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12. Januar 2015

Schwanitz, Frenzel und DSC-Volleyballerinnen – Sachsens Sportler des Jahres 2014

pic_20150110221414_8b255a5d42Pressemittelung des Landessportbundes Sachsen e.V.
Sachsens Sportler des Jahres 2014 sind Kugelstoß-Europameisterin Christina Schwanitz, Kombinations-Olympiasieger Eric Frenzel sowie die Deutschen Volleyball-Meisterinnen des Dresdner SC 1898. Sie wurden am Abend auf der Sächsischen Sportgala des Landessportbundes Sachsen (LSB) in Dresden mit der Sächsischen Sportkrone geehrt und von den 1.000 Sportlern und Gästen im ausverkauften Internationalen Congress Center gefeiert.
Rund 9.000 Teilnehmer beteiligten sich an der Publikumsumfrage der gemeinsamen Wahl von LSB und Sächsischem Sportjournalisten-Verein, das Expertenurteil der Fachjournalisten aus der Vorauswahl ging mit einem Drittel Gewicht in die Wertung ein. Alle diesjährigen Titelträger konnten zum ersten Mal in der Geschichte der seit 1993 von der sächsischen Sportdachorganisation durchgeführten Umfrage triumphieren, alle drei lagen auch in den Augen der Sportjournalisten vorn.

 

Die Sieger in den Umfrage-Kategorien
Am deutlichsten fiel dabei der Sieg von Eric Frenzel, dem Sportler des Jahres 2014, aus. 33,45 Prozent der Stimmen entfielen auf den Olympiasieger von Sotschi in der Nordischen Kombination, einen deutlicheren Erfolg konnte lediglich Matthias Steiner bei Einführung des aktuellen Wahlmodus’ im Jahr 2008 einfahren. Frenzel gewann die Sächsische Sportkrone aus Meißner Porzellan, die er wegen des Weltcups der Kombinierer in Chaux-Neuve in Frankreich in Empfang nahm, vor Titelverteidiger und Kugelstoß-Europameister David Storl, der 15,85 Prozent der Stimmen erhielt. Motorsportler Marvin Kirchhöfer, Dritter der GP-3-Serie 2014, landete wie im vergangenen Jahr auf dem dritten Rang der Umfrage (9,64 Prozent).
Den Titel der Sportlerin des Jahres holte sich erstmals Christina Schwanitz. 17,03 Prozent der Stimmen gingen an die Europameisterin im Kugelstoßen. Knapp dahinter kamen die Olympiadritte von Sotschi in der Ski-Langlauf-Staffel Denise Herrmann (15,67 Prozent) sowie die Titelverteidigerin, Kanu-Rennsportlerin Tina Dietze, im vorigen Jahr WM-Zweite im Kajak-Zweier (14,53 Prozent), auf den zweiten und dritten Rang. Den Preis übergab Barbara Beyer-Petzold, zweifache Olympiasiegerin von 1980 im Ski-Langlauf.
Die Sportkrone für die Mannschaft des Jahres bleibt in diesem Jahr in Dresden: Die Deutschen Volleyball-Meisterinnen vom Dresdner Sportclub 1898 holten mit 19,54 Prozent die meisten Stimmen und verwiesen Fußball-Zweitliga-Aufsteiger RasenBallsport Leipzig (15,91 Prozent) sowie die Pokalsiegerinnen und Vizemeisterinnen vom Handballclub Leipzig (12,04 Prozent) auf die Plätze.

 

Weitere Sportkronen vergeben
Der Trainer des Jahres 2014 wurde in diesem Jahr erstmals von den sächsischen Sportjournalisten gewählt: Mit deutlichem Vorsprung legten sich die Fachjournalisten auf Frank Erlbeck aus Oberwiesenthal fest. Der 54-jährige Erlbeck ist Nachwuchs-Cheftrainer und C-Kader-Trainer des Deutschen Ski-Verbandes in der Nordischen Kombination und Heimtrainer von Olympiasieger Eric Frenzel.
Den Preis für das Lebenswerk verlieh der Landessportbund Sachsen an den Leipziger Sportwissenschaftler Prof. Dr. Jürgen Krug. Der ehemalige Dekan der Sportwissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig hatte an seiner Wirkungsstätte über Jahrzehnte großen Anteil an der Ausbildung hochqualifizierter Fachkräfte für den Sport. Er habe zudem in „den letzten Jahren seiner Amtszeit … den für Deutschland einzigartigen Impuls gesetzt, dass derzeitige Studiengänge … wieder mit einer sportartgerichteten Trainerausbildung gekoppelt werden.“ Krug sei ein gefragtes Aushängeschild der Leipziger Sportwissenschaft, würdigte LSB-Generalsekretär Dr. Ulf Tippelt den Geehrten in seiner Laudatio, den darüber hinaus auch die Entwicklung und Vermittlung des Turnens nicht habe ruhen lassen, für das er sich in vielen ehrenamtlichen Funktionen mit Kompetenz und Überzeugungskraft engagierte.
Als Förderer des Jahres wurde der Ostdeutsche Sparkassenverband geehrt. Die Sparkassen als größter nichtstaatlicher Sportförderer in Deutschland seien im Kleinen und Großen, im Nachwuchs-, Breiten- oder Spitzensport präsent wie kaum ein anderer. „Die Ehrung für das Jahr 2014 erfolgt vor allem als Dank für die Unterstützung des beliebten Sportabzeichen-Wettbewerbs in Sachsen“, heißt es in der Ehrungsbegründung. Damit werde ein wichtiger Beitrag geleistet, dass Kinder Spaß an der Bewegung und sportlichem Wettstreit erleben könnten.
Die diesjährigen Nachwuchsförderpreise gehen an Kanu-Rennsportlerin Melanie Gebhardt (SC DHfK Leipzig), im vergangenen Jahr Silber- und Bronzemedaillengewinnerin bei der Europameisterschaft der unter 23-Jährigen, und den dreifachen Jugend-Europameister im Wasserspringen, Timo Barthel vom Dresdner Sportclub 1898. Als Talentstützpunkt des Jahres wurde der Leichtathletik-Club Eilenburg für sein Engagement in der Talentförderung, insbesondere auch durch die enge Zusammenarbeit mit örtlichen Schulen, ausgezeichnet. Die Förderpreise werden von der Stiftung Sporthilfe Sachsen verliehen und sind mit je 1.000 Euro für die Sportler sowie 2.500 Euro für den Talentstützpunkt dotiert.

