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18. November 2019

Pokalschreck wirft Kreisoberliga-Primus raus

Die Halbfinalisten im Teambro-Fußballkreispokal  der Saison 2019/20 stehen fest. Neben drei Favoritensiegen hat es aber auch im Viertelfinale am vergangenen Wochenende wieder eine Überraschung gegeben. Denn Außenseiter TSV Kreischa aus der Kreisliga A hat den Spitzenreiter der Kreisoberliga aus dem Wettbewerb geworfen.  Die Gastgeber bezwangen Vorjahresfinalist Chemie Dohna mit 2:1.

Nachdem die Gäste einen schnellen Angriff sehenswert zur Führung abgeschlossen hatten – Philipp Flacke traf in der 66. Minute –, glich der TSV schnell mit einer Standardsituation aus. Oliver Lautsch traf per direkt verwandelten Freistoß zum 1:1 (69.).

Danach ging es weiter hin und her, Chancen gab es hüben wie drüben.  Doch den Siegtreffer erzielte Kreischa. In der Nachspielzeit erzielte Philipp Rost mit dem Rücken zum Tor mit dem Kopf per Bogenlampe das viel umjubelte 2:1. Dohnas Torwart stand etwas zu weite vor seinem Kasten, die Abwehr von Chemie ging nicht beherzt genug zur Sache. Doch die Gäste kamen noch einmal gefährlich vor das Tor des Tabellendriten der Kreisliga A.

Nach einer Berührung mit dem Arm im Laufduell fiel der Chemie-Spieler im Strafraum, der Schiedsrichter verweigerte allerdings einen Foulelfmeter. Kurz darauf kassierten die Dohnaer nach Fouls bzw. übermotiviertem  Einsteigen in Zweikämpfen noch zwei Rote Karten.

Das Ergebnis blieb indes bestehen. Pokalschreck Kreischa hat damit nach Schönfeld und Stolpen mit Dohna den dritten Kreisoberligisten im Kreispokal bezwungen. „Mit einer starken Mannschaftleistung und etwas Glück haben wir heute einen nicht unverdienten Sieg eingefahren“, freute sich der TSV-Vorsitzende Marco Müller. „Offensichtlich hat uns Dohna aber auch ein wenig unterschätzt.“

Der nächste Gegner der Kreisschaer könnte erneut ein Kreisoberliga-Vertreter werden. Denn sowohl der 1. FC Pirna als auch der SSV Neustadt setzten sich im Viertelfinale gegen unterklassigere Mannschaften durch. Die Pirnaer gewannen 5:0 (3:0) bei Einheit Bahratal-Berggießhübel. Ausgerechnet Ex-Einheit-Torjäger Sascha Kück traf dabei doppelt, auch Daniel Eichstädt netzte zweimal für die Rot-Weißen ein. Daniel Matouschek hatte zuvor den Torreigen für die Gäste eröffnet.

Womöglich kommt es nun im Semifinale zur Neuauflage des Kreispokalfinales von 2018. Denn Pirna könnte in der Vorschlussrunde auf den SSV Neustadt treffen und sich revanchieren für die damalige 1:2-Endspielniederlage.

Die Neustädter setzten sich am Sonntag beim VfL Pirna-Copitz III durch. Stefan Martin hatte den Spitzenreiter der Kreisliga B zunächst in Führung gebracht (34.). Marek Hakl glich aber noch vor dem Pausenpfiff aus, ehe er nach etwas mehr als einer Stunde den Siegtreffer für den SSV erzielte.

Bereits zur Halbzeit alles klar gemacht hatte unterdessen im weiteren Viertelfinalduell die 2. Mannschaft des VfL Pirna-Copitz. Die im Sommer in die Landesklasse nachgerückte Copitzer Reserve  hatte bei der Spielgemeinschaft Lohmen/Wehlen zum Seitenwechsel schon mit 3:0 vorne gelegen.  Doppeltorschütze Bruno Nemitz und Lucas Strecker hatten für die hochfavorisierten Gäste getroffen. In der zweiten Halbzeit konnte der stark in die Saison gestartete Aufsteiger aus der Kreisliga B noch durch Daniel Rudolph (59.) verkürzen.  Eine Überraschung blieb in Stadt Wehlen aber aus.

„Ein Klassenunterschied war heute auf jeden Fall da, auch das Ausmaß des Achtelfinales in Hermsdorf war heute deutlich zu spüren bei uns, wir mussten ja auf einige gesperrte Spieler verzichten, was jedoch keine Ausrede sein soll“, sagte Gastgeber-Torwart Steve Oertel. „Wir haben aber ein ordentliches Ergebnis erreicht und jetzt konzentrieren wir uns auf die Liga.“

Auf wen die Copitzer im Halbfinale treffen, wird indes erst am 25. Januar 2020 klar sein. Die Auslosung findet dann traditionell während der Endrunde der Hallenkreismeisterschafen statt.

(skl/Foto: skl)