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2. August 2010

Hitzeschlacht im Müglitztal

P7310060_1.JPGAm Sonnabendnachmittag war der Marktplatz in Dohna bevölkert wie schon lange nicht mehr. Von Minute zu Minute nahm das Gewusel zu. Und das hatte seinen guten Grund. Der MSV Meusegast und die Stadt Dohna wollten mit dem 8. Müglitztallauf an die Jahrhundertflut von 2002 erinnern. Zusätzlicher Anreiz für die Läufer, die nicht nur aus der näheren Umgebung kamen, sondern teilweise eine sehr weite Anreise hatten, der diesjährige Lauf gehört zur Dresdner Bezirksrangliste und zum erstmals ausgetragenen Dohnaer Läuferpokal. Der Blick ins Protokoll verrät Teilnehmer aus Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Bayern und Tschechien. Nach den Voranmeldungen war außerdem ein neuer Teilnehmerrekord in Sicht. Den gab es am Ende auch mit knapp 300 Startern. Nach gut drei Wochen Laufpause in Sachsen waren die Läufer wieder heiß.

Trotz der späten Startzeit von 17.00 Uhr zeigte sich auch die Sonne an diesem Tag wieder von ihrer besten Seite. Da die verschiedenen Strecken, die zum Beispiel beim Halbmarathon bis zum Schloß Weesenstein führten, kaum Schatten boten, war eine Hitzeschlacht zu erwarten. Zumal der Wind unterwegs fast eingeschlafen war. Neben der Schwere der Strecke war das mit das größte Problem. Das bestätigten fast alle Läufer nach dem Zieleinlauf. Das bedeutete, unterwegs regelmäßig Flüssigkeit zu sich zu nehmen und auch mit dem Tempo effektiv umzugehen.

Doch zunächst gab es etwas Hektik beim geplanten Start gegen 17.00 Uhr. Ein Motorradunfall auf einem Teilstück der Strecke kurz vor Dohna brachte den Zeitplan etwas durcheinander. Cheforganisator Andreas Burow und seine Mitstreiter ließen sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen und improvisierten ein wenig. Das große Teilnehmerfeld zeigte Verständnis. Das war in diesem Jahr besonders gut besetzt. Immerhin 19 Altersklassenführende der Dresdner Bezirksrangliste waren dabei. Über die beiden Hauptstrecken 10 km und Halbmarathon gingen jeweils über 100 Läufer ins Rennen.

Einer der an diesem Tag auch viel beschäftigt war, ist Dohnas Stadtoberhaupt Ralf Müller gewesen. Zunächst startete der die kurzen Distanzen, dann schnürte er selbst die Laufschuhe und ging auf die 10 km-Distanz. Frisch geduscht und umgezogen nahm er schließlich die Siegerehrungen für den Halbmarathonlauf vor. 111 Läufer erreichten wieder das Ziel auf dem Dohnaer Marktplatz. Dort gab es einen deutlichen Sieg für Markus Fritzsche vom Skiklub Dresden-Niedersedlitz in 1:20:52 Stunden. Er hatte einen Vorsprung von 1:20 Minuten vorm Zweiten. Schnellste Frau auf dieser Distanz war Franziska Kranich (SV Koweg Görlitz) in 1:32:24 Stunden. Immerhin 16 Frauen trauten sich an den Halbmarathon.

Im Dohnaer Läuferpokal ist der nächste und letzte Lauf erst am 4. Dezember mit dem Adventslauf, die Bezirksrangliste trifft sich am 29. August beim 32. Bielebohlauf in Oppach wieder. Aber der nächste Höhepunkt in der Region wartet schon. Am 13. August ruft im Rahmen der Lichtenauer Sachsencups der 6. DAK Festungslauf nach Königstein. (WoVo)

 

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