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3. Februar 2014

Was der VfL Pirna-Copitz im Jahr 2014 plant

VfL Pirna-Copitz_LogoPressemitteilung des VfL Pirna-Copitz 07 e.V.

 

Stefan Bohne, erster Vorsitzender, und Geschäftsführer Oliver Herber äußern sich im VfL-Jahresinterview zu allen Themen.

Die Schulden komplett abgebaut, das Sportangebot erweitert und mit zahlreichen Nachwuchssportlern erste Plätze belegt: Das Jahr 2013 stellte sich für den VfL Pirna-Copitz als erfolgreich dar. Dennoch gab es aufgrund des katastrophalen Hochwassers auch schwierige Momente, die der Klub gemeinsam lösen konnte. Im großen Jahresinterview ziehen Stefan Bohne, erster Vorsitzender, und Oliver Herber, Geschäftsführer, Bilanz. Sie blicken zudem auf die bevorstehenden Aufgaben und erklären, wie sie den VfL in Zukunft aufstellen wollen.

 

Das große Jahresinterview des VfL Pirna-Copitz

 

Herr Bohne, Kommunikation und Transparenz stehen seit Ihrem Amtsantritt als erster Vorsitzender des VfL Pirna-Copitz weit oben. Wie empfinden Sie die Stimmungslage im Gesamtverein?

Stefan Bohne: „Diese Frage lässt sich natürlich nicht so einfach pauschal beantworten, zumal das vergangene Jahr so nahezu jede Stimmungslage bedient hat. Neben den vielen positiven Fakten, aus sportlicher und wirtschaftlicher Sicht, sind mit dem schweren Unfall unserer Turn-Übungsleiterinnen sowie dem nachfolgenden Mitgliederverlust in unserer Abteilung Gerätturnen natürlich auch sehr prägende negative Erfahrungen zu verzeichnen gewesen, aus denen wir als Vereinsverantwortliche auch weiter lernen müssen.“

 

Wie schätzen Sie trotzdessen das Gesamtniveau des Vereins ein?

Stefan Bohne: „Ich bin trotzdem davon überzeugt, dass wir mittlerweile ein sehr beachtliches Niveau hinsichtlich der angesprochenen Punkte erreicht haben. Die Wahrnehmung des VfL Pirna-Copitz hat sich spürbar verbessert, was sicherlich auch Ergebnis unseres transparenten Umgangs mit Zahlen, Daten und Fakten zum VfL ist. Sich daraus ableitende Folgeerscheinungen sind nicht nur zu fühlen, sondern beispielsweise in der gestiegenen Mitgliederanzahl im Gesamtverein sowie in der positiven Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auch messbar. Das lässt uns optimistisch nach vorn schauen; wohl wissend, dass noch viel Arbeit vor uns liegt, um uns weiter zu verbessern.“

 

Herr Herber, Sie sind nun über ein Jahr als VfL-Geschäftsführer im Amt. Wie würden Sie die bisherige Zeit beschreiben?

Oliver Herber: „Ich würde diese Zeitspanne als sehr ereignisreich beschreiben. Angefangen von dem folgenschweren Unfall unserer vier Übungsleiter der Abteilung Gerätturnen im April diesen Jahres, über das verheerende Juni-Hochwasser – was nicht nur uns, sondern viele Vereine und Institutionen der Region weit zurückgeworfen hat –, bis hin zu den daraus resultierenden Folgeschäden, die bis heute den Trainingsablauf zahlreicher Abteilungen auf der Anlage noch beeinträchtigen. Im Gegensatz dazu sind aber auch viele positive Dinge im zurückliegenden Jahr geschehen.“

 

Können Sie ein paar Beispiele nennen?

Oliver Herber: „Wir konnten als VfL die Sportangebote weiter ausbauen. Ich denke in diesem Zusammenhang an die Fertigstellung des neuen Fitnessbereichs oder des zweiten Tanzsaals. Dadurch konnten wir wieder viele neue Mitglieder begrüßen. Neben diesen infrastrukturellen Maßnahmen hat das Jahr 2013 auch sportlich viele positive Ereignisse hervorgebracht. Die Erfolge unserer kleinen und großen Sportler zeugen von guter Nachwuchsarbeit und einem hohen Engagement unserer Übungsleiter. Seit langem haben wir wieder ein komplett eigenes Fußball-Feriencamp durchgeführt, welches wir auch 2014 initiieren werden. Zudem sprangen im Februar unsere mutigen Winterschwimmer zum 35. Mal in den Natursee in Pirna-Copitz. Diese Veranstaltung fand dieses Jahr statt und wurde von 500 Zuschauern besucht.“

 

Im Jahr 2012 erfolgte die erfolgreiche Konsolidierung des Klubs, 2013 wurde planmäßig das Restdarlehen erfüllt. Ist der VfL Pirna-Copitz mittlerweile finanziell gesund?

Oliver Herber: „Der VfL Pirna-Copitz konnte in den zurückliegenden zweieinhalb Jahren die angewachsenen Schulden komplett abbauen. Allerdings sollte jedem bewusst sein, dass dies nicht bedeutet, dass der VfL zukünftig sorglos aus dem Vollen schöpfen kann. Wir werden den Weg des vernünftigen Wirtschaftens nicht verlassen.“

Stefan Bohne: „Damit einhergehend haben wir uns zum Ziel gesetzt, den Verein kontinuierlich weiterzuentwickeln sowie den Standard für Sportinteressierte hochzuhalten bzw. zu steigern. Wir haben mit viel Arbeit und übergreifendem Engagement eine solide Basis für den VfL geschaffen, die es uns nunmehr ermöglicht, uns auch qualitativ, etwa im Bereich der Trainerausbildung, zu verbessern.“

 

Im Juni hinterließ das Hochwasser auf dem Sportareal des VfL eine Spur der Verwüstung. Welche Restaurationsmaßnahmen musste der Klub einleiten, um die Schäden zu beseitigen?

