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24. Februar 2015

SSV Heidenau 2. sichert sich Aufstiegsticket zur 2. Bundesliga

SSV Heidenau 2. gewinnt Sachsenmeisterschaft im FaustballUnterpfaffenhofen/München: Am vergangenen Wochenende reiste das Team vom SSV Heidenau 2 zu den Aufstiegsspielen zur 2. Bundesliga Süd im Hallenfaustball in die bayerische Landeshauptstadt. Als sächsischer Titelträger traf der SSV auf die Landes- und Vizemeister der Turnverbände Bayern, Baden-Württemberg und den zweiten sächsischen Vertreter vom SV Kubschütz. Der Thüringer Landesverband stellte (wieder einmal) trotz sportlicher Qualifikation keinen Vertreter.

Die Vorzeichen für die Mission Aufstieg standen nach einer bisher perfekten Saison mit dem Titel des Süddeutschen Männer 35+ Meisters und der einhergehenden Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft und des Oberligachampions eigentlich nicht schlecht. Dennoch musste der kurzfristige Ausfall der etatmäßig zum Team gehörenden Torsten und Holger Martin erst einmal verkraftet werden.

Im Eröffnungsspiel der Gruppe A standen sich der TV Waldrennach 2 und der SV Kubschütz gegenüber. Völlig überraschend setzten sich die stark aufspielenden Sachsen um Spielführer Marko Pech mit 3:2 Sätzen (11:4 / 7:11 / 11:13 / 11:6 / 4:11) gegen den württembergischen Meister durch.

Im 1. Spiel der Gruppe B gewann der favorisierte Gastgeber vom TSV Unterpfaffenhofen gegen den TSV Calw mit 3:1 Sätzen (2:11 /11:6 / 11:7 / 11:4).

Der 3. Durchgang war wieder der Gruppe A vorbehalten. Der sächsische Vizemeister vom SV Kubschütz konnte seine an diesem Tag überragende Form noch weiter ausbauen. Das Angriffsduo um Dominic Döcke und Paul Woite spielte sich in einen wahren Rasch. Trotz zum Teil sehr knapper Satzverläufe (10:12 / 9:11 / 9:11) sicherten sich die Randbautzener nicht nur den 3:0 Spielgewinn, sondern auch als Gruppenerster eine hervorragende Ausgangsposition für das Halbfinale.

In Spiel vier des Tages wurde es für den SSV Heidenau ernst. Das Spiel der Generationen zwischen dem Süddeutschen AK18 Meister ergänzt um den zweitligaerfahrenden Schlagmann Bernd Bodler (TV Unterhaugstett) und dem Süddeutschen AK35+ Meister aus Heidenau fing für die Sachsen alles andere als gut an. Mit 11:8 ging der 1. Satz im Eiltempo an den TSV Calw. Auch in Satz 2 merkte man den Männern um Spielführer Uwe Jänichen noch die chaotische Anreise mit zahlreichen Staus über 550 Kilometer und einer Fahrtzeit mit 6,5 Stunden an. Wieder siegten die Württemberger mit 11:9. Als Calw in Satz 3 mit 5:3 in Führung ging, waren die Messen auch bedingt durch das Ergebnis zwischen Calw und dem Gastgeber fasst gelesen. Doch Heidenau kämpfte jetzt, auch wenn spielerisch noch nicht viel zusammen lief. Mit einer Energieleistung setzten sich die Randdresdner mit 11:6 durch. Da auch Satz 4 an den SSV mit 11:7 ging, musste nun der Entscheidungssatz her. Wieder verschlief der SSV Heidenau den Start und lag schnell mit 4:1 in Rückstand. Doch dann drehte die Partie. Angeführt von einer immer sicher stehenden Abwehrreihe um Lars Vogt und Torsten Stimper konnte nun Uwe Jänichen immer besser ins Spiel gebracht werden. Mit 11:9 war dann der 3:2 Sieg eingefahren und der TSV Calw aus dem Aufstiegsrennen geworfen.

In Gruppe A sicherte sich im Duell der Bundesligareserven der TV Augsburg das Ticket für das Halbfinale durch einen 3:0 Sieg (11:6 / 13:11 / 11:7) gegen den TV Waldrennach.

