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19. Oktober 2019

Spaß und Adrenalin im Eiskanal

Zum Saisonauftakt auf der WM-Bahn in Altenberg hatten Vize-Bobolympiasieger Nico Walther vom BSC Sachsen Oberbärenburg und seine komplette Mannschaft am Freitagabend Familie, Freunde und die Unterstützer aus seiner Sponsoren-Allianz zum Ice-Tubing eingeladen. Rund 70 Gäste ließen sich die Teilnahme an der rasanten Gaudi auf Eis nicht nehmen. Sie rauschten dabei in Viererteams auf Gummireifen durch den ENSO Eiskanal.
Am schnellsten war dabei in richtig flinken 52:94 Sekunden ein Team des Kreissportbunds Sächsische Schweiz-Osterzgebirge mit Freunden, die teils zum ersten Mal bei dem spaßigen wie spannenden Wettstreit an den Start gegangen waren. Das Quartett mit Jens Laurich, Michael Roch, Heiko Braun und Paul Junghans war an diesem Abend nicht zu schlagen und fuhr sogar gleich zweimal die beste Zeit.
Der Familienschlitten mit seinem Vater Rocco Walther, Jana und Enrico Lukas sowie mit Bianca Weinhold von der Ostsächsischen Sparkasse wurde am Ende Zweiter und hatte damit im familieninternen Vergleich mit dem Gummireifenvehikel von Walther und seiner Frau Lisa die Nase vorn. „Man muss auch mal verlieren können“, schmunzelte der 29-jährige Bobpilot.
Bronze sicherte sich im Kohlgrund die Mannschaft der Stadt Freital mit Oberbürgermeister Uwe Rumberg, seiner Büroleiterin Katrin Reis sowie Henryk Eismann von der Wohnungsgesellschaft und Daniel Wirth von den Technischen Werken Freitals. Auch sie bekamen zum Abschluss eine Urkunde und Fan-Mützen als Preis von ihrem Gastgeber persönlich überreicht.
Walther selbst ist wie sein Team schon voll konzentriert auf die kommenden Aufgaben. „Wir freuen uns, dass es jetzt endlich wieder aufs Eis geht, und die ersten Testergebnisse mit unserem neuen Viererbob waren auch vielversprechend“, sagt der der in Freital geborene und in Altenberg aufgewachsene Dresdner.
Auch was die Genesungsfortschritte seiner verletzten Anschieber Alexander Rödiger und Kevin Korona angeht, ist er optimistisch. Beide wollen pünktlich zu den Leistungstests nach Weihnachten wieder mit an Bord sein. Bereits am Start sind Walthers langjährige Teammitglieder Eric Franke und Philipp Wobeto sowie Paul Krenz, mit dem Oberbärenburger Bobpiloten im vergangenen Winter WM-Bronze im kleinen Schlitten gewann.
Beim Treffen mit seinen Unterstützern stellte Walther am Freitagabend aber auch offiziell seinen neuen Anschieber Joshua Bluhm vor. Der von Stuttgart Solitude zum BSC Winterberg gewechselte Viererbob-Weltmeister von 2017 fuhr bis kurz vor den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang im Team von Johannes Lochner.
Nach der vorigen WM in Whistler hatte Walther ihn angesprochen, ob er noch eine neue Mannschaft suche und nicht bei ihm mitmachen wolle. Bluhm wollte und freut sich nun auf die gemeinsamen Rennen, nach aktuellem Stand vor allem im großen Schlitten. Für Walther und seine Mannen geht es jetzt für mehrere Tage zum Königssee. In Bayern stehen Fahrten im Eiskanal und Materialtests auf dem Plan.
Danach will sich der Deutsche Meister im Zweier- und Viererbob von 2018 einen der beiden noch offenen Startplätze im deutschen Weltcupteam sichern. Die Selektionen finden bei den Deutschen Meisterschaften Anfang November in Altenberg und zudem am Königssee statt. Wenn es mit den Qualifikation für die Heim-WM klappt, hofft Walther darauf, bei den Titelkämpfen vom 17. Februar bis 1. März 2020 in Altenberg mindestens eine Medaille zu holen. (skl/ Foto: skl)