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6. Januar 2015

SSV Heidenau verteidigt Titel beim Dresdner Neujahrsturnier

1_Mannschaftsbild_II_mit JubelDresden. Zum traditionellen Jahresauftakt im Hallenfaustball nahm der SSV Heidenau am Neujahrsturnier des ESV Dresden mit einer Allstarauswahl der 1. und 2. Männermannschaft teil. Bei der 51. Auflage des an zwei Tagen ausgetragenen und wohl prestigeträchtigsten Hallenfaustballturniers in Ostdeutschland ermittelten insgesamt zwölf Männer- und sechs Frauenteams ihre jeweiligen Champions.

Im Männerwettbewerb, welcher entgegen dem Punktspielbetrieb in Zeitspielen á zwei Mal 8 Minuten ausgetragen wurde, traf der SSV als Titelverteidiger in Gruppe A auf den USV TU Dresden, den TSV Bachfeld, den SV Groitzsch, den ESV Hirschrode und den SSV Blau-Weiß Gersdorf. Die Gruppe B setzte sich aus dem Erstbundesligisten STERN Kaulsdorf, STERN Kaulsdorf AK 45, TEAM Turbo Potsdam, der SG Bademeusel, Motor Henningsdorf sowie dem Gastgeber vom ESV Dresden zusammen.

Im Eröffnungsspiel ging es für Heidenau am Samstag gleich gegen alte Bekannte aus der Oberliga Sachsen, den SSV Blau-Weiß Gersdorf. In der Aufstellung Uwe Jänichen und Dirk Hocher im Angriff, Hagen Fischer und Andreas Beer in der Abwehr sowie Ronni Schulze im Zuspiel wurde Gersdorf mit 27:12 unerwartet klar in die Schranken gewiesen.

Mit zwei Zählern auf der Habenseite traf der SSV in Spiel 2 auf den USV TU Dresden, der u. a. mit den Deutschen Meistern Sascha Krause und Roland Michaels, dem Erstbundesligaspieler Jirka Krause und dem Neu-Heidenauer Torsten Stimper antrat. Das letztlich vorweggenommene Endspiel sah beide Teams auf Augenhöhe. Führte der SSV anfangs mit zwei Bällen, brachten immer wieder starke Angaben von Sascha Krause den USV heran. Als zwei Minuten vor Spielende der SSV mit 15:13 in Führung ging, schien das Pendel zugunsten der Heidenauer auszuschlagen. Doch Dresden steigerte sich noch einmal und kam zum 16:16-Ausgleich. Von da an gelang Heidenau nichts mehr und so ging das Spiel mit 16:19 verloren.

Auch in der dritten Begegnung der Samstagrunde fand Heidenau zunächst nicht zu seinem Rhythmus. Groitzsch mit dem ehemaligen Heidenauer Bundesligaangreifer Daniel Triebe hielt die Partie lange ausgeglichen. Erst in der Endphase steigerte sich der SSV deutlich. Als Groitzsch versuchte, Uwe Jänichen mit gezielten Angaben aus dem Spiel zu nehmen, war es Andreas Beer, der mit einer Serie von Angriffspunkten den 19:16-Matchgewinn sicherte.

Im abschließenden Match des Samstags traf Heidenau auf den Ex-Bundesligisten aus Bachfeld. Da die Thüringer nur mit vier Spielern angereist waren, half in allen Bachfelder Begegnungen Dirk Hocher aus. Für ihn rückte Torsten Stimper in die Heidenauer Abwehrreihe. Der SSV begann hoch konzentriert und führte schnell mit vier Bällen. Dieser Vorsprung wurde bei 22:18 über die Zeit gerettet. Mit 6:2 Punkten beendete man damit den ersten Wettkampftag auf dem sicheren 2. Gruppenplatz.

Im ersten Spiel des Sonntags wartete noch einmal ein Vorrundenspiel gegen den ESV Hirschrode mit dem Heidenauer Bundesligaspieler Julian Scharf auf den SSV. Was der Papierform folgend eine Pflichtaufgabe zu sein schien, entwickelte sich für Heidenau zum Albtraum. Das hochmotivierte Nachwuchsteam mit Spielern aus ganz Sachsen (zwischen 15 und 22 Jahren) bot sein bestes Turnierspiel und lies die Heidenauer Fünf einfach nicht ins Spiel kommen. Ein wie entfesselt auflaufender Julian Scharf fügte dem SSV fast im Alleingang eine bittere 12:19-Niederlage zu. Dass es dennoch für den zweiten Tabellenplatz und die damit verbundene Qualifikation für das Halbfinale reichte, war zwar bereits am Samstag klar gewesen, doch musste in den weiteren Begegnungen eine Leistungssteigerung folgen.