Im letzten Spiel der Gruppenphase traf der Gastgeber auf den SSV Heidenau. Im Hexenkessel von Unterpfaffenhofen, der mit 300 Zuschauern sehr gut gefüllt war, musste nun der SSV Farbe bekennen. Das gelang anfangs sehr gut. Mit 11:8 konnte Satz 1 gewonnen werden. Doch Unterpfaffenhofen wurde angefeuert durch die Zuschauer immer stärker und sicherte sich Durchgang 2 verdient mit 11:6. Als in Satz 3 Heidenau 5:3 führte, sah es nach einer erneuten Satzführung für die Sachsen aus. Aber Unterpfaffenhofen steigerte sich noch einmal und mit 8 Punkten in Folge gingen die Bayern mit 2:1 in die Satzführung. Der SSV stellte noch einmal sein Spielsystem um. Für den noch mit Fieber eingesetzten Andreas Beer rückte Lars Vogt in den Angriff und Harald Kaiser in die Abwehrreihe. Trotz 8:5 Führung reichte es für die Sachsen wieder nicht zum Satzgewinn. Mit 11:8 sicherte sich Unterpfaffenhofen nicht nur den 3:1 Sieg, sondern auch den Gruppensieg.

Mit den Partien TV Augsburg 2 gegen TSV Unterpfaffenhofen und SV Kubschütz gegen SSV Heidenau 2 ging es am Sonntag in die Halbfinalspiele, deren Sieger sich die 2 Tickets für den Aufstieg in die 2. Bundesliga sichern sollten.

Nach den überragend eingefahrenen zwei Gruppensiegen ging der SV Kubschütz als Favorit in das sächsische Duell mit dem SSV Heidenau. Die ambitionierten Randbautzener vertrauten auf die Startfünf um Dominic Döcke, Paul Woite im Angriff, Marko Pech und Torsten Josinger in der Abwehr sowie dem Exheidenauer Ronald Hoffmann im Zuspiel. Für Heidenau ging es mit Uwe Jänichen, Andreas Beer im Angriff, Lars Vogt und Torsten Stimper in der Abwehr und Dirk Hocher im Zuspiel ins Sachsenduell. Beiden Mannschaften merkte man den Respekt vor dem Kontrahenten an. Kubschütz, motiviert durch den perfekten Samstag, fand besser in Satz 1. Mit einer ständigen Führung im Rücken gewann der SV Kubschütz den 1. Durchgang 12:10. Bis Mitte des 2. Satzes fand Heidenau einfach kein Mittel gegen die präzisen Angaben von Dominic Döcke. Aber auch das gewohnt sichere Leinenspiel der Heidenauer Angriffsreihe wurde durch zahlreiche Blocks von Paul Woite immer wieder vor unlösbare Aufgaben gestellt. Beflügelt von der eigenen Leistung waren es aber die Nerven, welche den Kubschützern einen Strich durch die Rechnung machten. Heidenau spielte in Satz 2 bis zum 5:5 nur mit, um dann auf 11:5 davon zu ziehen. Auf einmal hatte sich das Blatt gewandt. Heidenau kam durch den immer besser aufgelegten Spielführer Uwe Jänichen besser ins Spiel. Aber auch die Heidenauer Abwehrreihe steigerte sich nun von Spielzug zu Spielzug. Die gefürchteten kurzen Aufschläge der Kubschützer wurden nun ein ums andere Mal durch Dirk Hocher abgefangen und mit eigenen Punkten veredelt. Mit 11:7 siegte Heidenau in Durchgang 3. Mit dieser Satzführung im Rücken wollte nun Heidenau den Sack zu machen. Aber Kubschütz, die nun mit Ronald Hoffmann im Angriff spielten, kämpften verbissen. Wieder waren es sehr gute Aufschläge, welche dem SV Kubschütz auf 7:4 davon ziehen liesen. Aber Heidenau mobilisierte noch einmal alle Kräfte und glichen beim 8:8 aus. In der Satz- und somit Spielentscheidung hatte Heidenau das Glück auf seiner Seite. Mit 11:9 siegte der SSV nicht nur in Satz 4, sondern sicherte sich auch das Ticket für den Aufstieg in die 2. Bundesliga.

Als der letzte Ball gespielt war, lagen sich die Heidenauer fix und fertig, aber auch freudestrahlend in den Armen. Wieder einmal hatte sich die Reise nach Unterpfaffenhofen gelohnt.

Im zweiten Halbfinale setzten sich die Gastgeber vom TSV Unterpfaffenhofen gegen den TV Augsburg 2 mit 3:0 (13:11 / 11:5 / 12:10) durch und folgten den Sachsen in die 2. Bundesliga.

Das Finale wurde aufgrund des Spielmoduses und der Qualifikation von Heidenau und Unterpfaffenhofen nicht mehr gespielt.
An dieser Stelle möchte ich mich stellvertretend für den SSV Heidenau bei dem Gastgeber, den phantastischen und steht‘s fairen Zuschauern und unseren Sponsoren bedanken.
Den Aufstiegshelden Uwe Jänichen, Andreas Beer, Torsten Stimper, Harald Kaiser, Lars Vogt, Dirk Hocher und Andreas Sawusch einen herzlichen Glückwunsch. (Dirk Hocher)