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11. September 2019

Neuling will in der Sachsenliga bestehen

Nach zahlreichen schweißtreibenden Trainingseinheiten ist es jetzt wieder soweit. Die neue Saison in der Volleyball-Sachsenliga hat begonnen. Aus dem hiesigen Landkreis gehen zwei Teams in dem Neunerfeld an den Start. Während es für die MH Metallprofil Volleys Dippoldiswalde erst am 28. September mit ihrem Duell beim amtierenden Landespokalsieger SV 04 Plauen-Oberlosa ernst wird, steht für Liganeuling Hainsberger SV an diesem Sonnabend auswärts das erste Meisterschaftsspiel an. Dann messen sich die Freitalerinnen ab 14 Uhr mit dem USV TU Dresden.

„Klar ist die Vorfreude groß, doch es spielt keine Rolle, ob das nun eine Premiere für uns ist oder ein ‚ganz normales‘ Ligaspiel“, sagt Hainsbergs Trainer Christian Straube vor dem ersten Pflichtspiel des HSV in der Sachsenliga.  „Aber natürlich sind wir sehr gespannt, was da diese Saison auf uns zukommt und inwiefern wir den neuen Herausforderungen und dem Druck der Liga standhalten können.“

Die Freitalerinnen sind erfolgsgewöhnt und stehen vor ihrer bisher größten Herausforderung. Der Landespokalfinalist der Vorsaison hatte zuletzt den dritten Aufstieg infolge perfekt gemacht, sich damit binnen drei Spielzeiten aus der Bezirksklasse in die höchste Liga im Freistaat katapultiert. In der Spielzeit 2017/18 hatte das Team das Double mit Bezirksmeisterschaft und Bezirkspokalsieg geholt und dann in der Vorsaison in der Sachsenklasse gleich den Durchmarsch geschafft. Als Neuling gewann Hainsberg 15 seiner 16 Partien.

Wie kam es zu dieser Dominanz? „Das kann man so pauschal nicht genau sagen, da spielen immer mehrere Faktoren mit rein und am Ende braucht man natürlich auch das Quäntchen Glück“, sagt Straube. „Ich denke aber – um mal zwei dieser Faktoren aufzugreifen -, dass unser sehr schnelles Spiel für viele unserer Gegner ein großes Problem war. Abgesehen davon hatten wir ein Team, das schon viele Jahre zusammengespielt hat, sich zusammen aus schweren Phasen kämpfen konnte und daran auch gereift ist. Da kannte jede die Schwächen und Stärken des anderen.“

In seine Premierensaison in der Sachsenliga geht der HSV nun aber mit einem stark veränderten Kader. Mit fünf Abgängen und sechs Zugängen hat die Mannschaft den größten Umbruch seit vier Jahren verzeichnet.  Das Team sei jedoch schon auf einem guten Weg. Und das, obwohl die Vorbereitung „nicht ganz so optimal verlief, wie wir uns das vorgestellt“ hatten.

„Leider musste aufgrund der Urlaubszeit oftmals mit dezimierter Spielerzahl trainiert werden. Das hat uns das Training teilweise sehr erschwert“, erklärt der Hainsberger Coach. „Die zwei absolvierten Testspiele haben uns zuletzt aber auch gezeigt, dass sich das Team während der Vorbereitungsphase gut entwickelt hat und wir dennoch zufrieden sein können. Nun heißt es, daran anzuknüpfen und weiterhin im Training Vollgas zu geben.“

Für den HSV gebe es in dieser Saison aber erst einmal nur ein Ziel – der Klassenerhalt. „Um dies zu erreichen, setzen wir den Fokus besonders auf unser Zusammenspiel im Team. Wir müssen wieder eine Einheit werden“, so Straube. „Gute Einzelleistungen der Spielerinnen sind da eine gute Voraussetzung, aber das allein ist nicht ausreichend.“

Nach dem Auftaktspiel beim USV TU Dresden müssen die Hainsbergerinnen zwei Wochen später noch einmal auswärts ran, bei Motor Mickten, ehe am 6. Oktober der erste Heimspieltag ansteht. Gegner in der Sporthalle in der Richard-Wolf-Straße sind Mitaufsteiger  SV 04 Plauen-Oberlosa und Fortschritt Lichtenstein II. Dass der HSV überhaupt dort Sachsenliga-Partien austragen darf, war zunächst nicht sicher.

Denn der Landesverband SSVB stellt in seiner Spielordnung gewisse Anforderungen an die Gegebenheiten der Halle, die von der jeweiligen Heimmannschaft erfüllt werden müssen. Unter anderem sei eine Deckenhöhe von sieben Metern an der niedrigsten Stelle Voraussetzung. Bei den Hainsbergern konnte dies zunächst aufgrund eines Trennvorhangs nicht ganz gewährleistet werden.

„Inzwischen ist das aber Problem gelöst, der Vorhang würde angehoben und auch sonst sind alle Voraussetzungen geschaffen“, erklärt Straube. „Angefangen von einem neuen Schiedsrichterpodest über eine neue Netztanlage und die Anzeigetafel, die jetzt eine bessere Sicht für die Zuschauer und die Schiris bieten.“ Somit stehe der Mission Klassenerhalt in der Sachsenliga nichts im Weg. (skl)