Sportstättenbau

Grundlage für eine sportliche Betätigung im Breiten-, Nachwuchs- und Spitzensport ist eine bedarfsgerechte und nachhaltige Infrastruktur an Sportstätten. Dazu zählen insbesondere Sportplätze, Sporthallen, Schwimmhallen.

 

Der Freistaat Sachsen hat ein großes Interesse am weiteren Aufbau und Ausbau einer modernen und funktionierenden Sportstätteninfrastruktur. Deshalb unterstützt er Kommunen im Rahmen ihrer Daseinsvorsorge und Vereine bei Investitionen in Sportstätten durch die Bereitstellung von staatlichen Fördermitteln. Grundlage dafür bilden die Bestimmungen der Sächsischen Haushaltsordnung und die Richtlinie des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus zur Förderung des Sports.

 

Förderanträge für Sportstättenbaumaßnahmen sind in der Regel bei der Sächsischen AufbauBank (Förderbank) einzureichen. Vereine richten ihre Anträge an den Landessportbund Sachsen e.V. Investitionen für Sportstätten an Bundesstützpunkten, Olympiastützpunkten und Sport- und Sportleiterschulen werden direkt beim Sächsischen Staatsministerium des Innern beantragt.

 

 

Es bestehen folgende Fördermöglichkeiten:

 

  • Förderung des allgemeinen Sportstättenbaus
    Gefördert werden Baumaßnahmen von Vereinen mit einem Gesamtwertumfang über 125.000 Euro und Maßnahmen von Kommunen. Neben Sportstätten für den Vereins- und Breitensport werden auch Sportstätten für den Leistungssport unterstützt. Anlagen, die vorrangig für den Profisport oder kommerziellen Sport genutzt werden, können nicht gefördert werden.

 

  • Sonderförderprogramm Vereinssportstättenbau
    Diese Mittel dienen der Förderung von Maßnahmen mit einem Gesamtwertumfang von bis zu 125.000 Euro in Trägerschaft von Vereinen. Die Fördermodalitäten lassen auch zu, dass die Vorhaben ausschließlich durch Arbeitsleistungen zum Beispiel der Vereinsmitglieder und die Inanspruchnahme staatlicher Fördermittel verwirklicht werden. Damit soll in diesem Bereich die Eigeninitiative von Vereinen unterstützt werden.

 

  • Sport- und Sportleiterschulen
    Gefördert werden Investitionsmaßnahmen an den zentralen Einrichtungen für die Durchführung von Trainingslagern sowie die Ausbildung von Trainern und Übungsleitern.

 


 

Förderquoten

Die Förderungen können für Vorhaben über 125.000 Euro Gesamtwertumfang (GWU) an gedeckten Sportstätten (Sporthallen, Sporträume und überdachte Sportanlagen) bis zu 50 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten (Ausgaben) betragen. Bei sogenannten ungedeckten Sportanlagen (wie Rasenspielfelder, Freianlagen, Stadien, Tennisplätze, Reitplätze u. a.) einschließlich der dazugehörigen Funktionsgebäude können bis zu 30 Prozent der Ausgaben bei einem Gesamtwertumfang über 125.000 € bewilligt werden.

 

Für Maßnahmen im Sportstätten-Sonderprogramm (als Bestandteil der Richtlinie) mit einem Gesamtwertumfang bis 125.000 Euro kann die Förderung bis zu 50 Prozent betragen. Dabei werden hier keine Unterschiede zwischen gedeckten und ungedeckten Sportanlagen einschließlich deren Funktionsgebäude gemacht. Antragsberechtigt sind nur Sportvereine und Vereine nach Punkt 2.1.2 gemäß Sportförderrichtlinie.

 

In diesem Bereich ist eine Änderung des Zweckbindungszeitraumes vom Zuwendungsgeber vorgenommen worden, so dass bereits nach zwei Kalenderjahren in denen keine Zuwendung ergangen ist, wieder eine 50 %-ige Förderung möglich ist. Basis ist hier die Kumulatione des jeweiliogen Gesamtwertumfangs der Anträge bis zu einer Gesamtsumme von 125.000 €uro.

