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4. Februar 2020

Formkurve zeigt trotz Verletzungspechs nach oben

Bobpilot Nico Walther trotzt dem Verletzungspech in seinem Team. Nachdem in den vergangenen Wochen auch noch die beiden weiteren Anschieber Joshua Bluhm (Winterberg) und Paul Krenz (Magdeburg)  ausgefallen waren, fuhr der 20-Jährige vom BSC Sachsen Oberbärenburg beim Weltcup in St. Moritz zunächst im Zweierbob mit dem Wiesbadener Malte Schwenzfeier auf den sechsten Platz. „Da hatten wir uns mehr vorgenommen, am Start wie in der Bahn“, so der WM-Dritte von Whistler.

Im finalen Weltcuprennen im großen Schlitten holte der Vize-Olympiasieger dann aber nach einer Steigerung als schnellstes deutsche Mannschaft im zweiten Durchgang am Ende den vierten Platz. „Unser Team wird praktisch jede Woche neu zusammengewürfelt, in diesem Jahr ist es immer die Frage, wer überhaupt mit am Start ist“, sagt Nico Walther. „Es war insgesamt der vierte vierte Platz in dieser Weltcupsaison für uns. Das sind ganz schön viele vierte Plätze. Ich hoffe, bei der WM geht es einen Schritt höher, auf das Podest.“

Jetzt startet der in Altenberg aufgewachsenen Dresdner in intensive WM-Vorbereitung. Die beiden finalen Zweierbob-Rennen samt EM im lettischen Sigulda Mitte Februar, kurz vor der Eröffnung der Weltmeisterschaft, lässt er wie mehrere andere Bobpiloten auch aus. Die Weltmeisterschaften haben absoluten Vorrang. Und da Walther und seine Anschieber nach verletzungsbedingter Zwangspause erst seit Januar wieder im Weltcup starten, kann ein Podestplatz in der Gesamtwertung ohnehin nicht mehr erreicht werden.

Mit welchen Anschiebern Nico Walther bei der Heim-WM im Zweier- und im Viererbob an den Start geht, entscheidet sich nach einem Leistungstest in der kommenden Woche.
(skl/Foto: KSB)