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9. Dezember 2020

Bahncomeback noch vor Weihnachten

Knapp drei Wochen nach seiner Beinverletzung bei den Deutschen Meisterschaften am Königssee ist Bobpilot Richard Oelsner vom BSC Sachsen Oberbärenburg wieder ins Training eingestiegen. Nach Reha- und medizinischen Behandlungsmaßnahmen steht seit der vergangenen Woche in Bad Endorf wieder Athletiktraining auf dem Plan des 25-jährigen Altenbergers. “Der Beuger macht mir keine Probleme mehr, dafür aber die Wade noch etwas”, sagt der mehrfache Junioren-Weltmeister. “Ich will aber noch vor Weihnachten, so Mitte Dezember, wieder mit dem Bobtraining beginnen.” 

Er werde mit einem Nachwuchsanschieber in Altenberg testen. Beim zentralen Leistungstest seiner eigentlichen Anschieber, der am 23. Dezember in Oberhof stattfinden soll und entscheidend für die zweite Saisonhälfte sein könnte, werde Oelsner selbst nicht starten. 

Der aus Rosenthal-Bielatal stammende WM-Fünfte von 2020 im Zweierbob will dann mit seinem Team Anfang 2021 das Comeback im Weltcup feiern. Bis zu seiner Verletzung beim Start der Deutschen Meisterschaften im November, bei denen er als Titelverteidiger im kleinen Schlitten trotz Lädierung noch auf Rang fünf fuhr, führte er in der deutschen Selektionswertung 2020/21. Er hatte klar auf Weltcup-Kurs gelegen.  

Nun muss sich Oelsner zurückkämpfen und über Einsätze auf internationaler Bühne, zunächst im Europacup, und schließlich bei der verbandsinternen Qualifikation für die Heim-WM Anfang Februar 2021 in Altenberg empfehlen. Aufgrund der Altersregelung (die Teams müssten dann identisch bleiben in der Besetzung) werde er in diesem Winter wohl nicht mehr bei der für ihn altersbedingt theoretisch letzten Junioren-WM starten. Er würde somit auch nicht seinen Titel im Zweierbob verteidigen und auch keine Chance auf eine Wild-Card für WM im Osterzgebirge haben. Oelsner muss sich also über gute Ergebnisse im Weltcup das noch offene dritte Startticket bei den Männern sichern. Doppel-Weltmeister Francesco Friedrich (BSC Sachsen Oberbärenburg) und Doppel-Vizemeister Johannes Lochner vom BC Stuttgart Solitude sind bereits in dieser Saison für Weltcup und WM gesetzt. 

(skl/Foto: privat)