Umfrageergebnis Sportler des Jahres 2014
Sportlerin des Jahres 2014
1. Christina Schwanitz (LV Erzgebirge, Leichtathletik) 17,03 %
2. Denise Herrmann (WSC Erzgebirge Oberwiesenthal, Ski-Langlauf) 15,67 %
3. Tina Dietze (SG LVB Leipzig, Kanu-Rennsport) 14,53 %
4. Annekatrin Thiele (SC DHfK Leipzig, Rudern) 11,98 %
5. Claudia Nystad (WSC Erzgebirge Oberwiesenthal, Ski-Langlauf) 10,02 %
6. Cindy Roleder (LAZ Leipzig, Leichtathletik) 7,44 %
7. Tina Punzel (Dresdner SC 1898, Wasserspringen) 7,37 %
8. Steffi Kriegerstein (WSV „Am Blauen Wunder“ Dresden, Kanu-Rennsport) 5,91 %
9. Anke Wischnewski (WSC Erzgebirge Oberwiesenthal, Rodeln) 5,55 %
10. Jenny Elbe (Dresdner SC 1898, Leichtathletik) 4,49 %

 

Sportler des Jahres 2014
1. Eric Frenzel (WSC Erzgebirge Oberwiesenthal, Nord. Kombination) 33,45 %
2. David Storl (LAC Chemnitz/SC DHfK Leipzig, Leichtathletik) 15,85 %
3. Marvin Kirchhöfer (Leipzig/ART GP, Motorsport) 9,64 %
4. Tom Liebscher (KC Dresden, Kanu-Rennsport) 7,61 %
5. Jan Benzien (Leipziger KC, Kanu-Slalom) 7,60 %
6. Björn Kircheisen (WSV 08 Johanngeorgenstadt, Nord. Kombination) 6,80 %
7. Sascha Klein (Dresdner SC 1898, Wasserspringen) 5,91 %
8. Martin Schulz (BV Leipzig, Paratriathlon) 5,83 %
9. Joachim Eilers (Chemnitzer PSV, Radsport) 4,48 %
10. Stefan Bötticher (Chemnitzer PSV, Radsport) 2,82 %

 

Mannschaft des Jahres 2014
1. Dresdner SC 1898 (Bundesligateam, Volleyball) 19,54 %
2. RasenBallsport Leipzig (Bundesligateam, Fußball) 15,91 %
3. HC Leipzig (Bundesligateam, Handball) 12,04 %
4. FC Erzgebirge Aue (Bundesligateam, Fußball) 11,22 %
5. Aljona Savchenko/Robin Szolkowy (Chemnitzer EC, Eiskunstlauf) 10,03 %
6. Robert Nuck/Stefan Holtz (SC DHfK Leipzig, Kanu-Rennsport) 9,84 %
7. Tim Grohmann/Karl Schulze/Philipp Wende/Kai Fuhrmann (LRV Sachsen, Rudern) 7,49 %
8. Chemnitzer AC (Bundesligateam, Gewichtheben) 5,69 %
9. Team Thomas Florschütz (Bob Race Club Riesa, Bobsport) 4,43 %
10. RSC Rollis Zwickau (Bundesligateam, Rollstuhlbasketball) 3,81 %

Hinweis: Das Ergebnis der Vorauswahl durch die Mitglieder des Sächsischen Sportjournalisten-Vereins, mit dem der Landessportbund Sachsen die Umfrage gemeinsam durchführt, ging zu einem Drittel Gewichtung mit in die Wertung ein. Wegen dieser „virtuellen Stimmen“ ergibt sich die Darstellung in Stimmanteilen.