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11. Oktober 2019

Staffel-Rekord im Fackelschein

Tolle Stimmung, schnelle Runden und eine neue Bestmarke: Beim 16. WGP-Citylauf in Pirna hat es am Freitagabend einen neuen Teilnehmerrekord bei den Staffeln gegeben. 57 Teams waren bei dem Lauf durch die Pirnaer Altstadt an den Start gegangen – so viele wie nie zuvor. Der bisherige Spitzenwert lag bei 51 Mannschaften, der 2013 und auch 2014 aufgestellt wurde. Beim Einzelrennen waren dieses Mal 139 Läufer an den Start gegangen. Das ist immerhin der zweitbeste Wert nach 2018 gewesen. Damals waren 172 Freizeitsportler dabei.

„Wir sind voll zufrieden“, erklärt Sören Sander von der Städtischen Wohnungsgesellschaft Pirna, die den alljährlichen Wettbewerb zusammen mit dem Kreissportbund Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und in Kooperation mit der Stadt Pirna organisiert hat. „Die Voraussetzungen waren heute perfekt, allen voran das Wetter. Und nun gab es wieder ein Teilnehmerrekord, nach dem Vorjahr bei den Einzelstartern nun bei den Staffeln. Was will man mehr? Gut ist, dass der WGP-Citylauf langsam wächst, viele Teilnehmer erzählen davon, und es reisen auch Touristen extra für den Lauf an und verbringen ihren Urlaub hier.“

Unter dem Motto „Im Fackelschein durch die Nacht“ mussten am Freitagabend zunächst die Einzelstarter ran. Nachdem WGP-Geschäftsführer Jürgen Scheible den Startschuss gab liefen Jung und Alt, Frauen und Männer sowie auch Nachwuchssportler los. Es galt, neun Runden mit jeweils rund 1,1 Kilometer Länge zu absolvieren.

Der Schnellste bei der 16. Auflage des beliebten Rennens war der aus Österreich stammende Peter Frohnwieser aus Dresden. Der 36-jährige Tiroler, der schon beim diesjährigen Festungslauf in Königstein überzeugt und sich dort Platz zwei erkämpft hatte, lief bei seinem ersten Start in Pirna in 34:52 Minuten zum Premierensieg.

Der Vorsprung des Läufers von Decathlon Dresden  auf den zweitplatzierten Sten Währisch vom Skiklub Dresden-Niedersedlitz war mit 44 Sekunden deutlich. Bronze ging an Anton Clauß vom TV Dresden. „Ich kenne die Jungs, hätte nie gedacht, dass der Abstand so groß sein würde“, freute sich Frohnwieser.  Bester Läufer aus einem Verein im hiesigen Landkreis war Alexander Bähr (Jahrgang 2002) vom LSV Pirna. Er belegte Rang sieben in 38:47 Minuten.

Schnellste Frau bei der 16. Auflage des WGP-Citylaufs in Pirna war indes Franziska Kranich vom EGZ Triathlon Görlitz/Görlitzer Falken. Sie dominierte das Rennen und kam in 42:14 Minuten ins Ziel vor dem Rathaus am Markt. „Das war wirklich ein schnelles Rennen, ich bin ein bisschen kaputt“, sagte die 35-Jährige kurz nach ihrem dritten Erfolg in Pirna. „Ich habe unter der Woche bei uns bei einem Paarlauf teilgenommen, morgen geht es weiter zum Harz-Gebirgslauf“, erklärt die Görlitzerin. Platz zwei schnappte sich die 2001 geborene Karoline Clausnitzer vor ihrer drei Jahre jüngeren Schwester Julia Clausnitzer. Beide Lauftalente kommen aus Sebnitz.

Bejubelt wurden aber nicht nur die Medaillengewinner. Angefeuert wurden auch die vielen weiteren Sportfreunde auf dem abendlichen, von Fackeln gesäumten Kurs durch die schmucke Altstadt. Besonders viel Applaus gab es beim Staffellauf, wo die Teams mit fünf bis zehn Teilnehmern zehn Runden absolvieren mussten und von ihren Fans an der Strecke angefeuert wurden.

Der Titel ging einmal mehr an das allerdings neu formierte Team der Nachwuchsläufer vom Dresdner SC. „Die Laufelite des DSC“ siegte in 35:34 Minuten. 72 Sekunden später überquerte der Schlussläufer der zweitplatzierten Dresdner Truppe „Der Rubel rennt“ die Ziellinie. Rang drei bei der Kategorie Sportverein/Laufgruppe erkämpften sich die Handballer vom ESV Lok Pirna mit Männern und Nachwuchskräften im Team in 43:44 Minuten.

In der Wertung der Schulmannschaften hatte am Ende die Staffel der Evangelischen Schulzentrums Pirna die Nase vorn (40:42 Minuten). Silber holten die „Pestarunners Team 1“ vom Heidenauer Pestalozzi-Gymnasium (+23 Sekunden),  Rang drei sicherte sich die Oberschule Bad Gottleuba (+31 Sekunden). Bei den „Funteams“ dominierten Pirnaer: „Voltaren und Doppelkorn“ wurde in 40:13 Minuten Erster vor dem Team „Stiftung Wadentest“ und der drittplatzierten Betriebssportgemeinschaft der Volksbank „#schnelleSohlen“.

In der Kinderwertung lag der ESV Lok Pirna vor dem Skiklub Dresden-Niedersedlitz und den „Pirnaer Gassenflitzern“ auf Rang drei. Bei der Siegerehrung zum großen Finale bekamen alle ihr Siegerpokale und Urkunden.

Richtig stolz auf ihre Leistungen können alle Teilnehmer sein. Das gilt natürlich auch für die weißrussischen Gäste der KSB-Sportjugend aus Bragin. Mit in Fußball, Leichtathletik und Gewichtheben aktiven Lehrern und Schülern der dortigen Sportschule sowie mit tatkräftiger Unterstützung von der Sportjugend selbst, erreichte das zusammengewürfelte Team zum Abschluss ihres diesjährigen Aufenthalts einen guten 14. Rang in ihrer Wertungsklasse und einen ordentlichen Mittelfeldplatz im Gesamtklassement. Der Besuch der Braginer endet an diesem Sonnabend.

Im Rahmen des „Internationalen Sportleraustausches“ gibt es diese Begegnungstreffen schon seit 2007. Nach der Reise der Sportjugend des KSB nach Weißrussland in diesem April sind die Braginer nun zum jährlichen Gegenbesuch in Pirna gewesen. Der WGP-Citylauf ist auch dieses Jahr wieder das sportliche Highlight ihrer Tour mit zahlreichen gemeinsamen Aktivitäten in Pirna und Umgebung gewesen. (skl/Foto: skl)

 

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