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30. März 2015

Anerkennung für erfolgreiche Arbeit, Staffelstab-Wechsel und Unterstützung für Olympia 2024

LSB-Slogan-web600Pressemitteilung des Landessportbundes Sachsen e.V.
Der Hauptausschuss des Landessportbundes Sachsen ist letzten Freitag in Leipzig zu seiner turnusmäßigen Tagung zusammengetroffen. LSB-Präsident Ulrich Franzen stellte seinem Bericht an die Delegierten seine Freude über die erfolgreiche Organisationsentwicklung mit mehr als 12.000 neuen Mitgliedern in den vergangenen zwölf Monaten voran. Er dankte dafür allen Übungsleitern, ehrenamtlichen Trainern und Vereinsfunktionären wie auch den anwesenden Vertretern der Sportbünde und Fachverbände. Genauso wichtiges Kriterium für den Landessportbund Sachsen und das Image des Sports im Freistaat seien die leistungssportlichen Erfolge, die sächsische Spitzenathleten auch im vergangenen Jahr eingefahren hätten. Sächsische Leistungssportler erreichten nach wie vor überdurchschnittliche Ergebnisanteile in Bezug auf die bundesdeutsche Gesamtbilanz.
Der Präsident berichtete über eine Vielzahl sportpolitischer Gespräche vor und nach der Landtagswahl 2014. Die Premiere eines sehr umfangreichen Kapitels für den Sport und zahlreiche Erwähnungen auch in anderen Kapiteln darüber hinaus im Koalitionsvertrag seien ein guter Erfolg und Grundlage für diese Legislatur. Dank einer sehr sachorientierten und intensiven Zusammenarbeit mit dem SMI und dem Vertrauen, das der Sport im Landtag besitzt, sei der Zuwendungsvertrag über die konsumtive Förderung des Breiten- und Nachwuchssportes in Höhe von jeweils 19,6 Millionen Euro für die Haushaltsjahre 2015 und 2016 bereits im vergangen Jahr unterzeichnet werden. „Damit stehen so viele Fördermittel wie noch nie für den Landessportbund Sachsen und seine Mitgliedsorganisationen zur Verfügung“, so Ulrich Franzen, „das ist für uns alle ein großer Erfolg.“
Der LSB-Präsident legte in seinem Bericht einen besonderen Schwerpunkt auf die Asyl- und Zuwanderungspolitik. Der organisierte Sport habe in diesem Prozess viel beizutragen. „Viele sächsische Sportvereine lassen wie selbstverständlich und völlig geräuschlos Asylsuchende, vor allem Kinder und Jugendliche, an ihren Sportangeboten teilhaben und integrieren sie. Das verdient unsere höchste Anerkennung. Der Landessportbund Sachsen möchte Sie erneut ausdrücklich dazu ermuntern, sich Asylbewerbern und Flüchtlingen zu öffnen und die integrative Kraft des Sports zu nutzen. Sport ist eine weltweite Sprache und kann ein Stück Normalität und Vertrautheit für die vor Krieg, Not und Elend Geflüchteten bieten. Diese sind andererseits aber auch eine Entwicklungschance für jeden Verein“, machte Ulrich Franzen klar. Mit der Übernahme des Versicherungsschutzes für alle Asylbewerber und Flüchtlinge habe der Landessportbund Sachsen dafür seit Jahresbeginn den notwendigen Rahmen gesetzt.
Eine weitere, besondere Zukunftsherausforderung für den organisierten Sport sei die Frage nach künftigem ehrenamtlichen Nachwuchs. In der Engagementförderung müssten dafür neue Wege gegangen werden. Sportvereine und -verbände, aber auch die Politik seien gefordert, Wünsche, Ansprüche und Erwartungen Engagierter und an Engagement interessierter Menschen noch mehr zu berücksichtigen. Arbeitgeber müssten ehrenamtliches Engagement als weitere Entwicklungsmöglichkeit für ihre Mitarbeiter begreifen. Es müsse gelingen, Ehrenamtliche in ihren Kompetenzen zu stärken, Bürokratie von ihnen fern zu halten und positive Rahmenbedingungen für Qualifizierungsmöglichkeiten zu schaffen. Eine angemessene Anerkennungskultur gehöre unabdingbar dazu. Das Präsidium habe das Thema Engagemententwicklung als einen besonderen Arbeitsschwerpunkt für das neue Geschäftsjahr formuliert.
Ulrich Franzen nutzte die Gelegenheit, sich bei Generalsekretär Ulf Tippelt für seine mehr als 24 Jahre lange, engagierte Arbeit an der hauptamtlichen Spitze des Landessportbundes Sachsen zu bedanken. Tippelt wechselt in der kommenden Woche ins Amt des Direktors am Institut für Angewandte Trainingswissenschaft. „Wir sehen deinem Wechsel mit einem kleinen lachenden aber auch einem großen weinenden Auge entgegen. Wir – und ich glaube, ich spreche im Namen aller Anwesenden – danken dir für deine sehr gute Arbeit und Dein großes Engagement und wünschen Dir bei deiner neuen beruflichen Herausforderung alles Gute“, sagte der LSB-Präsident.
Der Hauptausschuss genehmigte einstimmig den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2014 und gewährte dem LSB-Präsidium damit für diesen Zeitraum Entlastung. Der Etat für 2015 wurde ebenso einstimmig bestätigt.
Thematischen Schwerpunkt der Hauptausschusstagung bildete die Bewerbung Deutschlands mit Hamburg um die Olympischen und Paralympischen Spiele 2024. DOSB-Vorstandsvorsitzender Michael Vesper machte in seiner Präsentation den Wert dieser Bewerbung für den Sport und für Deutschland deutlich: „Wo man Olympische Spiele austragen will, dort strengt man sich für den Sport an, um letztlich dann auch vorn dabei zu sein.“ Er lobte das Konzept der Hansestadt und machte deutlich, dass es nur erfolgreich sein wird, wenn ganz Deutschland hinter der Bewerbung steht. LSB-Präsident Franzen erklärte die Unterstützung des Landessportbundes Sachsen. „Wir Sachsen sind ein sehr sport- und vor allem auch ein sehr leistungssportbegeistertes Völkchen und damit ein attraktiver Teil von Sportdeutschland. Bitte nehmen Sie uns bei Ihren Planungen mit und beziehen Sie uns ein“, gab er Vesper mit auf den Weg.