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6. April 2009

Jugendsportlerin Lisa Liebert gewinnt auch bei den „Großen“

Die Würfel sind gefallen. Die Entscheidungen stehen fest. Am Sonnabendabend wurden an traditioneller Stätte, der Saubachtalhalle Wilsdruff, die Sportler des Jahres 2008 geehrt. Sie gingen aus einer Umfrage hervor, die der Kreissportbund Sächsische Schweiz-Osterzgebirge zusammen mit der „Sächsischen Zeitung“ durchgeführt hatte. Es war nach der Fusion im letzten Jahr das erste Mal, dass gemeinsam Kandidaten des neuen Kreissportbundes zur Auswahl standen. Vier Wochen lang konnten Leser und Sportfans ihre Stimme abgeben. In den drei Kategorien Sportlerin, Sportler und Mannschaften standen jeweils 10 Kandidaten auf dem Tippschein.

Rund 350 Gäste, darunter auch zahlreiche Politiker aus Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik, warteten mit Spannung auf die Verkündung der Ergebnisse. Nach der Begrüßung durch die beiden Gastgeber, KSB-Präsident Béla Bélafi und „SZ-Geschäftsführer Jörg Seidel, den Grußworten von Kultusminister Prof. Dr. Roland Wöller und Landrat Michael Geisler und dem künstlerischen Auftakt mit dem Tanzteam Wilsdruff, konnte Moderator Robert Drechsel mit der ersten Kategorie beginnen. Insgesamt waren 5072 Tippscheine in den vier Lokalredaktionen der „SZ“ in Pirna, Sebnitz, Freital und Dippoldiswalde eingegangen.

Die Ehrung erfolgte jeweils von den Plätzen 10 bis 1. Nicht allen Kandidaten waren zur Sportgala anwesend. Ein Teil der Wintersportler, deren Saison gerade zu Ende ging, befinden sich im wohlverdienten Urlaub, während die Sommersportler sich bereits in Trainingslagern auf die neue Saison vorbereiten. Und wie es bei solchen Umfragen üblich ist, gab es auch diesmal erwartete Platzierungen und große Überraschungen. Nicht immer entscheidet die sportlich wertvollere Leistung über das Abschneiden, oft ist es auch der Bekanntheitsgrad und die Popularität und die Rührigkeit der Heimatvereine. 

Bei den Sportlerinnen konnten zumindest die drei Erstplatzierten ihre Auszeichnung entgegennehmen. Siiri Jakubenko (BSG Stahl Altenberg) wurde Dritte, Marit Gäbisch (Hainsberger SV) Zweite. Die Sportlerin des Jahres 2008 im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ist eine „alte“ Bekannte. Denn Rennrodlerin Lisa Liebert konnte sich bereits im Januar über die Ehrung als beste Jugendsportlerin 2008 freuen. Nun setzte sie sich auch bei den „Großen“ durch. Der Siegerpreis, eine Trophäe in Form des neuen Landkreises wurde von den Edelstahlwerken Schmees in Pirna gestiftet. Übrigens auch der Sportler des Jahres und die Mannschaft des Jahres wurden damit ausgezeichnet. Lisa Liebert ist nun bereits im Besitz zwei dieser wertvollen Preise.

Bei den Sportler belegten die drei ersten Plätze, wie übrigens schon bei den Sportlerinnen und auch den Mannschaften, Aktive aus dem ehemaligen Weißeritzkreis. Alexander Trenkler (Hainsberger SV) wurde Dritter und Nik Langer (TuS Dippoldiswalde 1992) Zweiter. Biathlet Michael Rösch (SSV Altenberg), der sich nach einer langen Saison im Urlaub befindet, schickte seinen Vater Eberhard, um die Ehrung entgegen zu nehmen. Für die Gäste der Sportgala hatte Michael Rösch jedoch eine witzige Videobotschaft über die Leinwand gesandt, die für viel Heiterkeit im Saal sorgte.

In der Kategorie Mannschaften kam das Rennrodel-Doppel Ronny Pietrasek/Christian Weise (SSV Altenberg) auf den dritten Platz, die Schwimm-Männer des Hainsberger SV auf den zweiten Platz. Der Titel „Mannschaft des Jahres“ ging an die Volleyball-Damen des TuS Dippoldiswalde 1992, die noch am Nachmittag ihr Pflichtspiel in der Sachsenklasse, Staffel Ost gegen Nünchritz gewonnen hatten. Sie überraschten das Publikum mit der Aussage, dass sie am Ende der Saison ihr Aufstiegsrecht nicht wahrnehmen werden. Im nächsten Jahr wollen sie wieder angreifen, und bis dahin den vielen neuen Spielerinnen die Möglichkeit geben, sich weiter zu profilieren.

Nach den Ehrungen war noch jede Menge Zeit für so manches Gespräch und wer wollte konnte das Tanzbein schwingen oder sich an zwei Aktionsständen der Sportjugend ausprobieren. Kurz vor Mitternacht wurden noch die Preise der Tombola gezogen. Und Glücksfee Verena Fritzsche, Kapitän der Mannschaft des  Jahres brachte nicht nur Anderen Glück, sondern zog auch noch ihre eigene Losnummer für den Hauptpreis, einen Staubsauger. (WoVo)