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1. Januar 2011

Dresdner Siege in Heidenau

Neujahrslauf_2011_01_1.jpgDieser Neujahrsmorgen in Heidenau hat nun schon eine lange Tradition. Während sich andere um diese Zeit vielleicht im Bett noch mal umdrehen, treffen sich schon seit 35 Jahren pünktlich 11.00 Uhr Läuferinnen und Läufer um in einem lockeren Lauf das neue Jahr zu begrüßen. Die Runde durchs das Wohngebiet am Pestalozzi-Gymnasium über die knapp 2000 Meter stellt keine besonderen Anforderungen. Der Bauhof Heidenau hat dankenswerter Weise nach den Schneefällen der letzen Woche am frühen Morgen noch für ein sicheres Geläuf gesorgt. Cheforganisator Frank Müller vom gastgebenden SSV Heidenau konnte auch 2011 wieder prominente Gäste wie Heidenaus Bürgermeister Michael Jacobs, der die Teilnehmer auf das Rennen kurz einstimmte, den Präsidenten des Kreissportbundes, Roland Matthes und einen seiner Vizepräsidenten, Jens Dzikowski begrüßen. Unter den 122 Teilnehmern war auch Müllers Sohn Lutz, der als einziger Aktiver alle 35 Neujahrsläufe bestritt. Nach gut acht Minuten war dann auch der sportliche Auftakt des neuen Jahres im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge bereits wieder Geschichte. Sowohl der schnellste Mann mit Willi Hofmann, wie auch die schnellste Frau mit Christin Marx kamen vom TSV Dresden. Sie ist übrigens Seriensiegerin in Heidenau. Wie immer beim Neujahrslauf wurden die jeweils zehn besten Männer und Frauen geehrt. Dazu durften sich Regina Michael (66) aus Heidenau), Horst Roschig (76) aus Pirna und Julius Zimmermann (4) und Johanna Jakob (5) als jeweils jüngste bzw. älteste Starter über ein Präsent freuen. Eine besondere Ehre wurde schließlich Frank Müller noch zu teil. Johannes Förster zeichnete ihn mit der „Fair-Play-Plakette“ der Deutschen Olympischen Gesellschaft für seine jahrzehntelangen Verdienste um die Entwicklung des Sports in seinem Verein und auch in der Stadt Heidenau aus. Tosender Beifall der Läufer und zahlreichen Zuschauer zeigte eindeutig, welchen Stellenwert Müller für Heidenau hat. Leider sehen das dort nicht alle so. Der Stadtrat verweigerte kürzlich Frank Müller die Auszeichnung mit dem Ehrenamtspreis der Stadt. Eine Entscheidung, die weder gut für die Stadt Heidenau, noch den Sport und auch nicht für das Ehrenamt ist. (WoVo)