 

In beiden Sportstättenprogrammen  besteht die Möglichkeit, Eigenleistungen von Vereinsmitgliedern und Förderern des Vereins zu erbringen, und diese zur Erhöhung der Fördersumme rechnerisch zu berücksichtigen. Eine Vergütung der Eigenleistungen bleibt aber ausgeschlossen und ist nicht förderfähig. Bei Vorhaben über 125.000 € Gesamtwertumfang (GWU), können Eigenleistungen in Form von Eigenarbeits- und Sachleistungen, bis 10 Prozent Anteil des GWU eingebracht werden. Bei Maßnahmen im Sportstätten-Sonderprogramm mit einem GWU unter 125.000 € können sie rechnerisch bis zu 50 Prozent betragen. In beiden Fällen werden sie mit 8 €/Stunde bewertet und müssen leistungsbezogen beschrieben und bewertet werden. Sachleistungen werden mit ihrem tatsächlichen marktüblichen Nettowert (ohne USt.) angenommen. Die Eigenleistungen sind grundsätzlich als Nettokosten darzustellen.

 

Anträge für die investive Sportförderung werden für Sportvereine ab einer Zuwendungssumme von 2.600 € (zu beachten ist die jeweilige Förderquote) bearbeitet. Diese ist als Bagatellgrenze in der Förderrichtlinie beschrieben.

 

Antragsfristen

Anträge mit einem Gesamtwertumfang über 125.000 Euro müssen bis zum 30. September des laufenden Jahres für das Folgejahr über den LSB bei der SAB, Abteilung Infrastruktur und Städtebau, eingereicht werden. Anträge mit einem Gesamtwertumfang bis 125.000 Euro können ganzjährig eingereicht werden. Anträge bitte immer über den LSB einreichen!

 

Für den Doppelhaushalt 2013/2014 des Freistaates Sachsen sind Fördermittel für alle sogenannten Titelgruppen (Förderziele) in Höhe von 27 Mio. Euro jährlich für die investive Förderung bereit gestellt worden. Davon sind allein 9 Mio. für das Sonderförderprogramm für Sportvereine (bis 125.000 €) vorgesehen. Für das sogenannte Regelförderprogramm sind über 5 Mio. Euro jährlich veranschlagt worden. Eine Antragstellung ist für Maßnahmen unter 125.000 Euro in deisem Jahr noch möglich.

 

Richtlinie

Die neue Richtlinie, die ab 23. Mai 2009 Gültigkeit hat, weist einige Änderungen gegenüber der vorangegangenen auf.

 

Sicherung

Ein etwaiger Rückforderungsanspruch ist ab einer Zuwendung von 62.500 € nachzuweisen. (Punkt III 3.5) Sollten bereits mehrere Zuwendungen für die gleiche Sportstätte vorliegen, wird die Zuwendungssumme kumuliert. Hier werden auch die Drittmittelzuschüsse von Kommunen berücksichtigt.

 

Entwicklungskonzepte

Die beantragten Baumaßnahmen sollen den „Zielen, Grundsätzen und sonstigen Erfordernissen der Raumordnung entsprechen und den Zielen integrierter regionaler Entwicklungsstategien, wie Integriertes ländliches Entwicklundskonzept (ILEK), regionales Entwicklungskonzept (REK) oder Städtebauliches Entwicklungskonzept (SEKO) nicht entgegenstehen“. (Punkt III 3.6) Dafür ist eine Bestätigung der Kommune formlos den Antragsunterlagen beizufügen.

 

Energieeinsparung

Zuwendungen für Maßnahmen an gedeckten Sportstätten ab einem GWU von 50.000 € werden nur gewährt, wenn sie eine besondere Berücksichtigung von Klimaschutz und Energieeffizienz nachweisen. Bei Neubauten soll der vorgeschriebene Standard der Energieeinsparverordnung EnEV vom 24. Juli 2007 um 30 % unterschritten werden. Dies ist durch einen Energiebedarfsausweis oder eine Energieberatung im Antragsverfahren und Verwendungsnachweis einschließlich Energiebedarfsausweis zu belegen. Bei Sanierungsmaßnahmen und Umbauten ist der vorgeschriebene energetische Standard mindestens einzuhalten. (Punkt III 3.7)

 

Immissionsschutz Licht

Bei Neubau und Sanierung von Flutlichtanlagen sind die von der Länderarbeitsgemeinschaft Immissionsschutz empfohlenen Richtwerte zur Raumaufhellung und Blendschutz einzuhalten und zu belegen. (Punkt III 3.8)

 


 

Förderrichtlinie

 

Antrag investive Maßnahmen

 

Checkliste

 

Musterbeispiel Finanzierungskonzept