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4. August 2014

RV Rauxel und Frankfurter Germania gewinnen 1.PRODYNA Ruder-Bundesliga in der Rüdersdorfer „Kalksee-Arena“ bei Berlin

Tabelle 1. Bundesliga MännerPressemitteilung Prodyna Ruder-Bundesliga

Frankfurter „Maschinen vom Main“ wiederholen Vorjahressieg auf dem Kalksee

In der 1. Liga der Männer kam es im A-Finale zum Traumduell der aktuell besten beiden Ruderachter in der Clubszene. Der Deutsche Meister und fünfmalige Ligachampion aus Krefeld gegen die Frankfurter RG Germania. Frankfurt hatte bereits im Vorjahr über Krefeld triumphiert und auch das Zeitfahren am Renntag für sich entschieden. Mit dem entsprechenden Selbstvertrauen gingen die Mainhessen dann das 5. Rennen des Tages gegen Krefeld an und hatten den Bugball von Anfang an vorne. Mit einem kraftvollen Start-Ziel-Sieg gewannen die Ruderer um Schlagmann Daniel Ohl de Mello nicht nur die Tageswertung, sondern holten sich von Meister Krefeld auch das Gelbe Trikot und die Tabellenführung zurück.

Eine Überraschung gab es auch im kleinen Finale um Bronze vermelden. Hier fand der Emscher Hammer zur alten Topform der ersten Bundesligajahre zurück und belegte in einem famosen Husarenritt vor Gastgeber Rüdersdorf den dritten Platz. Für beide Teams bedeutete dies Saisonbestleistung und entsprechend groß war der Jubel in beiden Booten. Insbesondere die Heimmannschaft des SecuInfra-Achters wurde frenetisch und lautstark im „Kessel am Kalksee“ gefeiert.

„Dies ist das erste Edelmetall für den Emscher Hammer seit zwei Jahren und ich bin sehr stolz auf unsere Mannschaft. Die Durststrecke seit 2012 war lang und hart, aber das Team hat immer darauf vertraut, dass sie die Qualität, die sie haben, auch wieder in Bootsgeschwindigkeit umsetzen können. Das hat mit dem entsprechenden Teamgeist in Rüdersdorf hervorragend funktioniert“, so ein zufriedener Hammer-Trainer Frank Wustmann.

Platz fünf ging im C-Finale an Pirna, die vor dem Hannoveraner Lotto-Maschseeachter nach 350m über die Ziellinie ruderten. Es folgten die Boote aus Leverkusen, Lübeck und Münster. Auf den Abstiegsplätzen befinden sich derzeit die drei Aufsteiger aus Dresden, Gießen und Berlin.

RV Rauxel gewinnt zum ersten Mal Gold und die Tageswertung der 1. LIga
Mit großer Spannung wurde auch die Damenkonkurrenz beobachtet. Würde der Deutsche Meister Krefeld seine seit 2012 bestehende Siegesserie auch in Rüdersdorf fortsetzen? Im Zeitfahren dominierten die erfolgsverwöhnten Niederrheinerinnen die Konkurrenz wie gewohnt. Dahinter allerdings mit dem Hamburg Sprinter auf Platz 2 eine der ersten Überraschungen des Tages vor Bonn und den ebenfalls stark aufrudernden Lübeckerinnen. Dann bahnte sich in den Folgerennen eine kleine Sensation an. In einem packenden Achtelfinale besiegte der DRC Hannover den Crefelder RC erstmals seit Jahren. Dementsprechend groß war der Jubel im Hannoveraner Boot.
Im Halbfinale konnten die Titelverteidigerinnen sich jedoch revanchieren und den DRC ins B-Finale schicken. Im zweiten Halbfinale schlug der RV Rauxel die Bonner Rheinperlen und der Krimi Rauxel gegen Krefeld im Kampf um Gold war perfekt. Beide Boote kamen am Start gut raus und in die Streckenfrequenz. Ruderte Rauxel im Halbfinale noch langsamer als Krefeld gaben die Damen von Rauxel-Coach Kai Sporea jetzt Vollgas und vollbrachten mit einem unwiderstehlichen Endspurt das kleine Wunder „Sieg gegen Krefeld“. Gänsehautatmosphäre und Riesenjubel ob dieses Novums sowohl an Land als auch auf dem Wasser.
Im B-Finale ruderte der DRC Hannover sogar eine Sekunde schneller als das A-Finale und gewann vor Bonn die Bronzemedaille. Für Hannover bedeutete dieser Erfolg die beste Leistung in der Bundesliga, die die Damen von der Ihme jemals geschafft haben. Auch Bonn zeigte sich mit Rang 4 zufrieden. Melitta Minden punktete mit Platz 5 vor den Berlin-Potsdamer Havelqueens und Lübeck erruderte Saisonbestleistung mit Rang 7 vor dem Euralis Alsterachter der RG Hansa Hamburg auf Platz 8.
Berliner RG Wiking-Achter triumphiert mit einem lupenreinen Hattrick

