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8. November 2017

Nach 16 Jahren wieder Edelmetall bei Deutscher Meisterschaft für Pirnaer Lebensretter

Pirna / Hagen. Die Nachwuchs-Rettungsschwimmer vom Bezirk „Obere Elbe“ Pirna haben am zweiten Tag der 45. Deutschen Meisterschaften der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) an ihre Erfolge angeknüpft und auch bei den Staffelwettbewerben triumphiert. Auch im Team gewannen die elf- und zwölfjährigen Jungen mit Per Odrich, Vincent Wende, Riad Drekovic, Eric Niese und Christian Thorhauge die Silbermedaille. Sie mussten lediglich der Abordnung aus dem saarländischen Völklingen den Vortritt lassen. Bei einer Disziplin, der Rettungsstaffel über viermal 25 Meter, war die Mannschaft nicht nur den Siegern überlegen, sondern stellte im Westfalenbad Hagen mit 0:56,74 Minuten eine neue deutsche Bestmarke auf. Die Pirnaer verbesserten die bisherige Bestzeit um 2,26 Sekunden und stellten in Westfalen einen von insgesamt sechs neuen deutschen Rekorden auf.

Gleich zu Beginn der Wettkämpfe am Freitag hatte der elf Jahre alte Per Odrich aus Freital den Deutschen Vizemeistertitel errungen (wie berichtet). Sein Kompagnon Vincent Wende (12) aus Gohrisch hatte das Treppchen knapp verfehlt und war Vierter geworden. Beide Sportler konnten ihre Leistungen gegenüber den Sachsenmeisterschaften deutlich verbessern.

Die Freude bei der DLRG in Pirna ist groß: Denn die Mannschaft bescherte den Lebensrettern aus der Elbestadt mit ihren Leistungen nach 16 Jahren erstmals wieder Edelmetall bei einer Deutscher Meisterschaft. 2001 brachten die Pirnaer völlig überrascht dreimal Gold mit nach Hause. Das gewannen die damals 17-jährige Susanne Bagdahn aus Pirna und der damals 16-jährige Stefan Wegner aus Kurort Rathen sowie die Staffel der 15- und 16-jährigen Jungen. Mit ihren Silbermedaillen erzielten die Pirnaer Nachwuchs-Retter der Altersklasse 11 /12 ihr bislang bestes Ergebnis bei einer Deutschen Meisterschaft überhaupt, verrät die Statistik. Außerdem ist die DLRG „Obere Elbe“ Pirna erstmals in einer Disziplin deutscher Rekordhalter.

Im Gesamtklassement aller Teams machten die Pirnaer auch mit ihren Startern in der offenen Altersklasse der Männer einen Sprung nach vorn und landeten auf dem 22. Platz. Gegenüber dem Vorjahr machten sie 17 Plätze gut und platzierten sich im ersten Fünftel. „Es wird ungleich schwerer, diese Ergebnisse zu wiederholen“, sagt Norbert Kentsch. Der DLRG-Vizechef: „Die Rahmenbedingungen für leistungssportorientierte Sportler sind dafür einfach nicht ideal.“ Laut Kentsch solle auch nicht unter den Tisch fallen, dass „dieses Ergebnis neben unserem Hauptbetätigungsfeld Wasserrettung erzielt wurde!“ Dennoch haben sich die Nachwuchsrettungsschwimmer aus Pirna in diesem Jahr erstmals mit einem Trainingslager auf dem Rabenberg und zusätzlichen Trainingseinheiten auf den Saisonhöhepunkt noch intensiver vorbereiten können. Dabei hatte eine Stiftung aus der Schweiz sie unterstützt. Diese finanzierte nicht nur die Miete der Schwimmbahnen in der Sportschwimmhalle, sondern griff auch bei der Ausstattung den Schwimmern unter die Arme. „Dafür bedanken wir uns recht herzlich“, so Mannschaftstrainerin Imke Odrich. (Text: Daniel Förster/Fotos: DLRG Bezirk „Obere Elbe“ Pirna)