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20. Oktober 2016

Christian Dahms: Konsequente Reform, aber auch sächsische Wege

LSB-Slogan-web600Pressemitteilung des Landessportbundes Sachsen e.V.

Christian Dahms, Generalsekretär des Landessportbundes Sachsen, hat angesichts der laufenden Diskussionen um eine Neustrukturierung des deutschen Leistungssports die konsequente Umsetzung der DOSB-Reform befürwortet, sich aber gleichzeitig für einen sächsischen Weg bei der Neuausrichtung im Freistaat ausgesprochen.

„Eine Leistungssportreform für Deutschland ist ohne Zweifel notwendig und wir unterstützen den Prozess unter Führung von DOSB und BMI. Wir müssen trotzdem schauen, dass wir Rücksicht nehmen auf die besondere sächsische Sportartenvielfalt und die Prozesse im Sinne einer erfolgreichen Nachwuchsentwicklung, die wir in Sachsen bereits in den vergangenen Jahren in Zusammenarbeit mit verschiedenen Akteuren auf den Weg gebracht haben“, sagte Christian Dahms, „diese Auffassung wird vor allem auch von unseren Partnern im sächsischen Innenministerium unterstützt.“

„Leider können im Moment noch keine definitiven Aussagen zur künftigen Struktur der sächsischen Olympiastützpunkte oder der Verteilung von Bundesstützpunkten im Land treffen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt muss für 2017 kein Verband in Sachsen befürchten, ohne Förderung dazustehen. Wie sich eine zukünftige sächsische Förderung ab 2018 gestaltet, werden wir nach Abschluss der DOSB-Neuausrichtung in unseren Gremien gemeinsam mit dem SMI beraten. Wir haben mit unserem erfolgreichen Leistungssport-Förderkonzept in der Vergangenheit sächsische Wege bei der Sportförderung gefunden und werden diese auch in Zukunft finden“, so Dahms. Der Landessportbund Sachsen habe außerdem bereits einige Impulse für eine weitere positive Entwicklung des Nachwuchsleistungssports im Freistaat gesetzt, die letztlich die notwendige Basis für künftige Erfolge im Spitzensport bilden.

„Mit unserem flächendeckenden Netz von Regionaltrainern und Regionalkoordinatoren haben wir mit Landesunterstützung bereits ein Sichtungs- und Unterstützungssystem etablieren können, wie es derzeit einmalig und beispielhaft in Deutschland ist. In Kooperationen mit Hochschulen wie der TU Dresden, Freiberg oder der Hochschule Mittweida sind wir auf einem sehr guten Weg, die Möglichkeiten für eine duale Karriere unserer Spitzensportler zu verbessern. Und letztlich gibt es mit der Akademischen Trainerausbildung an der Sportwissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig die bundesweit einzige universitäre Ausbildung von Trainerpersonal. Gut qualifizierte Trainerinnen und Trainer sind ein wichtiger, wenn nicht gar der Schlüssel für den Erfolg unseres Leistungssportsystems und dieser Reform – insofern hat Sachsen einige Eckpunkte zum Gelingen der Leistungssportreform beizutragen“, sagte der LSB-Generalsekretär.