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27. Januar 2020

Friedrichs Doppelserie hält

Stark am Start, unschlagbar auf der Bahn: Die Siegesserie vom Bobteam Francesco Friedrich hält. Auch beim Weltcup am Königssee waren der Bobpilot vom BSC Sachsen Oberbärenburg uns seine Anschieber nicht zu bezwingen. Im Zweierbob fuhr der Pirnaer Champion mit Thorsten Margis vom SV Halle souverän zum Titel. Das Duo fuhr in beiden Durchgängen Bestzeit und hatte am Ende satte 51 Hundertstelsekunden Vorsprung auf das zweitplatzierte Team des Kanadiers Justin Kripps.

Nur zwei Hundertstelsekunden dahinter sicherte sich der Oberbärenburger Vize-Olympiasieger Nico Walther mit dem Wiesbadener Malte Schwenzfeier den Bronzeplatz.

Sie hatten in beiden Läufen zwar nur die jeweils elft- bzw. zwölfbeste Startzeit, waren aber dafür in der Bahn umso stärker unterwegs: „Es ist ein Schritt in die richtige Richtung. Die Blessuren werden langsam weniger. Aber Franz ist am Start einfach so stark, da kommt im Moment niemand heran, der ist in seiner eigenen Liga“, sagte Walther. „Wir sind dafür umso glücklicher, dass wir heute das erste Mal in dieser Saison im kleinen Schlitten auf dem Podest stehen.“

Vierter wurde Walthers Vereinskollege Richard Oelsner. Der Deutsche Meister aus Altenberg hatte mit Anschieber Tobias Schneider (Bad Feilnbach) zur Halbzeit am Königssee zusammen mit Walther auf Rang zwei gelegen, musste sich aber nach einem Patzer im unteren Bahnabschnitt mit dem vierten Platz (+0,60 Sekunden) begnügen. Sie hatten in beiden Läufen zwar nur die jeweils elft- bzw. zwölfbeste Startzeit, waren aber dafür in der Bahn umso stärker unterwegs. mit einem Fahrfehler im Labyrinth zu kämpfen und verloren dadurch wichtige Hundertstel: „Ich bin eher weniger zufrieden. Im ersten Lauf hat der Start nicht gepasst, das haben wir dann im zweiten Lauf besser gemacht. Aber wir hatten halt in der Ausfahrt Kreisel Probleme.“

Im Viererbob bekam dann wieder Lokalmatador Johannes Lochner (Stuttgart Solitude) den Vorzug und die Chance sich zu beweisen. Der Europameister aus Berchtesgaden raste auf den zweiten Platz vor dem Kanada-Bob von Justin Kripps. Der Sieg ging indes auch hier an Francesco Friedrich.

Hatte der Doppel-Olympiasieger und –Weltmeister im kleinen Schlitten den vierten Weltcupsieg in Folge eingefahren, war es im Viererbob der dritte Erfolg hintereinander. „Das war keine leichte Aufgabe, endlich  hier am Königsee gegen Hansi zu gewinnen. Das ist uns noch nie gelungen bisher und somit wirklich eine gute Leistung“, so Friedrich. „Wir sind sehr stolz, dass wir das geschafft haben.“ Nach dem ersten Lauf hatte der 29-Jährige mit seinen Anschiebern Martin Grothkopp, Candy Bauer und Alexander Schüller  noch 0,04 Sekunden hinter Lochner gelegen. Nach dem zweiten Durchgang mit Start- als auch mit Laufbestzeit betrug der Vorsprung von Friedrich auf den Bayern zehn Hundertstelsekunden.  „Die Fahrt im ersten Lauf sah nicht so gut, materialmäßig war es nicht die Wucht. Aber im zweiten Lauf lief es umso besser. Da sah es ziemlich gut aus. Jetzt geht es darum, noch einmal alles zu analysieren.“

Eine gründliche Analyse steht auch bei Nico Walther an. Der Vize-Olympiasieger kam mit seinen Anschiebern Malte Schwenzfeier,  Kevin Korona und Eric Franke nur als Achter ins Ziel. Gerade im zweiten Durchgang verlor der zur Halbzeit noch Sechstplatzierte ohne ersichtliche Fahrfehler kontinuierlich an Tempo. „Ich bin überhaupt nicht zufrieden, wir haben uns das alles anders vorgestellt. Wir verlieren auf der Bahn von oben bis unten“. So Walther. „Vielleicht ist irgendetwas an dem Gerät nach dem Sturz voriges Wochenende in Innsbruck, was wir nicht gefunden haben. Das müssen wir kontrollieren und nächstes Wochenende greifen wir in St. Moritz neu an.“

(skl/hg/Foto: df/KSB)