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17. Juli 2014

Der wichtigste Mann auf dem Platz

Danny Ecker  Foto Meike Engels,WirkhausWettkampfleiter Wolfgang Thümer sorgte dafür, dass bei der Sportabzeichen-Tour in Freital am 15.Juli alles wie am Schnürchen klappt

 

Wer in den vergangenen Tagen nach Wolfgang Thümer suchte, der hat ihn fast immer auf dem Sportplatz gefunden. Jede freie Minute hat der 65-jährige im „Stadion des Friedens“ in Freital verbracht, um bei den letzten Vorbereitungen für die Sportabzeichen-Tour zu helfen, die am Morgen pünktlich um 8 Uhr gestartet ist. Schon eine Stunde vorher hatte Wettkampfleiter Wolfgang Thümer ganz in weiß – in weißen Turnschuhen, weißen Hosen, weißem Polo-Shirt und weißer Basecap – sein Helferteam begrüßt, die letzten Anweisungen gegeben und Fragen beantwortet. Wie immer war er der erste auf dem Platz und wird am Abend auch der letzte sein, der wahrscheinlich gegen 19 Uhr nach Hause geht.

 

Alle Hände voll zu tun

„Eigentlich bin ich als Wettkampfleiter hier Mädchen für alles“, verrät Wolfgang Thümer mit einem Lächeln. Allein im Laufe des Vormittags hat er den Startschuss für den 100-Meter-Lauf gegeben, nach einer Stoppuhr gesucht, die auf einmal fehlte und sich darum gekümmert, dass eine Schulklasse, die ohne Anmeldung zur Sportabzeichen-Tour nach Freital gekommen ist, die Sportabzeichen-Prüfungen doch noch ablegen konnte. Er ist immer mitten drin im Trubel und packt überall mit an und beantwortet geduldig jede Frage.

„Es ist ein tolles Gefühl, dass Leichtathletikgrößen wie Frank Busemann und Danny Ecker, deren Wettkämpfe ich früher im Fernsehen verfolgt habe, hier in Freital dabei sind. Leider habe ich wahrscheinlich keine Muße, mich auch mal mit ihnen zu unterhalten“, bedauert Wolfgang Thümer gegen Mittag. Danny Ecker (siehe Foto) und Frank Busemann sind bei der Sportabzeichen-Tour in Sachsen als Botschafter der Sparkassen-Finanzgruppe und von kinder+Sport vor Ort. Beide Unternehmen sind neben Ernsting’s family und der Krankenkasse BKK24 Nationale Förderer des Deutschen Sportabzeichens, ohne deren Unterstützung die Sportabzeichen-Tour nicht umzusetzen wäre.

 

Seit Jahrzehnten für das Sportabzeichen unterwegs

Wolfgang Thümer selbst engagiert sich seit 1963 für das Sportabzeichen und hat auch nicht vor, daran etwas zu ändern. „Ohne uns geht es ja nicht“, ist er überzeugt. „Außerdem bin ich seit sechs Monaten Rentner und habe jetzt sogar noch mehr Zeit für den Sport und das Sportabzeichen.“ Sorgen macht er sich allerdings darüber, dass so wenig Sportabzeichen-Prüfer und Helfer nachwachsen. Kaum jemand kann oder möchte so viel Zeit in die ehrenamtliche Arbeit stecken wie er.

„Die Leichtathletik ist einfach mein Ding“, so Wolfgang Thümer. Deshalb ist der schlanke und sportliche Mann nicht nur regelmäßig für den Kreissportbund Sächsische Schweiz-Osterzgebirge im Einsatz, sondern begleitet als Kampfrichter auch große nationale und internationale Wettkämpfe für den Landessportbund Sachsen. In besonderer Erinnerung ist ihm die Leichtathletik-Europameisterschaft der Senioren 2012 in Zittau geblieben. Weil es damals so heiß war, gingen die Wettkämpfe vier Tage lang bis zur Geisterstunde. Erst um Mitternacht war damals Schluss.

 

Eine rundum gelungene Veranstaltung

Im Stadion des Friedens herrschten heute (15.Juli) im Vergleich ideale Bedingungen. Blauer Himmel und Temperaturen um die 25 Grad boten den rund 2.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern optimales Sportwetter. Auch das „Stadion des Friedens“, eine hochmoderne Anlage inmitten der traumhaften Landschaft des Osterzgebirges, wurde von allen hochgelobt. „Der Rasen hier ist viel besser als bei der Fußball-WM in Brasilien“, waren sich Frank Busemann und Danny Ecker einig.

Franz Brümmer vom DOSB-Präsidialausschuss Breitensport/Sportentwicklung bedankte sich in seiner Eröffnungsrede beim gesamten Organisationsteam unter Federführung von Paul Mölneck und Anna Eißrich vom Kreissportbund Sächsische Schweiz-Osterzgebirge mit allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Außerdem unterstrich er die gute Zusammenarbeit mit dem LSB Sachsen.

(Quelle: wirkhaus) Foto: Meike Engels, Wirkhaus