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9. Juli 2013

Sächsisches Kindersportabzeichen: Sportmaus „Flizzy“ feiert Premiere

RZ PINMAUS 30x30 mm_2905.inddPressemitteilung des Landessportbundes Sachsen e.V.

Der Landessportbund Sachsen bietet ab sofort für Kindergartenkinder einen altersgerechten Fitnesstest an: das Sächsische Kindersportabzeichen. Knapp 100 Drei- bis Sechsjährige aus Dresdner Kitas kamen heute zur Premiere in die Margon-Arena in Dresden, um das Abzeichen mit der Sportmaus „Flizzy“ zu erhalten.

An sieben Stationen probierten sich die Kinder aus: Standweitsprung, Zielwerfen, Rumpfbeugen, Pendellauf, Balancieren, Springen/Hampelmann und Rollen/Purzelbaum. Hatten sie diese absolviert, gab es für alle eine Urkunde und das Sächsische Kindersportabzeichen mit der niedlichen Sportmaus „Flizzy“.

„Bewegung spielt in der Kindheit eine enorm wichtige Rolle. Kinder brauchen vielfältige Bewegungsangebote für eine gesunde körperliche und geistige Entwicklung. Wir wissen aus Untersuchungen, dass nicht wenige Kinder bereits im Alter zwischen 4 und 6 Jahren Haltungsschwächen sowie Defizite in der motorischen Entwicklung aufweisen. Gerade hinsichtlich koordinativer Fähigkeiten und Beweglichkeit fehlt es den Kindern an Bewegungsanreizen, hieraus ergibt sich ein dringender Handlungsbedarf“, sagte Petra Tzschoppe, Vizepräsidentin Breitensport des Landessportbundes Sachsen.

„Genau da setzt das Sächsische Kindersportabzeichen an. Es soll bereits im Vorschulalter den Spaß an der Bewegung vermitteln. So kann nicht nur Gesundheit gefördert werden, positive Bewegungserlebnisse stärken auch das Selbstvertrauen der Kinder. Die Jüngsten werden so spielerisch und kindgemäß frühzeitig an sportliche Aktivitäten herangeführt und zum regelmäßigen Sporttreiben animiert“, erklärt Petra Tzschoppe.

Das Sächsische Kindersportabzeichen spricht ein breites motorisches Spektrum an. Neben Sprungkraft, Beweglichkeit und Schnelligkeit sind vor allem koordinative Fähigkeiten, deren Förderung im Kindesalter so wichtig ist, bei der Bewältigung der Übungsaufgaben gefragt. Entsprechend unterschiedlicher Leistungsvoraussetzungen werden die einzelnen Übungen in ihrer Ausführung und Bewertung nach zwei Altersgruppen – 3- bis 4- Jährige und 5- bis 6/7-Jährige – differenziert. Auf der Urkunde bekommen die Kinder – und somit auch die Eltern – zu jeder Übung eine Rückmeldung anhand eines dreistufigen Belohnungssystems.

Das heißt, wer zum Beispiel bei den 5- bis 6/7-Jährigen im Standweitsprung weiter als 1,10 Meter springt, erhält drei Punkte, wer 0,80 Meter bis 1,10 Meter schafft, zwei Punkte und wer weniger als 0,80 Meter springt, bekommt einen Punkt. Die Übungen orientieren sich an motorischen Tests und sportwissenschaftlichen Erkenntnissen.

Der Landessportbund Sachsen hat im Freistaat in jedem Kreis- und Stadtsportbund Multiplikatoren geschult, die weitere Übungsleiter in den Vereinen des Landessportbundes Sachsen als Prüfer für das Sächsische Kindersportabzeichen ausbilden werden. Hier wird über die Prüfmodalitäten informiert und es werden Grundlagen der motorischen Entwicklung erörtert. „Das Sächsische Kindersportabzeichen ist ein weiterer Beleg dafür, wie wichtig es dem Landessportbund Sachsen ist, Kinder so früh wie möglich für regelmäßige sportliche Betätigung zu gewinnen. Es ist zugleich ein innovativer sächsischer Beitrag zum 100-jährigen Jubiläum des Deutschen Sportabzeichens“, findet die LSB-Vizepräsidentin.