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24. Januar 2012

VfL will Ende 2012 schuldenfrei sein

Pressemitteilung des VfL Pirna-Copitz 07 e.V.

 

Im großen Interview sprechen Stefan Bohne (Vereinsvorsitzender) und Tom Jerusel (Geschäftsführer) über die Konsolidierung, den neuen „JuniorKlub“ und ambitionierte sportliche Ziele – das Gespräch:

 

Herr Bohne, hinter dem VfL Pirna-Copitz 07 liegt ein spannendes Jahr, indem auf Führungsebene ein Wechsel vollzogen wurde und Sie zum neuen Vorsitzenden des Vereins gewählt wurden. Wie fällt ihr Fazit aus?

 

Stefan Bohne (Vereinsvorsitzender): „Grundsätzlich durchaus positiv. Wir sind auf einem guten Weg, unsere priorisierten Hausaufgaben innerhalb der selbst auferlegten Zeitschiene zu erledigen. Dazu zählen in erster Linie die wirtschaftliche Konsolidierung des Vereins, damit einhergehend die tiefgreifende Umstrukturierung, welche erhebliche Kostenreduzierungen zur Folge hatten, sowie diverse Maßnahmen zur Mittelgenerierung. Besonders erwähnenswert sind hierbei die hervorragende Unterstützung durch die Partner des Vereins, die den Verein auch in diesen kritischen Phasen vorbehaltlos unterstützt haben, sowie das hohe ehrenamtliche Engagement innerhalb des VfL. Natürlich ist uns auch bewusst, dass noch viel Arbeit vor uns liegt und etwas mehr Geduld ist hoffentlich noch ein erlernbarer Charakterzug. Insbesondere gilt es nun, die vorgenannte Konsolidierungsphase im Jahr 2012 abzuschließen und sich somit verstärkt wieder sportlichen Aufgaben widmen zu können, wobei wir uns in erster Linie die Nachwuchsarbeit sportartenübergreifend auf die Fahne geschrieben haben.“

 

Herr Jerusel, Sie sind seit einem halben Jahr der neue Geschäftsführer des VfL Pirna-Copitz 07 und hatten am Anfang einige Aufgaben zu lösen. Wie bewerten Sie ihre bisherige Arbeit?

 

Tom Jerusel (Geschäftsführer): „Die Ausgangssituation war leider nicht optimal, um schnell konkrete Ergebnisse präsentieren zu können. Wir mussten mit einem kleinen Team, das jedoch der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Vereins entspricht, an mehreren Baustellen kämpfen.“

 

Was für Baustellen meinen Sie konkret?

 

Tom Jerusel: „Ich möchte hier vor allem die Neugestaltung der Satzung, der Beitragsordnung, die vollständige Überarbeitung und Neugestaltung der Internetseite sowie die Vereinheitlichung der Verwaltungsprozesse als kleine Meilensteine anführen. Für die Entwicklung des Vereins kann man jedoch heute schon sagen, dass wir basierend auf leistungsfähigen und transparenten Strukturen unseren Mitgliedern und Partnern einen völlig neuen Service bieten werden.“

 

Gemeinsam haben Sie auch beschlossen, den Weg des Konsolidierungsprozesses fortzusetzen. Wie ist da der aktuelle Stand?

 

Stefan Bohne: „Der VfL wird bei normalem Verlauf zum Jahresende 2012 schuldenfrei sein. In Zahlen ausgedrückt heißt das, dass wir damit aufgelaufene lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten in Höhe von ca. 105.000 Euro (Stand: 01.01.2011, Anm. der Redaktion) abgebaut haben. Aktuell stehen davon noch 45.000 Euro zu Buche. Anhand der zahlenmäßigen Entwicklung sieht man eine deutliche positive Tendenz, welche natürlich auch Einschnitte in verschiedensten Bereichen nach sich zieht. Zudem zeigt es aber auch, dass wir nur gemeinsam diesen Prozess zu dem gewünschten Ergebnis führen können.“

 

Immer wieder erklärten Sie, wie wichtig es ist, verlässliche Partner an Vereinsseite zu haben. Welche Formen der Zusammenarbeit werden derzeit ausgebaut?

 

Stefan Bohne: „Die Partner des Vereins nehmen, neben den Mitgliedern, die zentralste Rolle bei der finanziellen Absicherung des Vereins ein. Umso mehr gebührt unser Dank unseren Partnern auf wirtschaftlicher und politischer Ebene. Es liegt nun am Verein selbst, auch einen entsprechenden Gegenwert für den unterstützenden Partner zu schaffen.

 

Wie wird dies im Detail aussehen?

