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19. Januar 2015

Heidenauer Faustballer krönen sich zum Sachsenmeister

SSV Heidenau 2. gewinnt Sachsenmeisterschaft im FaustballHeidenau. Gestern fand in Heidenau die Finalrunde der besten vier Herrenmannschaften der Oberliga Sachsen im Hallenfaustball statt. Als Vorrundenprimus war der SSV Heidenau 2. Gastgeber für die Teams vom Langebrücker BSV, dem FSV Rittersgrün und vom SV Kubschütz.

Im ersten Halbfinale traf der SSV um Spielführer Uwe Jänichen auf den Vorrundenvierten, den Langebrücker BSV. In der Startaufstellung Uwe Jänichen und Dirk Hocher im Angriff sowie Torsten Stimper, Andreas Beer und Torsten Martin in der Abwehr erwischte Heidenau einen Start nach Maß. Schnell konnte eine 2-Bälle-Führung herausgespielt werden. Dann aber stockte der Motor im Heidenauer Spiel. Die junge Langebrücker Mannschaft steigerte sich und kam immer wieder über die an diesem Tag überragend spielenden Eric und Robin Fritzsche zu direkten Punkten. Heidenau verkürzte noch einmal beim Stand von 7:9, konnte aber den Satzverlust bei 8:11 nicht mehr verhindern. Auch im 2. Satz schien es nur eine Frage der Zeit zu sein, bis Langebrück auch diesen gewinnen würde. Nach einem 3:6-Ballrückstand sah es nicht gut aus für den SSV, ehe sich die Routiniers wieder zurück ins Spiel kämpften. Beim Stand von 6:6 war der Satz wieder offen. Aber Langebrück konterte und ging wieder mit zwei Bällen in Führung. In einer spannenden Schlussphase war es dann Uwe Jänichen, der nach dem 9:9 die letzten zwei Angriffe in Punkte für den Gastgeber verwandelte. Der Satzausgleich war hergestellt. In der Anfangsphase des 3. Satzes überrollte der SSV die Randdresdner bis zum 5:1. Aber auch hier kämpfte sich der Vorrundenvierte wieder zurück, konnte sich aber letztlich der 7:11-Niederlage nicht mehr erwehren. Selbstbewusst und mit einer 2:1-Satzführung im Rücken sollte nun auch der 4. Satz gewonnen werden. Langebrück setzte noch einmal ein Ausrufezeichen und führte zum Entsetzen der Heidenauer Zuschauer schnell mit 7:2 und 8:4. Doch dann startete Heidenau eine Serie. Als beim Stand von 8:8 Torsten Stimper einen fast unerreichbaren Aufschlag des Langebrücker Hauptangreifers „aus den Tribünen“ klären konnte, wendete sich das Blatt. Heidenau kämpfte, auch wenn spielerisch nicht alles gelang und siegte schließlich mit 11:8 Bällen und somit in 3:1 Sätzen (8:11, 11:9, 11:7, 11:8).

Im zweiten Halbfinale traf der Vorrundenzweite vom FSV Rittersgrün auf den Dritten vom SV Kubschütz. Ohne ihren Kapitän Toni Schreinert und Sören Hanf antretend lag viel auf den Schultern des Rittersgrüner Angreifers Guido Goldmann. Doch Kubschütz war in Satz 1 konsequenter und siegte mit 11:7. Wer glaubte, dass sich Rittersgrün nun geschlagen gab, sah sich getäuscht. Mit einer starken kämpferischen Leistung stellte Rittersgrün mit 11:8 den Satzausgleich her. Doch ab dem 3. Durchgang machte sich ein Kräfteschwund bei der Rittersgrüner Fünf bemerkbar. Mit einem 11:2 untermauerte Kubschütz seine Ambitionen auf den Sachsenmeistertitel. Auch der Spielverlauf des vierten Spielabschnittes war anschließend eine klare Sache für die Randbautzener. So zogen die Kubschützer mit einem 3:1-Spielgewinn ins Finale gegen Heidenau ein.

Im Spiel um Platz 3 ging Langebrück glatt in 3:0 Sätzen gegen Rittersgrün als Sieger vom Feld (11:8, 11:8, 11:7).

