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26. Mai 2014

SSV Heidenau verteidigt Deutschen Meistertitel

DSC01256Als der Floorballverband einen Ausrichter für die Deutsche Meisterschaft der Frauen im Kleinfeld suchte und die Ostsächsische Sparkasse Dresden uns ihre Unterstützung zusicherte, wurde das Projekt Titelverteidigung vor heimischen Publikum von unseren Floorballdamen Realität geworden.
Der Titelverteidiger SSV Heidenau hat erneut die Trophäe nach Heidenau geholt. Das Kunststück gelang nach großem Kampf im Endspiel gegen den ETV Hamburg.
Für die Meisterschaft hatten sich 8 Regionalligamannschaften qualifiziert.
Der SSV Heidenau schaffte die Qualifikation vor einer Woche beim Final 4 in heimischer Halle mit dem Gewinn der Goldmedaille in der Regionalliga Ost.
Bei den Deutschen Meisterschaften wurde am ersten Tag in 2 Gruppen die Vorrunde gespielt. Der SSV Heidenau musste sich in der A-Gruppe mit dem TSV Neuwittenbek, den Dümptener Füchsen und dem SC Stern München auseinandersetzen. Alle 3 Spiele gewannen die Heidenauerinnen deutlich: 5:0 gegen Neuwittenbek, 6:2 gegen die Füchse und 11:0 gegen München. Den 2. Platz belegte der TSV Neuwittenbek (2 Siege) vor den Dümptener Füchsen (1 Sieg) und dem FC Stern München. In der B-Gruppe setzte sich mit ebenfalls 3 Siegen der ETV Hamburg souverän vor dem Dessau-Roßlauer HV 06 durch. Dritte wurden die Bonner Frauen vor dem USV Jena.
Am Sonntag musste im ersten Halbfinalspiel zunächst der SSV Heidenau gegen die Dessau-Roßlauer Frauen ran. Die Dessauerinnen kämpften verbissen und hielten lange gegen. Die SSV-Frauen konnten sich nicht entscheidend absetzen. Erst Mitte der 2. Halbzeit gelang beim 5:3 ein 2-Tore-Vorsprung, der etwas Sicherheit gab. Dessau blieb weiter gefährlich und schaffte sogar noch den Anschlusstreffer, doch die Heidenauerinnen brachten den knappen Vorsprung über die Zeit und hatten damit das Finale erreicht. Im 2. Halbfinalspiel deklassierte Hamburg die Neuwittenbeker mit 10:4 deutlich und schaffte damit den Einzug ins Finale gegen Heidenau.
Mit einem 8:3-Sieg über Jena landete München auf dem 7. Platz. Das Spiel um Platz 5 gewann Neuwittenbek gegen Bonn mit 5:2. Im kleinen Finale um Platz 3 setzte sich mit einer guten Leistung Dessau gegen Dümpten mit 8:3 durch. Beiden Teams merkte man die Strapazen der beiden Spieltage deutlich an.
Das konnte man von den beiden Endspielteilnehmern nicht sagen. Im Gegenteil, von der ersten Minute an wurde ein mörderisches Tempo angeschlagen. Die Hamburgerinnen ließen deutlich ihre Titelambitionen erkennen. Doch die SSV-Damen gingen das Tempo mit.
Die überragend haltende SSV-Torhüterin Kathleen Schmelzer gab der Mannschaft Sicherheit und beflügelte sie zu einer sehr offensiven Spielweise, die alsbald von Erfolg gekrönt wurde. Die 3:0-Führung erhöhte den Druck auf die Hamburger. Doch alle Heidenauerinnen steigerten sich und übernahmen Verantwortung bei der Kompensation des verletzungsbedingten Ausfalls von Anja Pesch. Das 3:1 und 4:2 der Hamburgerinnen brachte den SSV nicht ins Wanken.
Mit dem Tor zum 5:3 wenige Minuten vor Spielende stellten die Heidenauerinnen die Weichen auf Titelverteidigung. Der Hamburger Trainer zog alle taktischen Register, nahm die Torhüterin vom Feld und brachte eine zusätzliche Feldspielerin. Doch die SSV-Damen behielten die Übersicht und verteidigten geschickt und mit einer ausgezeichneten Torhüterin im Rücken die kostbare Führung. Mit dem Abpfiff brach Riesenjubel bei den SSV-Frauen und dem Heidenauer Publikum aus. Bei der anschließenden Siegerehrung freute sich der Heidenauer Bürgermeister Jürgen Opitz, dass er die Sportlerinnen aus seiner Stadt ehren konnte. Topscorerin wurde Tina Jansen (Hamburg).

Der SSV Heidenau Spielte mit: Kathleen Schmelzer im Tor, Anja Pesch, Franziska Kuhlmann, Marina Helas, Desiree van Pelt, Lisa Hansel, Julia Wurm, Nicole Friedrich, Marie Schneider, Steffi Müller.
(SSV Heidenau)