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14. November 2016

Durchwachsener Saisonauftakt für SSV-Faustballer

ssv-heidenau-2-_halle-2016-17Selten sind die Heidenauer Mannschaften so unterschiedlich in eine Spielzeit gestartet. In eigener Halle begeistern konnte das Frauen-Team, das sich gegen die SG Waldkirchen ebenso zwei Mal durchsetzen konnte (11:7, 11:5 und 11:5, 11:7) wie gegen den SV 1861 Groitzsch (5:11, 11:9, 11:5 und 11:6, 11:8). So rangiert man nach den ersten vier Spielen verlustpunktfrei auf einem sehr guten zweiten Tabellenrang.

Auf dem 3. Platz liegt nach diesem Wochenende die männliche Jugend U18 in der sächsischen Oberliga. Knapp in 2:1 Sätzen, aber letztlich verdient, gewann man die Partien gegen Lok Schleife (11:8, 6:11, 11:7) und den FSV 1911 Hirschfelde (3:11, 11:7, 11:3). Lediglich der SV Kubschütz war mit U18-Weltmeister Kai Mörbe eine Nummer zu groß (3:11, 6:11).

Bei den Männern konnte nur einer der beiden Kader die Erwartungen erfüllen. So gewann die zweite Mannschaft, amtierender Deutscher Hallen-Meister in der Altersklasse Ü45, seine beiden abteilungsinternen Begegnungen 145 Tage vor der Heim-DM glatt in zwei Sätzen (11:6, 11:6 und 11:9, 11:9). Die Erste startete zwar furios mit einer 5:0-Führung und starken Spielzügen in das erste Duell. In die eigene Angabe gezwungen, war der Zauber jedoch schnell vorbei. Der Hauptangreifer konnte fortbildungsbedingt nur für die letzten Sätze des Spieltages anreisen. Davor war er nicht zu ersetzen.

Gegen die überraschend starken Gäste aus Groitzsch gelang der Zweiten unerwartet nur ein Sieg. Nach dem 2:0 (11:6, 11:7) im Hinspiel musste man sich in der Rückrunde 1:2 (5:11, 11:3, 7:11) geschlagen geben. Ohne Punkterfolg blieb hingegen Team 1, das jeweils 0:2 (7:11, 8:11 und 9:11, 9:11) unterlag.

Das Phänomen, dass eine erste Mannschaft der zweiten unterliegt, wird für Außenstehende nur bedingt nachvollziehbar sein. Dabei können die Hintergründe kaum anderes erwarten lassen. Nur 2 von 5 Abwehrspielern sind derzeit verletzungsfrei. Zwei sind langfristig nicht spielfähig. Ein dritter läuft seit einem Jahr mit Schmerzen auf. Hinzu kommt, dass es einem nervösen Angriff leider zu selten gelingt, vielversprechende Trainingsleistungen auch in vermeintlichen Drucksituationen abzurufen. Auch lassen die Spielzüge keine taktischen Vorgaben erkennen, die konsequent umgesetzt werden. Nicht zuletzt ist festzustellen, dass eine junge erste Mannschaft andere Trainingsschwerpunkte benötigt als die gelebten der routinierten Zweiten. (Martin Leichsenring)