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18. Januar 2016

Abstieg nach Fünf-Satz-Krimi im Hallen-Faustball

Matthias Zirr im Angriff - Bild Martin LeichsenringMit drei gewonnenen Sätzen, aber ohne Punktgewinn ist das Bundesliga-Team der Heidenauer Faustballer vom letzten Auswärtsspieltag dieser Saison zurückgekehrt. Damit verpasste man den erhofften Sieg und steht nun vorzeitig als Absteiger in die Oberliga Sachsen fest. Nachdem im vergangenen Jahr noch der Klassenerhalt durch den Aufstieg der zweiten Mannschaft gelungen war, wird man in 2016 auf diesen Weg verzichten.
Trotz der Neuausrichtung des Trainingsbetriebes zu Beginn der Spielzeit ist es nicht gelungen, mit verjüngter Mannschaft im rauen Zweitliga-Alltag Fuß zu fassen. Fehlende Konstanz und Durchschlagskraft, aber auch Verletzungspech sind dafür nur einige Gründe. Dass die beiden Heidenauer Hauptangreifer durch Schichtarbeit und eine relativ weit von Heidenau entfernte Arbeitsstätte nicht alle der insgesamt drei Trainingseinheiten pro Woche bestreiten konnten, ist sicher außerdem anzuführen. So wird zwar auch in den nächsten Jahren in der Stadt leistungsorientiert Faustball gespielt werden. Dann aber zunächst nur im sächsischen Oberhaus. Ob perspektivisch von der Deutschen Faustball-Liga eine Regionalliga unter der 2. Bundesliga installiert wird, ist gegenwärtig in Diskussion. So sie denn kommt, wäre eine Rückkehr in den überregionalen Spielbetrieb mit einer dann gefestigteren Mannschaft nicht uninteressant.
Am Samstag musste das Team die Auftaktbegegnung in Augsburg gegen den gastgebenden TVA mit 1 : 3 (10:12, 8:11, 11:9, 8:11) abgeben. Direkt im Anschluss ging man gegen die Reserve des MTV Rosenheim über die maximal mögliche Distanz von fünf Sätzen. Nachdem sich im ersten Durchgang die Bayern mit einem 11:7 durchsetzen konnten, hatte der SSV beim 11:9 im zweiten Satz das bessere Ende auf seiner Seite. Spielabschnitt drei gestaltete sich danach bis zum 6:7 aus Heidenauer Sicht ausgeglichen, ehe Rosenheim mit vier Punkten in Folge erneut in Führung ging. Heidenau aber kämpfte und sah sich in Durchgang vier beim Stand von 6:6 weiter auf Augenhöhe. Mit einer eigenen Serie von fünf Zählern zwang man den MTV in den Entscheidungssatz. In diesem wechselte der SSV mit einer 6:5-Führung im Rücken die Seite. Die Mannschaft glaubte an den Sieg, Rosenheim aber punktete. Nach zwei Fehlern im Heidenauer Angriff beendete der MTV schließlich eine auf mäßigem Niveau geführte Partie mit einem Ass zum enttäuschenden 2 : 3 (7:11, 11:9, 6:11, 11:6, 7:11). (Text und Foto: Martin Leichsenring)