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28. April 2017

Jugendbegegnung Bragin 2017

Pressemitteilung der Sportjugend Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

Zum elften Mal ging es für eine Sportdelegation der Sportjugend des Kreissportbundes Sächsische Schweiz – Osterzgebirge nach Bragin. Wir starteten am Mittwoch, den 19.04.2017, die lange Reise in die weißrussische Kleinstadt und kamen nach 21 Stunden Fahrt in Bragin an. Die Stadt liegt unweit von Tschernobyl, wo sich 1986 der Reaktorunfall ereignete. Durch dieses Ereignis ist die ruhige Stadt mit ihren umliegenden Dörfern stark geprägt. Nach der anstrengenden Fahrt konnten sich die Teilnehmer zunächst ausruhen, bevor wir am frühen Nachmittag von offiziellen Vertretern der Region Gomel begrüßt wurden. Im Anschluss besuchten wir die örtliche Gesamtschule und kamen mit unserer Partnersportschule und unserer Jugendgruppe ins Gespräch. Dabei konnten sich die Jugendlichen untereinander besser kennen lernen und wir verabredeten uns zu einem gemeinsamen Volleyball- und Fußballspiel.

Den Freitag nutzten wir für den Besuch der Sperrzone um Tschernobyl. In den Jahren zuvor konnten wir eine, evakuierte Stadt besichtigen und einen Eindruck davon bekommen was die Menschen hier aufgeben mussten. Es ist Jahr für Jahr ein sehr bewegender Moment sich durch den äußeren Rand der Sperrzone um Tschernobyl zu bewegen. Einer der Höhepunkte unseres Besuchs war am Abend der Empfang bei der Familie des Leiters der Kinder- und Jugendsportschule Bragin, Wolodja Korow, die uns ein tolles Abendessen bereitete. Dabei konnten die Jugendlichen Einblicke in das Leben einer weißrussischen Familie und deren Kultur erhalten.

Am Samstag besuchten wir Gomel, die zweitgrößte Stadt Weißrusslands. In Gomel angekommen, nahmen wir an einer Laufveranstaltung teil. Wir besichtigten im Anschluss das Olympische Sportzentrum, bekamen eine Führung durch die verschiedenen Sportanlagen und machten ebenfalls Station im Stadion des 1.FC Gomel der in der 1.weißrussischen Liga spielt. Den Nachmittag nutzen wir wieder zum Austausch mit unserer Partnersportschule und verschiedenen Spielen.

Höhepunkt der Jugendbegegnung war am Sonntag, der Gedenklauf zu Ehren der Opfer der Reaktorkatastrophe die sich vor 31 Jahren ereignete. Auf einer Strecke von 5 bzw. 10 Kilometern gaben die Sportler aus Pirna gemeinsam mit 250 Läufern aus Weißrussland ihr Bestes.

Es war eine eindrucksvolle Erfahrung, eine andere Kultur kennen zu lernen, bei der uns die Menschen, mit sehr viel Gastfreundschaft begegneten. Im Oktober wird die Sportjugend wieder eine Delegation aus Weißrussland zum WGP-Citylauf in Pirna einladen und neben dem Sport auch die geschlossenen Freundschaften weiter pflegen. (MH)