Oliver Herber: „Die Schäden waren groß, wir mussten an vielen Stellen anpacken: Instandsetzung des Naturrasens und der Zuwegungen, Ausbesserung der Laufbahn, der größte Posten – die Erneuerung der Kunstrasenspielfläche für unseren Nachwuchs – soll im Frühjahr 2014 umgesetzt werden. Bei all dem haben wir aber nicht vergessen, dass es neben dem VfL zahlreiche Vereine der Region brutal getroffen hatte. Daher entstand auch die Idee des Freundschaftsspiels gegen die SG Dynamo Dresden, zu dem 3.000 Zuschauer kamen und insgesamt 6.000 Euro an Flutspenden eingespielt wurden. In diesem Zusammenhang gilt nochmals unser Dank den zahlreichen Unterstützern und Helfern, die absolut selbstlos zur Hilfe bereit waren!“

 

Auffällig ist, dass mit Sauna und Fitnessraum ein gesundheitsbewusstes Sportangebot modernisiert wurde. Wie wird dieser Bereich bislang angenommen?

Oliver Herber: „Absolut positiv! Es zeigt sich durch die Erneuerung des Fitnessbereichs auch immer mehr die angestrebte Synergie der beiden angesprochenen Angebote: Was ist schöner, als nach einem Fitnessprogramm entspannt in der Sauna zu regenerieren? Dieses Angebot wird hervorragend angenommen und wir konnten zum Beispiel in der Abteilung Fitness und Kraftsport die Mitgliederzahlen mehr als verdoppeln. Der VfL möchte auch allen Bürgern ein Sportprogramm offerieren, die gesundheitspräventiv aktiv werden wollen.“

 

Blicken wir auf einige Sportabteilungen des VfL. Die Fußballer überwintern in der Bezirksliga auf Platz eins. Was leistet der Klub, damit dieser Erfolg von Nachhaltigkeit geprägt ist?

Stefan Bohne: „In erster Linie leisten unsere ehrenamtlichen Übungsleiter eine hervorragende Arbeit. Ohne diesen Einsatz, egal in welcher Abteilung, wären wir nicht an dem Punkt, wo wir jetzt stehen. Das Thema Nachwuchsförderung genießt bei uns – nicht nur in der Abteilung Fußball – einen sehr hohen Stellenwert. Perspektivisch muss es uns kontinuierlich gelingen, junge Talente aus dem eigenen VfL-Nachwuchs in die Seniorenmannschaften zu integrieren.“

 

Im Gerätturnen wird sich der Klub, wie angekündigt, neu ausrichten. Können Sie schon einige Details nennen?

Oliver Herber: „Der VfL Pirna-Copitz wird in dieser Abteilung mit einem jungen und frischen Team neu starten. Wir freuen uns, für dieses Vorhaben bereits qualifizierte Übungsleiter gewonnen zu haben, die als ehemalige Leistungsturner den Kindern und Jugendlichen ihre Kenntnisse und Erfahrungen vermitteln können.“

 

Schon die kleinsten Sportler können im VfL-JuniorKlub vielfältige Bewegungsangebote wählen. Wie zufrieden sind Sie mit dieser in Pirna einmaligen Form der Nachwuchsförderung?

Stefan Bohne: „Die Nachwuchsförderung bildet einen Grundpfeiler unserer Arbeit. Der VfL-JuniorKlub bietet eine gute Möglichkeit, über ein allgemeines Sportangebot die Facetten unseres Klubs genauer kennenzulernen und in einem gewachsenen Umfeld seinem Hobby nachzugehen.“

Oliver Herber: „Außerdem erachten wir auch die soziale Kompetenz in diesem Bereich als wichtig. Weg vom Fernseher, hin zur Bewegung und Gesundheitsförderung – auch dieser Punkt wird sehr gut angenommen, was wir schon bei unseren jüngsten Mitgliedern im VfL-JuniorKlub oder in den einzelnen Abteilungen sehen.“

 

Welche Ziele und Maßnahmen verfolgt der VfL Pirna-Copitz im Jahr 2014?

Oliver Herber: „Im Jahr 2014 wollen wir die angefangene Arbeit intensiv und nachhaltig weiter verfolgen. In diesem Kontext sind wir bestrebt, unseren Mitgliedern und interessierten Gästen ein erweitertes Sportangebot anzubieten und den VfL als Anlaufstelle für Jung und Alt zu präsentieren, wo sich jeder herzlich willkommen und gut aufgehoben fühlt. Aktuell laufen die Sanierungsmaßnahmen im Hauptgebäude und dem alten Tanzsaal auf Hochtouren. Das Ziel ist es, die in die Jahre gekommenen Räumlichkeiten ab Mitte Februar wieder in neuem Glanz erscheinen zu lassen. Eine weitere Aufgabe wird darin bestehen, dass der VfL ein noch breiteres Gesundheitssportangebot offerieren wird. Abschließend wollen wir natürlich in unserem Kerngeschäft, dem Sport, erfolgreich bleiben und den ein oder anderen Sieg gemeinsam bejubeln.“

(Ronny Zimmermann)