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18. September 2017

Deutscher Schützenbund: „Hohes Maß an bürgerschaftlichem Engagement“

PRESSEMITTEILUNG der 1. Schützengilde Freital „Sachsen 90“ e.V.

 

Die 1. Schützengilde Freital „Sachsen 90“ e.V. wird für „sportliche Integration“ zum Schützenhilfeverein des Monats September 2017 vom Bundesverband DSB ausgezeichnet. Als Vereinsmitglied Olaf Bär vor einigen Monaten spontan und uneigennützig eine Spendenbox für den Dresdner Verein „Sonnenstrahl“ mit in die Sportanlage an der Birkigter Straße brachte, ahnte er nicht, damit bundesweites Interesse zu wecken. Denn in der Sächsischen Schützenzeitung haben wir über das caritative Engagement kurz berichtet und gut. Dann wurde der Bundesverband der Sportschützen, der Deutsche Schützenbund (DSB) auf unseren Verein aufmerksam. Nun sind wir „Schützenverein des Monats“, berichtet die Deutsche Schützenzeitung in der aktuellen Ausgabe.

„Besonders, dass mit diesem Engagement ein Schützenverein wieder zeigt, dass wir uns in Nichts von anderen Vereinen, auch wenn unser Sportgerät kein Fußball ist, unterscheiden und uns der gesellschaftlichen Verantwortung bewusst sind!“, freut sich Kreisschützenmeister Roland Bäßler gemeinsam mit Wettkampfleiter Gunter Göhler vom Sportschützenkreis 5, worin gut 2500 Sportschützen rund um Dresden sportlich organisiert sind.

Doch noch einmal auf Anfang: Für die zwölfjährige Annalena ist es ein Neuanfang. Mit nur acht Jahren erkrankt sie 2013 an Leukämie. Im April ist Annalena 12 Jahre alt geworden und wie Ihr Papa nun Vereinsmitglied in der 1. Schützengilde Freital „Sachsen 90“ e.V. Ihr sehnlichster Wunsch ist es, im Schützenverein das Hobby mit ihrem Vater zu teilen. Jetzt darf sie es. Doch bis dahin war es ein schwerer Weg. (siehe PM vom 31.05.2017) Zum Schützenfest am 26. August klingelt noch einmal kräftig die Spendenbox für den Sonnenstrahl e.V. – auf 500 Euro freuen sich nun Kinder nach überstandener schwerer Krankheit auf ihrem Weg zurück ins Leben.

Auch für Vereinsmitglied Ines Prell ist die Wahl ein Ansporn und Auftrag zugleich. „Für unsere Schützlinge suchen wir momentan nach Spendern, um zeitgemäße Trainingsjacken, Sportschuhe und weitere Ausrüstung anschaffen zu können.“, erzählt die Trainerin einer Jugendgruppe – selbst aktive Sportschützin – sogar mit Bundesligaerfahrung und landesweit sehr guten Erfolgen. In der aktuellen Saison (der Landesliga) hat sie zuletzt den Titel mit dem Luftgewehr geholt.  Ein Gefühl von Olympia sollen Nachwuchssportler wie Annalena auch schon beim wöchentlichen Training bekommen. Immerhin haben die Freitaler Schützen in ihrer „Indoor-Anlage“ mit dem nun einsetzenden Herbstwetter keine Probleme. Auf sechs Bahnen können die Jungen und Mädchen auf 10 Meter ihre Trefferlage auch bei Schmuddelwetter perfektionieren. Und die Trainerin denkt schon über weitere Trainingszeiten nach. Denn nur ein Samstagvormittag reicht für die nun schon neun Sportler starke Nachwuchsgruppe schon lang nicht mehr. Doch hauptberuflich sind die Jugendbetreuer meist in ganz normalen Tätigkeiten fünf bis sechs Tage in der Woche beschäftigt. Alles läuft nur übers Ehrenamt für unzählige unbezahlte Stunden. „Aber das gute Gefühl dabei macht mir Mut“, lächelt Jugendtrainerin Prell und schaut dabei auf die mittlerweile zweite Spendenbox für den Sonnenstrahl.

„Der Verein ist wie eine soziale Tankstelle, ein soziales Netzwerk mit echten Menschen. Bei persönlichen Problemen und Notlage stehen die Vereinsmitglieder einander bei. Viele Vereinsmitglieder sind nicht nur wegen des Sportes, sondern gerade auch der sozialen Kontakte wegen im Verein.“ zeigt sich Annalenas Papa Olaf Bär dankbar für die entgegengebrachte Unterstützung, speziell bei der sportlichen Integration seiner Tochter. (Marco Klinger)

Weitere Informationen unter www.schuetzengilde-freital.de, www.sonnenstrahl-ev.org, http://saechsischer-schuetzenbund.de/aktuelles/schuetzenzeitung-aktuell/  und http://www.dsb.de/aktuelles/schuetzenzeitung/