage an der LOTTO Bayern Eisarena, die laut deutschem Verband BSD nicht kurzfristig gelöst werden konnten, musste die Saison kurz vor den abschließenden Rennen vorzeitig beendet werden. Damit fielen sowohl der Viererbobwettkampf samt EM der Männer als auch die Zweierbobwettbewerbe der Frauen ins Wasser. Von dem abrupten Saison-Aus für den Eiskanal am Königssee betroffen sind dann auch die Testtage der deutschen Nationalmannschaften der Rennrodler, der Bob- und Skeletonsportler.

   

Ein Tag früher als erwartet, hat das Bobteam Illmann deshalb bereits am Sonnabend seine Saison beenden müssen. “Ich wollte eigentlich gewinnen”, sagt der hochmotivierte und dann extrem enttäuschte Illmann nach der Absage. In der Kombinierten Wertung wurde Illmann Zweiter hinter der Mannschaft des Schweizers Michael Kuonen.  

Ebenfalls bestes deutsches Team wurde Ilmann mit seinen Anschiebern auf Gesamtrang zwei in der Viererwertung hinter dem Russen AlexandeBredikhin. Im kleinen Schlitten wurde der Sachse mit seinem Team, das bei den Rennen im Dezember in Sigulda hatte aussetzen müssen, Gesamtfünfter. Kuonen wurde auch hier Europacup-Gesamtsieger. 

 

Das Monobob-World-Series-Rennen der Frauen hatte zuvor noch die Schweizerin Martina Fontanive gewonnen. Beste Deutsche war die Potdamerin Lisa Buckwitz auf Rang fünf. In der Zweierbobwertung holte sich die Ex-Anschieberin von Stephanie Schneider und Mariama Jamanka den Gesamtweltcupsiegerin im Zweierbob. 

 

(skl/Foto: privat)