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22. Februar 2021

Aufstiegsgedanken nach Saisonabbruch

Der Mitteldeutsche Handball-Verband hat die aktuelle Oberliga-Saison abgebrochen. Der Vorstand des MHV hat diesen Beschluss auf seiner jüngsten Sitzung auf Vorschlag der Spieltechnik mit Blick auf die Coronavirus-Pandemie einstimmig getroffen„Die zuletzt verlängerten Maßnahmen von Bund und Ländern über die nächsten Wochen hinweg und der damit verbundenen Unabwägbarkeiten für die Planung des Spielbetriebs lassen leider keine andere Entscheidung zu“, hieß es in der Verbandsmeldung. Der amtierende Vorstandsvorsitzende des MHV, Steffen Müller.

Auch der MHV-Jugend-Pokal wird abgebrochen. Die gesamte Saison 2020/2021 wird nicht gewertet. Absteiger aus der MHV-Oberliga in die Landesverbände werden nicht benannt. Aufsteiger zur 3. Liga werden indes zugelassen, soweit die 3. Liga diese ausschreibt. Sollte sich dafür mehr als eine Mannschaft melden, wird die Rangfolge der Aufstiegskandidaten ausgespielt. 

 

Sollte eine Öffnung der Spielhallen während der ursprünglichen Saison erfolgen, wird durch die AG Spieltechnik ein Spielbetrieb der Mannschaften der MDOL/Jugend organisiert. Die Teilnahme der Teams erfolgt freiwillig. Die Bestenermittlung der Jugend B (Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft in dieser Altersklasse) soll gespielt werden, solange der DHB an der Durchführung der Titelkämpfe festhalten sollte. 

 

Betroffen von dem vorzeitigen Saison-Ende sind auch die Handballer von der Spielgemeinschaft des ESV Lok Pirna mit dem SSV Heidenau. In der MHV-Oberliga belegt der SG Pirna/Heidenau den dritten Rang. Damit wäre das Team von Trainer Dusan Milicevic unter Umständen aufstiegsberechtig.  

 

Doch ist das überhaupt das Ziel der SG? Teammanager Uwe Heller dazu: “Eine offizielle Entscheidung zur Aufstiegsmöglichkeit in die 3. Liga liegt uns noch nicht vor”, sagt er. “Doch wenn wir die Chancen dazu bekämen, würden wir sie nutzen wollen. Auch an einem etwaigen Aufstiegsturnier würden wir teilnehmen. 

 

Den Saison-Abbruch kann Heller nachvollziehen: Es habe ja die Übereinkunft, dass man vier Wochen vor Aufnahme des Spielbetriebs wieder in die Halle dürfe. Damit sich die Teams vernünftig vorbereiten können auf die anstehenden Partien in dieser vierthöchsten deutschen Spielklasse. “Wenn das vielleicht sogar im März oder April der Fall gewesen wäre, hätte man die Saison praktisch in wenigen Wochen zu Ende spielen müssen, das wäre so nicht möglich gewesen.  

 

Bis zur im November 2020 begonnen Zwangspause im Spielbetrieb waren in der MHV-Oberliga mit 17 Mannschaften erst sechs Partien ausgetragen worden, von denen die SG vier gewann. Hinter Spitzenreiter SV 04 Plauen-Oberlosa und der HSG Freiberg rangierte Pirna/Heidenau auf Tabellenplatz drei. 

 

(skl/Foto: skl)