In der 2. Bundesliga tobt weiterhin ein erbitterter Kampf um die Aufstiegsplätze. Der Berliner Wiking-Achter aus Neukölln nutzte die Nähe des Brandenburger Naturkurses um die eigenen Fans als Rückhalt zu mobilisieren und somit die Tabellenführung zu verteidigen. Und dies gelang den Aufstiegsfavoriten auch am dritten Renntag hervorragend. Im A-Finale wartete mit Team Lombardium II aus Hamburg eine Überraschungsmannschaft, die als Newcomer der Saison 2014 erstmals unter die besten 2 Boote fuhr. Mit namhaften Verstärkungen früherer Nationalruderer wie Ole Brauer, Jan Herzog oder Kai Olbrich hat Trainer und Olympiaruderer Jörg Lehnigk den Kader seiner Crew deutlich aufwerten können. Dennoch waren die Berliner Tabellenführer am Ende des Tages eine Nummer zu groß, die Freude in beiden Booten über Gold und Silber jedoch riesig.

Eine überragende Leistung zeigte der RC Witten. Die Mannschaft von Trainer Henning Sandmann ruderte nach zwei unglücklichen Saisonergebnissen in Frankfurt und Dortmund erstmals auf den Bronzerang und schlug im B-Finale die zweite Garde des HRC Hannovers. Den 5. Platz belegten die Zeitfahrsieger aus Neuss, die den Tabellendritten Hameln auf Platz 6 verwiesen. Einsamer Spitzenreiter bleibt der Wikingachter Berlin vor den punktgleichen Teams aus Neuss und Hameln. Auf den Plätzen 4 und 5 die ebenfalls punktgleichen Crews des Salzland-Achters und vom HRC.

In der U19-Junior-Bundesliga triumphierte der Achter des Bessel RC Minden bei seiner Premiere im Finale gegen den RC Potsdam. Bronze ging an Kassel vor dem DRC Hannover.

Im Anschluss an den harten Renntag wurde mit über 1000 Gästen auf der legendären „After Row Party“ im Museumspark Rüdersdorf die Brandenburg-Etappe gefeiert. Jetzt bleiben den RBL-Teams nur 3 Wochen Erholungszeit bis zur 4. Etappe in der bekannten Münsteraner „Aasee-Arena“.

„Das war eine richtig runde Veranstaltung bei herrlichem Sommerwetter und idealen Wettkampfbedingungen. Die Zusammenarbeit mit dem Rüdersdorfer Ruderverein funktionierte auch im dritten Jahr in Folge hervorragend. Und diese Qualität spüren auch die Zuschauer. Es wurde mehrfach die tolle Atmosphäre in der „Kalksee-Arena“ bzw. der Grünen Lunge Berlins von den Fans gelobt. Das freut uns natürlich sehr und zeigt, dass der Standort in der Metropolregion eine sehr gute Wahl sowie ein wichtiges positives Signal für die Ostclubs darstellt“, so der Organisationschef der Deutschen Bundesliga, Nils Budde, aus Hannover.

Mehr Informationen über alle Teams, Ergebnisse, Zeitpläne, Tabellen und Bilder unter www.ruder-bundesliga.de (Arne Siman)
Die nächsten Termine:
23. August Münster „Aasee“
13.September Hamburg „Binnenalster“