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1. Dezember 2014

SSV-Faustballer verlieren Anschluss

SSV Heidenau - Faustball 2014-2015Frammersbach. „Another black Saturday.“ Es hätte keine treffendere Zusammenfassung als den Vers aus dem Titel von Mando Diao geben können, der die Heidenauer Faustballer auf den ersten Metern ihrer Heimreise im Radio begleitete. Beim Auswärtsspieltag im unterfränkischen Frammersbach hatte man zuvor mit dem Gastgeber und der Mannschaft vom TV Unterhaugstett erneut gegen zwei Ligakonkurrenten das Nachsehen.
Zum Ende der Hinrunde traten diese zunächst gegeneinander an. Dabei setzte sich das Team vom TVU klar mit 3:0-Sätzen gegen die in der Tabelle bisher zweitplatzierte, junge Frammersbacher Mannschaft durch (11:4, 11:9, 11:5). Angeführt vom 35-fachen deutschen Nationalspieler Christian Erlenmayer im Angriff hatten die Bayern nur selten den wuchtigen Schlägen der Unterhaugstetter etwas entgegenzusetzen.
Ohne den beruflich verhinderten Hauptangreifer Matthias Zirr und den verletzten Heiko Fischer in der Abwehr startete danach Heidenau sichtlich beeindruckt gegen die Schwaben in den Spieltag. Beim 1:11 im ersten Satz bekam man zu keiner Zeit Zugriff auf die gegnerischen Überschläge. Der SSV reagierte und brachte im zweiten Durchgang Julian Scharf für Hagen Fischer in das Heidenauer Angriffsspiel. Mit Erfolg. So baute man zunächst die eigene Führung auf 5:1 aus. Bei 10:7 hatte Heidenau die ersten Satzbälle. Doch setzte sich danach die individuelle Klasse der Unterhaugstetter durch, die sich den Satz knapp mit 13:11 sicherten. Heidenau kämpfte weiter und leistete in Durchgang 3 weiter Wiederstand. Zwei Mal in Folge ließ Sebastian Kehrer dabei Christian Erlenmayer mit einem Rundschlag auf dessen Flanke sichtlich bedient zurück. Es sollte nicht reichen, denn mit dem Punkt zum 11:9 entschied der TVU den Satz und damit das Spiel mit 3:0 für sich (11:1,13:11, 11:9).
Im dritten Spiel des Tages wartete danach der TuS Frammersbach auf den SSV. In den ersten beiden Sätzen fanden die Heidenauer nicht zu ihrem Spiel. Mit zahlrei-chen Eigenfehlern im Abwehrverhalten gingen die Durchgänge mit 11:4 und 11:3 an die Gastgeber. Auch der dritte Satz brachte bis zum 9:5 für Frammersbach keine Besserung. Erst dann zeigte Heidenau Moral, punkte sechs Mal in Serie und verkürzte mit einem 11:9 auf 1:2 nach Sätzen. Im vierten Spielabschnitt verlor Heidenau Frammersbach zunächst bei 1:5 außer Reichweite. Bei 7:10 folgten die ersten Matchbälle für Frammersbach. Zwei gelang es anschließend abzuwehren. Der Dritte besiegelte mit 1:3 die zweite Niederlage für Heidenau an diesem erneut schwarzen Samstag (4:11, 3:11, 11:9, 9:11).
Fazit: Nach den ersten vier Spieltagen muss die Heidenauer Bundesliga-Mannschaft eine der schlechtesten Hinrunden ihrer Abteilungsgeschichte bilanzieren. Mit acht Niederlagen und lediglich fünf gewonnenen Sätzen hat man in der Tabelle den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze verloren. Einfache Fehler im Spielaufbau – sowohl in der Vorder- als auch in der Hinterreihe – bringen den SSV noch zu oft um den Lohn seiner Arbeit. Der Verbleib in der 2. Bundesliga Süd ist für Heidenau zwar auch weiterhin möglich. Dafür aber ist man zum Siegen verdammt beim nächsten Heimspieltag am kommenden Samstag. In der Sporthalle am Pestalozzi-Gymnasium Heidenau trifft die Mannschaft um 15:00 Uhr auf den TV Vaihingen/Enz 2. und den MTV Rosenheim 2.

Für den SSV spielten Ronni Schulze, Jan Schulze, Hagen Fischer, Julian Scharf, Martin Leichsenring und Sebastian Kehrer. (Martin Leichsenring)