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13. Oktober 2020

„Bei den Mädels haben wir deutliche Leistungssteigerungen gesehen“

Für die deutschen Skeleton-Asse geht es in den kommenden Wochen darum, sich für die Weltcup-Saison und die Heim-WM 2021 in Altenberg zu empfehlen. Ab dem nächsten Wochenende wird es auf dem ENSO-Eiskanal ernst. Dann stehen die ersten beiden von insgesamt vier Selektionsrennen für die bevorstehende Weltcupsaison an.

Erst nach der Deutschen Meisterschaft, die am 7. November in Winterberg stattfindet, wird Bundestrainer Christian Baude sein Team für die neue Saison nominieren. Nur die Vorjahresweltmeister, Tina Hermann (WSV Königssee) und Christopher Grotheer (BRC Thüringen), sind für die ersten Weltcuprennen bereits gesetzt.

Letztere waren vorigen Woche auch nicht beim Zentralen Leistungstest in Oberhof am Start. Die restlichen Elite-Skeletonis des BSD wollten dort aber unter Einhaltung der strikten Hygieneregeln ihr Können zeigen nach der rund siebenmonatigen von der Coronavirus-Pandemie geprägten Wettkampfpause.

Bei den Männern bewies Juniorenweltmeister Felix Keisinger (WSV Königssee) einmal mehr, dass er zu den besten Startern weltweit gehört. In beiden Startläufen legte er Topzeiten hin und gewann deutlich vor Stefan Röttig (SV Eintracht Frankenhein), Vizeweltmeister Axel Jungk vom BSC Sachsen Oberbärenburg, Kilian von Schleinitz (WSV Königssee) und Alexander Gassner (BSC Winterberg).

Bei den Skeletonfrauen dominierte Sophia Griebel (RT Suhl) in beiden Startläufen das Geschehen. Die WM-Dritte von 2019 verwies Susanne Kreher vom BSC Sachsen Oberbärenburg, Team-Weltmeisterin Jacqueline Lölling (RSG Hochsauerland), Corinna Leipold (BRC Thüringen) und Hanna Staub (RRV Sonneberg) auf die Plätze.

Bundestrainer Christian Baude möchte die Momentaufnahme nicht überbewerten, zeigte sich jedoch mit den Ergebnissen des ersten zentralen Eisstarttests in Oberhof insgesamt zufrieden. „Mit den gezeigten Leistungen von Felix und Stefan war ich wirklich sehr zufrieden, das war richtig stark. Die Leistungen dahinter, vor allem von Axel und Alexander, waren nicht das, was sich die Jungs und wir erhofft hatten“, so der neue Chefcoach. „Bei den Mädels hat sich vor allem im Nachwuchsbereich einiges getan, wo wir deutliche Leistungssteigerungen im Vergleich zum Vorjahr gesehen haben. Das ist wirklich toll.“

Susanne Kreher selbst sieht bei sich noch Luft oben. „Ich hatte mit hier mehr erhofft. Gerade im technischen Bereich muss noch mehr kommen. Aber ich hatte auch noch nicht so viele Starts in der Vorbereitung“, so die Deutsche Anschubmeisterin von 2019 auf KSB-Anfrage. „Was die Athletik betrifft, habe ich aber noch einen Schritt nach vorne gemacht.“

Die 21-jährige Vize-Juniorenweltmeisterin war im Sommer von Altenberg nach Dresden gezogen. Dort wird sie nun zusammen mit ihrem Vereinskollegen Axel Jungk in der Gruppe von DSC-Leichtathletik-Cheftrainer Stefan Poser betreut. Die aus Bärenstein im Erzgebirge stammende Susanne Kreher hatte im vorigen Winter erste Weltcup-Luft geschnuppert und am Ende nur knapp die WM in Altenberg verpasst. Durch die Verlegung der Titelkämpfe 2021 von Lake Placid (USA) ins Osterzgebirge bekommt die Lokalmatadorin nun noch einer weitere Chance, sich für eine Heim-Weltmeisterschaft zu qualifizieren. Nach dem ersten Eislehrgang soll nun im ENSO-Eiskanal der nächste Schritt dorthin folgen.

(skl/bsd/Foto: skl)