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16. April 2015

LSB-Präsident Franzen: „Zu wenig Investitionen in die sportliche Zukunft“

LSB-Slogan-web600Pressemitteilung des Landessportbundes Sachsen e.V.
Der Landessportbund Sachsen (LSB) freut sich über mehr Geld für den Nachwuchsleistungs- und Breitensport, zeigt sich aber enttäuscht über die Höhe der im Koalitionsentwurf für den Doppelhaushalt 2015/16 festgeschriebenen Mittel für die Förderung von Bau und Erhalt von Sportstätten in Sachsen.
„Sollte der Landtag diesem Entwurf folgen, würde dies ein Rückgang der investiven Sportförderung gegenüber dem vorherigen Haushalt um 14 Millionen Euro bedeuten. Dies in einer Situation, in der ein Investitionsstau an sächsischen Sportstätten in Höhe von mehr als 500 Millionen Euro allseits anerkannt ist – und dies in einer Situation, in der sich Deutschland mit Hamburg um Olympische Spiele und Paralympics 2024 bewerben möchte. An dieser Stelle wird zu wenig in die sportliche Zukunft unseres Landes investiert“, stellte LSB-Präsident Ulrich Franzen klar.
Der Landessportbund Sachsen hatte vor und nach der Landtagswahl 2014 eine Vielzahl sportpolitischer Gespräche geführt, auch um unter anderem für eine Fortführung der investiven Sportförderung auf dem bisherigen Niveau zu werben. Die Koalitionsfraktionen erhöhten kürzlich den ursprünglichen Regierungsentwurf für die Investivförderung noch einmal um insgesamt 10 Millionen Euro, auf geplante 18 Millionen Euro im Jahr 2015 und 22 Millionen Euro für 2016. Die Mittel liegen damit aber immer noch deutlich unter den jeweils 27 Millionen Euro für Sportstätten in den Jahren 2013 und 2014. Der Landtag muss diesen Plänen noch zustimmen.
Erfreulich ist aus LSB-Sicht dagegen die Erhöhung der konsumtiven Sportförderung über den Zuwendungsvertrag mit dem Innenministerium (SMI) auf jährlich 19,6 Millionen Euro im gleichen Zeitraum. „Wir danken dem SMI für eine sehr sachorientierte und intensive Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren und allen Landespolitikern für ihr Vertrauen. Damit stehen so viele Mittel für die konsumtive Förderung des Breiten- und Nachwuchssportes für den Landessportbund Sachsen und seine Mitgliedsorganisationen zur Verfügung wie noch nie“, so Ulrich Franzen.
Die zusätzlichen Mittel sollen – anders als von den Koalitionsfraktionen in einer Medieninformation zuletzt kommuniziert – nicht an die Vereine gehen, sondern über die Landesfachverbände im Projekt „Talententwicklung“ (TEW) für eine bessere Entlohnung der im sächsischen Nachwuchsleistungssport tätigen Trainer sowie den Ausbau des Regionaltrainer-Netzes in Anknüpfung an das Projekt „KOMM! in den Sportverein“ eingesetzt werden. Klar gestellt werden muss auch, dass mit dem Mehr von jährlich einer Million Euro keine Erhöhung der Mittel für die Sportjugend Sachsen verbunden ist.