 

Stefan Bohne: „Daran arbeiten wir aktuell und haben verschiedenste, ganz individuelle Ansätze. Begleitet wird diese Aufgabe durch einen völlig neuen VfL-Vermarktungskatalog, welcher unsere bestehenden und potentiellen Partner in die Lage versetzen soll, sein spezifisches Sponsoren-Paket zu erwerben und damit parallel auch die Gegenleistungen des Vereins geregelt sind. Hierbei sind natürlich der

Individualität keine Grenzen gesetzt und wir arbeiten mit Hochdruck an weiteren interessanten Optionen der Zusammenarbeit.“

 

Der VfL Pirna-Copitz intensiviert seit letztem Jahr wieder die Nachwuchsarbeit. Neben neuen Trainingsgruppen in den einzelnen Abteilungen entsteht nun auch der „JuniorKlub“. Was hat es damit auf sich?

 

Stefan Bohne: „Wir haben innerhalb des Vorstandes übereinstimmend die Entscheidung getroffen, zukünftig fokussiert in den Nachwuchs zu investieren.“

 

Tom Jerusel: „Unter Berücksichtigung des erfolgreichen Abschlusses des Konsolidierungsprozesses mussten wir neue Ideen entwickeln, um ein einheitliches, nachhaltiges und finanzierbares Nachwuchskonzept auf die Beine stellen zu können. Der „VfL-JuniorKlub“ nutzt die Vorteile unseres Mehrspartenvereins, indem er alle Angebote für Kinder im Alter von vier bis sechs Jahren bündelt. Wir gehen mit qualifizierten Übungsleitern direkt in Kindereinrichtungen. Es entstehen sportartübergreifende Sportgruppen für Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren. Ziel ist es, Eltern und Kindern die Möglichkeit zu bieten, regelmäßig Sport zu treiben, ohne am Wettkampfbetrieb teilnehmen oder sich für eine Sportart entscheiden zu müssen.“

 

Apropos Sport: Die Fußballer des VfL haben einen radikalen Umbruch gemeistert und belegen in der Bezirksliga Platz eins. Inwiefern wünschen Sie sich wieder Landesliga-Fußball?

 

Stefan Bohne: „Die Herbstmeisterschaft darf man grundsätzlich nicht überbewerten, wobei dieser Tipp in erster Linie an unsere Kicker selbst gerichtet ist. Es gehört in der Rückserie mindestens der gleiche Wille, das Engagement sowie die Bereitschaft, auch im Training alles zu geben, dazu, um den aktuellen Tabellenplatz zu verteidigen. Wir haben mit Elvir Jugo genau den Trainer, der diese Philosophie lebt und unseren Jungs

vorgibt. Unser Ziel ist natürlich die Landesliga, aber die Erreichung dieses Ziels ordnet sich den Gesamtinteressen und den damit verbundenen finanziellen Möglichen des Vereins unter. Mindestens ebenso wichtig ist, dass wir das Niveau im Nachwuchs deutlich verbessern, wobei bereits erste erfreuliche Tendenzen erkennbar sind.“

Gerätturner, Leichtathleten, Volleyballer und Handballer feiern sachsenweit Erfolge.

 

Wie schafft es der Verein, die verschiedenen Interessen zu berücksichtigen und allen möglichst optimale Bedingungen zu schaffen?

 

Tom Jerusel: „Ein Mehrspartenverein hat neben vielen Vorteilen, wie die Vielfalt des Sportangebotes und größeren Ressourcen, natürlich auch einen erhöhten Bedarf an Kommunikation und strategischer Steuerung. Wir werden in Zukunft neben klaren Spielregeln auch gemeinsam entwickelte Zielstellungen verfolgen, um gesundes Wachstum, sportliche Erfolge und wirtschaftliche Verwendung sämtlicher uns zur Verfügung stehender Mittel optimal zu gestalten. Das Ziel muss es sein, gemeinsam Ideen zu entwickeln und diese mit unseren langjährigen Partnern, vor allem auch mit den Eltern unserer Kinder und unseren ehrenamtlich Engagierten, die aktive Umsetzung voranzutreiben.“

 

Blicken wir zum Abschluss noch in die Zukunft: Welche großen Ziele will der Verein im Jahr 2012 erreichen?

 

Stefan Bohne: „Unser Fokus liegt ganz klar weiterhin auf der Konsolidierung. Die Erreichung dieses Ziels bildet die Basis für alle weiteren kleinen und großen Wünsche. Den Weg dahin verfolgen wir mit der gebotenen Seriosität und größtmöglicher Transparenz.“

 

Tom Jerusel: „Wir möchten unsere, aus meiner Sicht einzigartige Anlage, noch mehr der Öffentlichkeit zugänglich machen. Daher werden in diesem Jahr vielfältige Veranstaltung in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Institutionen durchgeführt werden. Neue sportliche Angebote werden für eine noch größere Sportartenvielfalt sorgen. Ein weiterer wichtiger Meilenstein in der Neuausrichtung des VfL Pirna-Copitz 07 wird eine verstärkte Förderung sportartübergreifender Angebote für unsere Mitglieder sein. Wir verfolgen ganz klar das Motto, dass Sport unsere Leidenschaft ist.“

(Ronny Zimmermann)