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9. Juli 2011

Johannes Förster wird 80

F__rster5_1.jpgDie beiden nordamerikanischen Schriftstellerinnen Julian May und Alice Munro, die am 10. Juli 1931, also vor 80 Jahren geboren wurden, sind bei Wikipedia mit einem eigenen Eintrag zu finden. In unserer Region sind sie jedoch kaum bekannt. Das trifft auf ein anderes Geburtstagskind vom 10. Juli nicht zu. Noch ist er allerdings nicht bei Wikipedia zu finden. Dafür hat er hier viele Menschen und ihre Herzen erreicht. Und sein Bekanntheitsgrad ist enorm.

Wer in den vergangenen 50, 60 Jahren mit dem Sport in Berührung kam, kennt Johannes Förster. Er hat wie kein Zweiter Spuren hinterlassen. Sport ist für ihn Hobby und Leidenschaft in einem. Rudern, Leichtathletik und Wintersport waren seine bevorzugten Sportarten, die er selber aktiv betrieb. Ansonsten kümmerte er sich in seinen zahlreichen Ehrenämter um die gesamte Palette des Sports. Fair-Play, Behindertensport und Würdigung der ehrenamtlichen Tätigkeit sind bis auf den heutigen Tag seine Hauptthemen. Dafür kann er auch sehr leidenschaftlich streiten. Und wenn er von einer Sache überzeugt ist, lässt er auch nicht locker. Erst vor wenigen Tagen hat er in einem lockeren Gespräch deutlich gemacht, wie wichtig die Anerkennung für das Ehrenamt ist. Wie entscheidend oftmals kleine Gesten sind. In seinen Augen, in seinem Gesicht  war die Leidenschaft für diese Menschen deutlich zu sehen. 

Fast 50 Jahre Vorstandsmitglied beim SV Fortschritt Pirna, über 50 Jahre Übungsleiter, 15 Jahre Vizepräsident beim Kreissportbund und nun bereits im 17. Jahr als Referent bei der Aus- und Fortbildung des Kreissportbundes, davon 14 Jahre in führender Position, dem Autor sei verziehen, wenn bei der Fülle der Aufgaben etwas vergessen wurde. Generationen hat Johannes Förster mit dem Sport durch das Leben begleitet.

Der Begründer der Olympischen der Neuzeit, Pierre Baron de Coubertin schrieb in seinen Memoiren, ausgerechnet im Jahr 1931 zum Thema Sport: “Er bedeutet für jeden Menschen eine Quelle möglicher innerer Vervollkommnung…“ Eine Maxime, die auch Johannes Förster ein Leben lang beherzigt hat. Aber nicht nur im Sport war er präsent, sondern auch in vielen Bereichen des wie es so schön heißt, gesellschaftlichen Lebens. Aber diese Geschichten müssen andere erzählen.    

Die Gratulantenschar ist groß. Und jeder hat seine eigenen Berührungspunkte mit Johannes Förster. Da wird auf keinem Fall der Gesprächsstoff ausbleiben. Alle können nur den Hut ziehen vor dieser Lebensleistung und Danke sagen, weil wir  einen großen Teil des Weges gemeinsam gehen konnten. Und natürlich hoffen, dass vielleicht der eine oder andere Wegeabschnitt noch dazu kommt.  (WoVo)