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13. Januar 2014

Dietze, Storl und Savchenko/Szolkowy sind Sachsens Sportler des Jahres 2013

LSB-rgb-Slogan_webPressemitteilung des Landessportbundes Sachsen e.V.

Sachsens Sportler des Jahres 2013 sind Kanu-Weltmeisterin Tina Dietze, Kugelstoß-Weltmeister David Storl sowie die letztjährigen WM- und EM Zweiten im Eiskunstlauf, Aljona Savchenko und Robin Szolkowy. Sie wurden am Abend auf der Sächsischen Sportgala des Landessportbundes Sachsen (LSB) in Dresden mit der Sächsischen

Sportkrone geehrt und von den 1.000 Sportlern und Gästen im ausverkauften Internationalen Congress Center gefeiert. Mehr als 10.000 Teilnehmer beteiligten sich an der gemeinsamen Wahl des LSB und des Sächsischen Sportjournalisten-Vereins. Das Expertenurteil der Fachjournalisten aus der Vorauswahl floss in die Wertung ein. Damit verteidigten Dietze und Storl ihre Titel aus dem Vorjahr und behaupteten in der Publikumswahl jeweils auch ihre Führung in der Umfrage nach der Vorauswahl der Sportjournalisten. Kanu-Ass Tina Dietze, mit zwei Weltmeistertiteln und einer Silbermedaille bei der Heim-WM der Rennsportkanuten in Duisburg im vergangenen Jahr Sachsens erfolgreichste Athletin, gewann ihre mittlerweile dritte Sportkrone für die Sportlerin des Jahres nach 2009 und 2012 mit 20,61 Prozent der Stimmen deutlich vor

Kugelstoß-Vizeweltmeisterin Christina Schwanitz (12,40 %) und Ruder- Weltmeisterin Annekatrin Thiele (11,36 %). Den Preis aus Meißner Porzellan übergab Christa Luding, Doppel-Olympiasiegerin im Eisschnelllauf und Olympiazweite im Bahnradsport. Kugelstoßer David Storl, der seinen WM-Titel in Moskau einem starken vierten Versuch, dem scharfen Kamera-Auge des deutschen Fotografen Kai Pfaffenbach und dem russischen Kampfrichter Andrej Schukow verdankte, fuhr wie im Vorjahr das beste Stimmergebnis der Umfrage ein. Mit 21,45 Prozent der abgegebenen Stimmen sicherte sich der Chemnitzer den Titel Sportler des Jahres 2013 vor Kombinations-Weltmeister und Weltcupgesamtsieger Eric Frenzel (19,31 %) sowie Motorsport-Talent Marvin Kirchhöfer aus Leipzig (10,20 %). Die Ehrung für den Titelverteidiger übergab Sachsens Skisprung-Legende Jens Weißflog, der zwischen 1993 und 1996 selbst die ersten vier Umfragen nach Sachsens Sportler des Jahres für sich entschied.

Zur Mannschaft des Jahres 2013 wählte das Sportpublikum mit 17,98 Prozent der Stimmen die aktuellen Vizeweltmeister im Eiskunstlauf Aljona Savchenko/Robin Szolkowy. Das Chemnitzer Paar überholte damit noch das Team des jüngsten Bobweltmeisters aller Zeiten, Francesco Friedrich, das nach der Vorauswahl der Journalisten noch in Front lag. Hinter der Oberbärenburger Mannschaft (13,43 %) kamen die Kanurennsport- Weltmeister Robert Nuck und Stefan Holtz auf den dritten Rang. Die dritte Sächsische Sportkrone für das Eiskunstlauf-Paar nach 2008 und 2011

übergab MDR-Fernsehdirektor Wolf-Dieter Jacobi.

Sachsens Trainer des Jahres 2013 ist Jens Einsiedel vom WSC Erzgebirge Oberwiesenthal. Der Heimtrainer von Eric Frenzel führte seinen prominentesten Athleten im vergangenen Jahr zum Weltmeistertitel und zur großen Glaskugel für den Weltcup-Gesamtsieg. Einsiedel betreut eine leistungsstarke Trainingsgruppe, deren Athleten allesamt einen Bundes- bzw. Landeskaderstatus besitzen. Bei aller sportlichen Leistungsstärke seiner Schützlinge legt er auch besonderen Wert darauf, dass die schulische und erzieherische Entwicklung seiner Athleten nicht zu kurz kommt. Der Landesausschusses Leistungssport, der den Preisträger alljährlich nominiert, würdigt mit der Vergabe dieser Sächsischen Sportkrone die aktuellen Erfolge der von ihm betreuten Athleten, aber auch die Kontinuität und besondere Wirksamkeit seiner Arbeit.

Die Sächsische Sportkrone für den Förderer des Jahres 2013 geht an den ehemaligen Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, Michael Ballack. Der ehemalige Weltklassespieler, der als Aktiver mit großer Willensstärke Verantwortung für den Erfolg seiner Mannschaften übernahm, bewies diese auch im Moment seines Karriereendes: Aus dem Erlös seines Abschiedsspiels mit Fußballstars aus aller Welt floss rund eine halbe Million Euro an Hochwasseropfer, soziale Projekte, aber auch an den sächsischen Fußballnachwuchs und zur Unterstützung von Talenten anderer Sportarten an die Stiftung Sporthilfe Sachsen.

Die diesjährigen Nachwuchs-Förderpreise gehen an Kanu-Slalom- Juniorenweltmeisterin Karolin Wagner (Leipziger Kanu-Club) und den Junioren-Weltmeister in der Nordischen Kombination, David Welde (SC Sohland 1928). Als Talentstützpunkt des Jahres wurde der Laubegaster Ruderverein für seine Leistungen in der Talententwicklung ausgezeichnet.

Die Förderpreise werden von der Stiftung Sporthilfe Sachsen verliehen und sind mit je 1.000 Euro für die Sportler sowie 2.500 Euro für den Talentstützpunkt dotiert. Den Medienpreis, den Sonderpreis des Sächsischen Sportjournalisten- Vereins, geht in diesem Jahr an Martina Martin, Winfried Wächter und Jochen Mayer. Die Sportchefs der Freien Presse, Leipziger Volkszeitung und Sächsischen Zeitung unterstützen seit Jahren die gemeinsame Sportlerwahl von LSB und Sportjournalisten „Durch ihre langjährige Leidenschaft für die Belange des Sports sorgen sie aber auch darüber hinaus für ein vielfältiges Bild. Schließlich gibt es neben den großen Erfolgen im Leistungssport auch den Nachwuchs, den Behindertensport, sportpolitische Aspekte oder soziale Faktoren. Dafür haben sie immer ein offenes Ohr – und versuchen im Rahmen ihrer Möglichkeiten etwas zu bewegen. Trotz des notwendigen Blicks auf die Schlagzeile fühlen sie sich dem gesamten Sport verbunden“, begründet der Sportjournalistenverein seine Ehrung.