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20. Februar 2020

Freitaler wollen auf modernster Kegelbahn in Sachsen gegen Weltpokalsieger antreten

Nicht nur aus sportlicher Sicht läuft es derzeit bei den Keglern vom KSV 1991 Freital rund. Der Verbandsligist drehte nach einem eher lauen Saisonstart richtig auf. Nach einem Zwischenspurt von sieben Siegen in Serie steht der KSV mittlerweile auf Tabellenrang drei und hat den ersten Platz im Blick. Die Rückkehr in die Zweite Bundesliga scheint möglich.
Auf das nächste Heimspiel am 22. Februar gegen Dommitzsch freuen sich die Freitaler indes besonders. Denn dann wird das Erste Männerteam des KSV eine Premiere feiern. Nach einem Umbau Anfang Februar ist die vom Verein gepachtete Anlage der Kegelgaststätte „Alle Neune“ am Stadion des Friedens die modernste in Sachsen.
Monatelang dauerten Planung und Organisierung. Nun wurden neue Anzeigen eingebaut, die aus zwei 55 Zoll großen Bildschirmen pro Bahn bestehen. Dazu musste auch neue Technik installiert werden, die Bedien-Pulte sind zudem mit neuer Touchscreen-Technik ausgestattet. „Unsere Bahn ist jetzt WM-tauglich“, erklärt der stellvertretende Vereinsvorsitzende Jörg Gotthardt.
Eine Weltmeisterschaft sei zwar gegenwärtig nicht auf der 2008 gebauten und nun modernisierten Freitaler Anlage mit vier Bahnen geplant. „Aber wir wollen 2021, zu unserem Vereinsjubiläum, Rot-Weiß Zerbst zu uns einladen“, so Gotthardt. „Und denen können wir hier auch ‚was bieten.“ Die Freitaler wollen also anlässlich ihres 30-jährigen Bestehens den Deutschen Meister, Champions-League-Sieger und Weltpokalgewinner zum Duell bitten: mehr Superlative geht eigentlich nicht im Kegelsport.
Ein erster Kontakt ist geknüpft. Als Termin ist die Saisonvorbereitungsphase im August/September 2021 vorgesehen. Den Rahmen soll der Tag der Sachsen bilden, Freital feiert sein 100-jähriges Jubiläum.
Die Modernisierung hat etwas mehr als 11.000 Euro gekostet. Der Verein hat sich finanziell und mit tatkräftigem Einsatz beteiligt. Das Gros der Kosten wurde aber durch Sponsoring gestemmt. Der Bahnbauer der Freitaler Anlage, die Firma Pauly mit Niederlassung in Leipzig, und vor allem das Unternehmen Technikum Kamenz waren maßgeblich an der Realisierung des Vorhabens beteiligt.
„Wir haben nun in Freital endlich auch ein Referenzobjekt für Kunden in Sachsen“, erklärt Felix Zschuppan, Geschäftsführer der Technikum Kamenz. Er hatte Gotthardt bei der WM 2019 im tschechischen Rokycany getroffen. Man tauschte sich aus und wollte Synergien gemeinsam nutzen. „So profitieren beide Seiten von dem Umbau hier“, erklärt der 52-jährige Vize-Vereinschef aus Freital.
Eine erste Partie wurde übrigens schon auf der WM-tauglichen Anlage an der Burgker Straße gespielt. Vor ein paar Tagen setzte sich die Reserve des KSV 1991 in einem Krimi in der unterklassigen OKV-Liga mit 5:3 (3290:3277 Punkte) überraschend gegen Spitzenreiter SG Kleinröhrsdorf durch und sammelte so wichtige Zähler im Abstiegskampf. (skl/Foto: privat)