Nach einer langen Saison kam es nun zum Showdown zwischen den besten Mannschaften der Oberliga Sachsen. Der ambitionierte Herausforderer vom SV Kubschütz trat mit der Startformation Dominic Döcke und Paul Woite im Angriff, Torsten Josinger und Kapitän Marko Pech in der Abwehr sowie dem Ex-Heidenauer Ronald Hoffmann im Zuspiel an. Für Heidenau griff Trainer Torsten Martin noch einmal in die Trickkiste. So sollten es Uwe Jänichen und Dirk Hocher im Angriff sowie Andreas Beer, Torsten Stimper und der neu in die Mannschaft gekommene Jörg Fritzsche in der Abwehr richten. Heidenau begann hoch konzentriert und ging in Satz 1 schnell mit 9:1 in Führung. Dass es dann doch noch bis zum 11:5 Satzgewinn dauerte, lag an einer Steigerung der Kubschützer Fünf. Im Gefühl des zurückliegenden sicheren Satzgewinns schlichen sich im zweiten Durchgang kleine Unkonzentriertheiten in das SSV-Spiel ein. Kubschütz legte noch eine Schippe drauf und kam immer wieder über seine Angreifer Dominic Döcke und Paul Woite zu Punktgewinnen. Folgerichtig siegte Kubschütz mit 11:7 und stellte den Satzausgleich her. In Satz 3 erwischte wieder Kubschütz den besseren Start. Ein um das andere Mal konnte Roland Hoffmann auf der Mittelposition die Angaben von Uwe Jänichen abfangen und über Paul Woite in eigene Punkte verwandeln. Doch Heidenau gab nicht auf und glich bei 5:5 aus. Von nun an spielte Heidenau in gewohnter Manier. Die Angaben der Kubschützer konnten sicher abgefangen und über ein ebenso effizient wie sicher vorgetragenes Angriffsspiel an der Leine in direkte Punkte umgemünzt werden. Mit 11:8 sicherte sich der Gastgeber damit auch den zweiten Satzgewinn. Im 4. Satz wechselte die Führung gleich mehrfach. Über die Stationen 4:4 und 8:8 konnte sich keine der beiden Mannschaften einen 2-Bälle-Vorsprung erspielen. Erst in der Schlussphase führte Kubschütz mit 10:8. Drei Satzbälle standen für einen 2:2-Satzausgleich zu Buche. Heidenau musste reagieren. Und das tat man. Mit einer taktischen Umstellung rückte Dirk Hocher in die Abwehr und Andreas Beer wechselte seinerseits in den Angriff. Mit dieser Rochade bog man auf die Siegerstraße ein. Als nach einem langen Ballwechsel Andreas Beer mit einem Angriffspunkt zum 10:10 ausgleichen konnte, wollte der SSV den sprichwörtlichen Sack nun endlich zu machen. Und das gelang. Eine robust stehende Abwehrreihe parierte die beiden folgenden Angaben und der Heidenauer Angriff vollendete zum 12:10-Satz- und 3:1-Spielgewinn (11:5, 7:11, 11:8, 12:10).

Freudestrahlend lag sich Heidenau in den Armen. Zum nunmehr 14. Mal seit 2006 konnte der SSV Heidenau 2. den Sachsenmeistertitel im Hallen- bzw. Feldfaustball einfahren. Aber auch der SV Kubschütz hatte Grund zum Feiern. Beide Mannschaften können Sachsen bei den Aufstiegsspielen zur 2. Bundesliga Süd vertreten, welche voraussichtlich am 21. und 22. Februar 2015 in Bautzen stattfinden werden. Dann werden die Karten wieder neu gemischt. Als Gastgeber wird Kubschütz versuchen, den Spieß umzudrehen und sich einen der beiden Aufstiegsplätze zu sichern. Unter anderem gegen die ehemaligen Bundesligisten Unterpfaffenhofen, Waldrennach 2. und Vaihingen wird das allerdings für beide sächsischen Vertreter nicht leicht.

Wir gratulieren den Sachsenmeistern Lars Vogt, Andreas Sawusch, Uwe Jänichen, Andreas Beer, Torsten Stimper, Jörg Fritzsche, Torsten Martin und Dirk Hocher zu einer nahezu perfekten Saison und wünschen Alles Gute und viel Erfolg bei den Aufstiegsspielen zur 2. Bundesliga. (Bericht: Dirk Hocher) Foto: Marko Förster