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4. September 2017

Finale mit Emotionen

Bereits zum 23. Mal fand am Sonnabend das „Sportfest-Behinderte und Freunde“ des Kreissportbundes Sächsische Schweiz-Osterzgebirge statt. Eine gute Tradition wird damit fortgesetzt, die auch Heiko Weigel, Beigeordneter des Landkreises, in seiner Begrüßung lobend erwähnte. Schon am Einlass war die Vorfreude unter den Teilnehmern auf ihren sportlichen Tag deutlich zu spüren. Gleich zu Beginn übergab Uwe Kühnel, Vorsitzender des Lionsclubs Pirna, den Organisatoren einen Scheck in Höhe von 2.000 Euro zur Unterstützung der Veranstaltung. Diese Summe wurde  beim Birnen-Cup während des Pirnaer Stadtfestes eingenommen.

Danach gab es für die 285 Teilnehmer aus zehn Einrichtungen, Schulen und Vereinen mit einer gemeinsamen Erwärmung die richtige Einstimmung auf das Sportfest im Pirnaer Leichtathletikstadion „Am Kohlberg“. Das Wetter hatte auch ein Einsehen, der Regen blieb aus und zwischenzeitlich ließ sich sogar die Sonne sehen. So hatten alle Beteiligten beste Bedingungen für ihren sportlichen Tag.  Anschließend begannen die Turniere im Fußball und Ball über die Leine mit jeweils vier Teams. Wer nicht im Turnierbetrieb war, konnte sich an vielen anderen Stationen, die im Stadion aufgebaut waren, sportlich messen. Die erreichten Leistungen wurden auf einer Wertungskarte vermerkt.

Ob nun beim Lasergewehrschießen, Bank-Balancieren, Torwandschießen und leichtathletischen Disziplinen, überall wurde das Beste gegeben, oftmals auch mit Unterstützung der vielen Helfer und Betreuer. So hatte an diesem Tag auch jeder sein persönliches Erfolgserlebnis. Es ging auch nicht um Rekorde, sondern jeder sollte im Rahmen seiner Möglichkeiten seine Leistung erbringen.

Bevor das Sportfest mit der Siegerehrung zu Ende ging, kämpften noch einmal fünf Staffeln mit viel Geschick und Treffsicherheit bei der Hindernisstaffel um ein gutes Endergebnis.

Dann wurde es sehr emotional. Denn in diesem Jahr fehlte einer, der bisher alle vorherigen Sportfeste, entweder als Organisator oder Zuschauer miterlebte. Johannes Förster, der 1995 die Idee für die „Sportfeste-Behinderte und Freunde“ hatte, war im Januar dieses Jahres verstorben. Ihm zu Ehren und als Dankeschön für sein unermüdliches Engagement schickten die Teilnehmer und Helfer 300 bunte Luftballons in den inzwischen blauen Himmel. Dabei floss bei vielen seiner langjährigen Mitstreiter die eine oder andere Träne. Sein Heimatverein, der SV Fortschritt Pirna, stiftete zusätzlich einen Wanderpokal, der in diesem Jahr an die Heilpädagogische Schule Bonnewitz ging. Schatzmeisterin Christa Schlegel übergab den Sandsteinpokal.

Die Bundestagsabgeordneten Klaus Brähmig und Dr. André Hahn, Pirnas Oberbürgermeister Klaus Peter Hanke und Carola Querengässer von der Ostsächsischen Sparkassen Dresden nahmen anschließend die Siegerehrungen vor.

Als Sieger wurden die Hohwald-Werkstätten/SSC 2000 Neustadt (Fußball), die Dr. Pienitz-Förderschule Pirna (Ball über die Leine) und das Team 2 der Schule zur Lernförderung „Adolf Tannert“ Ehrenberg (Hindernis-Staffel) geehrt.

Aber keiner ging an diesem Tag leer aus: die Organisatoren und ihre Sponsoren hielten für alle Teilnehmer ein T-Shirt sowie eine Kleinigkeit der Bombastus-Werke Freital bereit. Gut gelaunt und mit einem Lächeln im Gesicht verließen die Teilnehmer das Stadion und werden sich sicher schon auf das Sportfest im nächsten Jahr freuen.

Ein Dankeschön für die tatkräftige Unterstützung geht an den Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, die Ostsächsische Sparkasse Dresden, das Detektivbüro Rabenstein, die GEVA Unternehmensgruppe, die adviconta Dr. Gischke GmbH, die AOK Plus, den Lionsclub Pirna, die Margon Brunnen GmbH, die Bombastus-Werke Freital und die Immobilien Service GmbH Pirna. Ein besonderer Dank gilt weiterhin den fleißigen Helfern von der Bildungsstätte für Gesundheit und Soziales ibfl e.V., des LSV Pirna, des ESV Lokomotive Pirna sowie des Sport Promotion Teams der Sportjugend des Kreissportbundes Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.

Zum Schluss möchten wir noch einmal den Begründer dieses Sportfestes zu Wort kommen lassen. Johannes Förster sagte vor zwei Jahren: „Wenn ich heute wieder diese Begeisterung sehe und überlege, wie wir damals mit unseren bescheidenen Mitteln angefangen haben und was nun daraus geworden ist, kann ich nur Danke sagen. Jeder Euro ist hier richtig angelegt.“ Dem ist nichts hinzuzufügen, außer auf Wiedersehen im Jahr 2018. (WoVo)

2 Fotoalben der Veranstaltung sind unter www.facebook.com/kreissportbund

vom 02. September 2017 zu finden.