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8. November 2016

Deutsche Hochschulmeisterin und Aufstieg in die 1. Liga

stefanie_hamannPressemitteilung des VSG Pirna e.V.

Ein erfolgreiches Wochenende liegt hinter dem VSG Pirna. Stefanie Hamann (Foto) konnte am Freitag in Chemnitz den Titel der Deutschen Hochschulmeisterin im Mehrkampf feiern. Am Samstag gewann die gebürtige Dresdnerin dann auch noch den Bodentitel. Die ehemalige Kunstturnerin vom DSC Dresden kam vor reichlich einem Jahr als Trainerin nach Pirna, um die Spitzenturnerinnen des Vereins zu trainieren. Ihr gefiel es im Verein so gut, dass sie nun auch als Turnerin für Pirna an den Start geht. „Es ist ein super Zusammenhalt hier beim VSG Pirna. Bei den Sportlern und auch bei den Trainern. Das hat mich überzeugt.“

Mit ihrem Erfahrungsschatz aus dem Leistungssport ist sie ein echter Gewinn für den Verein. Nach der abgelaufenen Sperrzeit, die bei jedem Vereinswechsel ansteht, konnte sie nun am Sonntag auch die Frauenmannschaft des VSG Pirna im Kampf um den Aufstieg in die zweite Liga unterstützen. Diese Unterstützung kam wie gerufen, da sich eine der Leistungsträgerinnen krank meldete. So traten Cora und Luise Flick, Carolin Fraude, Luise Lipp und Stefanie Hamann nur zu fünft den Wettkampf an. Dieser begann recht solide am Boden. Am Sprung waren die Wertungen des Kampfgerichtes etwas niedrig. Der Stufenbarren der als nächstes auf dem Programm stand, war in den letzten Wettkämpfen das Paradegerät der Pirnaer. Die gezeigten Übungen waren wieder einmal gut, die Kampfrichter etwas knausrig und Luise Lipp stürzte so sehr, dass sie den Wettkampf abbrechen musste. So gingen die verbliebenen vier Wettkämpferinnen als letztes an den Zitterbalken und wussten, dass sie sich keinen Fehler leisten durften, um den Aufstiegsplatz zu erreichen. Mit vier sehr gut durchgeturnten Übungen und der Höchstwertung des Tages von 14,65 Punkten von Stefanie machten die Mädels den Sack zu und wurden am Ende verdient Erster mit insgesamt 197,30 Punkten. Damit stehen die Frauen vom VSG Pirna nächstes Jahr in der zweiten Landesliga. Das Ziel ist klar definiert: „Wir wollen ganz oben mitmischen!“.

Dort werden die Kinder des VSG nächstes Jahr schon sein. Letztes Jahr hatte die Mädchenmannschaft den Aufstieg in die erste Liga knapp verpasst. Dieses Jahr wollten sie nochmals angreifen. In der Vorrunde erreichten sie den zweiten Platz und sicherten sich somit einen Relegationsplatz. Am Sonntag war nun das Ziel Platz 1 oder 2. Für Turnerinnen und Trainer war dies eine große Herausforderung, zumal noch nicht alle die Anforderungen der Leistungsklasse III voll beherrschen. Angeführt von der amtierenden Sachsenmeisterin Oda Diestel ging die Mannschaft zunächst an den Stufenbarren. Frieda Marschke, mit 10 Jahren die jüngste Turnerin präsentierte erstmal im Wettkampf eine volle LK III Übung, ebenso wie ihre Vereinskameradin Milène Fischer. Beide haben sich an diesem Gerät wacker geschlagen. Selina Kutzner konnte ihren Abgang nicht korrekt austurnen, so dass hier wichtige Punkte verloren gingen. Topleistungen dagegen wieder von Natalie Zimmermann und Oda Diestel. Am Balken griff dann Neele Malaßa ins Wettkampfgeschehen ein. Drei fehlerfreie und gute Übungen gingen in die Wertung ein, leider aber auch ein Sturz. Weiter ging es an den Boden, an dem die Trainer immer wieder Reserven feststellen. Solide schöne Übungen wurden von allen fünf Starterinnen gezeigt und wichtige Punkte gesammelt. Als letztes ging es dann an den Sprungtisch. Alle Starterinnen zeigten gute Sprünge, die Trainer waren zufrieden. Am Ende hieß es abwarten, was die erreichten 192,80 Punkte bringen würden.

Bei der Siegerehrung war dann der Jubel groß, die Kindermannschaft des VSG Pirna musste sich einzig dem ehemaligen Heimatverein von Stefanie Hamann geschlagen geben. Der Aufstieg war perfekt. Somit sind die Turnerinnen drei Jahre nach Gründung des Vereins in der obersten Klasse in Sachsen mit dabei. „Das war unser Ziel und wir sind sehr glücklich, dass es so klar geklappt hat“ meint Vereinsvorsitzende Dr. Grit Reimann. Im Jahr 2013 hatten die TurnerInnen um Grit Reimann den VfL Pirna-Copitz verlassen, um einen eigenen Verein zu gründen. Damit verloren sie aber die Startplätze in der ersten Landesliga und mussten ganz unten beginnen. Der VfL hatte die Startplätze nicht genutzt, so dass kein Pirnaer Verein in der höchsten Landesliga turnte. Nun sind die Pirnaer zurück.

Die Wettkampfsaison ist mit diesem Wettkampf beendet, die Kinder und Jugendlichen üben und trainieren jetzt schon fleißig für das Schauturnen am ersten Februarwochenende. Dann werden die Zuschauer sowohl von der Sachsenmeisterin Oda Diestel als auch der amtierenden deutschen Hochschulmeisterin Stefanie Hamann und all den anderen Turnerinnen und Turner des Vereins im Berufsschulzentrum turnerisch verzaubert werden. (Frank Höppner)