Auch in Gruppe B machten es sich die Favoriten aus Bademeusel und von STERN Kaulsdorf selbst schwer. So konnte sich der gastgebende ESV Dresden nach tollen Vorrundenspielen als Gruppen-Primus vor STERN Kaulsdorf durchsetzen. Der Erstligist, der in Bestbesetzung auflief, profitierte dabei von der nicht für möglich gehaltenen Niederlage der Bademeuseler gegen STERN Kaulsdorfer AK 45.

Im ersten Halbfinale zeigte der USV TU Dresden seine ganze Klasse und setzte sich mit 23:10 gegen enttäuschende Berliner von STERN Kaulsdorf durch.

Im zweiten Halbfinale traf nun Heidenau auf den Gastgeber. Mit den zahlreichen Zuschauern und dem Heimvorteil im Rücken wollte der ESV nun endlich auch einmal gegen Heidenau gewinnen. Doch sollte das nicht gelingen. Vom ersten Ballwechsel an konnten die Dresdner Angaben von der Abwehrreihe entschärft und in Punktgewinne durch Uwe Jänichen verwandelt werden. Dabei überzeugten die etatmäßigen Angreifer Hagen Fischer und Andreas Beer als Abwehrbollwerk – trotz des nur sehr begrenzten Auslaufbereichs in der Halle. So zog man mit einem auch in der Höhe verdienten 21:10 in das Endspiel ein, wo in einer Neuauflage des Vorjahresfinales der USV TU Dresden auf Heidenau wartete.

Davor gewann der Erstbundesligist von STERN Kaulsdorf mit 22:17 das Spiel um Platz 3 gegen den ESV Dresden. Im letzten und somit 51. Spiel des Wochenendes musste nun der Champion gekrönt werden. Gespielt wurde auf zwei Gewinnsätze bis 11 Punkte.

Mit breiter Brust durch den Halbfinalsieg ging Heidenau konzentriert ins Spiel. Aus den Erfahrungen der Vorrundenniederlage galt es, vor allem die scharfen Angaben von Sascha Krause zu parieren. Dies gelang im ersten Satz sehr gut. Mit zwei Punkten Vorsprung im Rücken war es erneut die Heidenauer Abwehrreihe, die den SSV im Spiel hielt. Als beim 6:6 die Führung zu kippen drohte, behauptete Uwe Jänichen in der Folge mit starken Angaben die Führung. So gewannen die Heidenauer den ersten Durchgang mit 11:7.

In Satz 2 verkehrten sich die Vorzeichen ins Negative. Mit guten Abwehrleistungen von Roland Michaels und Torsten Stimper gelang es Dresden, sich eine Führung mit zwei Bällen zu erspielen. Heidenau hielt dagegen, doch ging der zweite Spielabschnitt letztlich verdient mit 11:8 an den USV.

Somit musste die Entscheidung mit dem dritten Durchgang fallen. Dass hier Nuancen den Ausschlag geben würden, war allen Akteuren von Beginn an klar. Noch einmal wurden alle Kräfte mobilisiert. Und wieder war es Uwe Jänichen, der durch einen starken Aufschlag den ersten Punkt erspielte. Beim Stand von 6:5 für den SSV wurden die Seiten gewechselt. Heidenau kämpfte aufopferungsvoll und schaffte es, zwei Angaben von Sascha Krause abzuwehren und in eigene Punkte zu verwandeln. Dresden aber schlug zurück. Beim 9:9 hatte der USV den Aufschlagvorteil. Allerdings sollte man ihn nicht nutzen. Denn mit einer Dresdner Fehlangabe kam Heidenau zu seinem ersten Matchball. Der folgende Aufschlag wurde abgewehrt. Und mit einem Angriffspunkt zum 11:9 machte der SSV die Titelverteidigung in 2:1-Sätzen perfekt (11:7, 8:11, 11:9). Heidenau lag sich jubelnd in den Armen. Ein hochklassisches wie -dramatisches Finale war zu Ende gegangen.

Das parallel stattfindende Damenturnier gewann der ESV Schwerin, vor dem ESV Dresden und dem VfK Berlin. Ein großer Dank geht an dieser Stelle an den ausrichtenden ESV Dresden mit seinen ehrenamtlichen Helfern. Mit ihrem Einsatz haben sie sichergestellt, dass das Event wieder zu dem Erfolg wird, der es schließlich geworden ist. Danke.

Für Heidenau spielten Uwe Jänichen, Dirk Hocher, Hagen Fischer, Andreas Beer und Ronni Schulze. (Bericht: Dirk Hocher)