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3. Dezember 2019

HC Sachsen dreht nach der Pause auf – Heidenau verpasst Überraschung im Spitzenspiel

Es hat nicht viel gefehlt und den Handballfrauen vom SSV Heidenau wäre im Spitzenspiel der Verbandsliga Ost womöglich doch die Überraschung gelungen. Das Team von Dirk Stumpe hielt bei der weiterhin verlustpunktfreien SG Klotzsche sehr lange mit. Heidenau war nahe dran, gegen den Tabellenführer zu punkten ─ als erste Mannschaft in dieser Saison. Doch am Ende musste sich das ersatzgeschwächte Gästeteam in der Schlussphase in Unterzahl noch mit 25:29 (14:14) geschlagen geben. Heidenau führte nach fünf Minuten sogar schon mit 3:0. Die Dresdnerinnen fanden erst spät ins Spiel, konnte erst kurz vor dem Seitenwechsel das ersten Mal in Führung gehen (14:13).
In der zweiten Spielhälfte blieb es eine packende Partie, ein Unentschieden war mindestens drin für den mit nur acht Feldspielerinnen und Torfrau Alexa Hoffmann angereisten Tabellendritten aus Heidenau. Die SG vermochte es nicht, sich abzusetzen. Knapp sieben Minuten vor Schluss markierte Janine Tschöcke das 25:26. Es folgte ein Auszeit der Gastgeberinnen, nach der bei Heidenau nicht mehr viel zusammenlief im Angriff. Obendrein musste der SSV nach einer rund vier Minuten vor Schluss ausgesprochenen Zeitstrafe die Partie in Unterzahl bestreiten, konnte den Rückstand dann auch nicht mehr aufholen. Erfolgreichste Torewerferin auf Seiten der Gäste war Sandra Schmidt mit acht Treffern.
„Wir hatten einen sehr dünnen Kader und am Ende hat einfach die Kraft gefehlt. Da ist man beim Abschluss nicht mehr so konsequent und hinten einen Schritt zu spät“, sagte SSV-Coach Stumpe. „Somit bekommen wir eine unnötige Zeitstrafe vier Minuten vor Schluss, die dann enorm weh tut.“ Mit der Leistung seiner Mannschaft sei er dennoch „sehr zufrieden“, wie der Trainer betont. „Sie haben mit ganz viel Herz und Leidenschaft gekämpft und eine gute Abwehr gestellt. Durch den dünnen Kader fehlen uns dann aber halt die einfachen Tore aus der ersten Welle.“ Gut zudem: In dem Spiel sind alle Spielerinnen fit geblieben, die Verletztenliste sei „zum Glück nicht größer geworden“.

Punktgleich mit den Heidenauerinnen auf Platz vier rangiert der HC Sachsen Neustadt-Sebnitz. Angeführt von den beiden achtfachen Torewerferinnen Rebeca Cembranos Bruzon und Teresa Bein gewannen die Neustädterinnen im heimischen Sportforum gegen den HSV Weinböhla mit 32:19.
Die Gastgeberinnen kamen zunächst nicht so richtig ins Spiel, vergaben zwei Strafwürfe. Das Team von Bernd Berthold tat sich in der ersten Halbzeit insgesamt noch schwer gegen das Ex-Team ihres Trainers. Zur Pause stand es 13:12. Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich der HC Sachsen zielstrebiger, weniger hektisch sowie kämpferisch und spielerisch verbessert. Zwischen Minute 35 und Minute 45 bauten die Neustädterinnen ihre Führung von 16:13 auf 23:13 aus. Ihre Abwehr stand gut, vor allem Torfrau Franziska Grünberger zeigte starke Paraden. Am Ende stand ein souveräner Sieg, der sechste in dieser Spielzeit, auf der Habenseite. Mit etwas mehr Konstanz könnte der HCS auch gegen stärkere Mannschaften punkten. Am Sonnabend, dem 14. Dezember, bittet das Team Spitzenreiter SG Klotzsche ab 17 Uhr zum Duell im Sportforum. Heidenau empfängt bereits am 7. Dezember die aktuell neuntplatzierte Reserve von Koweg Görlitz in der Sporthalle des Pestalozzi-Gymnasiums ist um 16.15 Uhr.

(skl/Fotos: skl/privat)