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23. April 2013

Ein Abstieg kann wie ein Neubeginn gefeiert werden

IMG_1603Pressemitteilung des HC Sachsen Neustadt-Sebnitz e.V.

Das Schönste und Beste an diesem letzten Heimspieltag in Liga 3 war für die Damen des HC Sachsen die gemeinsame Abschiedsparty mit den Fans. Teammanager Uli Sturm meinte dazu: „Das war einmal eine richtig gediegene Party. Es war angenehm bei lockeren Gesprächen und Leckerem vom Grill und vielen anderen Zutaten. Dafür wollen wir uns ganz herzlich beim Gastroteam um Frau Müller bedanken. Die bewirteten uns die ganze Saison über topp und mit großer Auswahl.“ Das ließen sich auch die Spielerinnen und ein Großteil des Publikums bis nach Mitternacht gut gefallen. Dabei war die Zuschauerzahl diesmal sehr übersichtlich. Die Trommlertruppe fehlt fast vollständig, hatte die es eben vorgezogen, die Pirnaer Männer beim Derby in Dresden zu unterstützen.

Wer nicht dabei war, hatte nicht nur die tolle Party verpasst, sondern auch ein engagiertes Spiel mit manchen Highlights der Frauen von Daniela Filip. Ehe Heidi Möller Jensen, Sophie Günther und Nicole Eckhardt nach dem Spiel aus der ersten Mannschaft verabschiedet wurden, zeigten alle noch einmal, was in der Saison möglich war. Die nach Schweden gehende Mitte- und Außenspielerin drehte nochmals richtig auf und machte neben einer Buxtehuderin immerhin mit acht die meisten Einnetzer im Spiel. Auch Günther, die eventuell in der kommenden Saison wie Eckhardt in der zweiten aufläuft, zeigte nochmals ihre durchaus vorhandenen Qualitäten auf der rechten Seite. Wenig nachstanden dem Dominika Tvrdonova, ebenfalls acht Tore inklusive eines Strafwurfs, und Rebeca Cembranos Bruzon, warf sechs Tor bis zu ihrem Aus in der 41. Minute. Diese Schwächung war dann möglicherweise spielentscheidend. Immerhin hatte die Spanierin großen Anteil daran, dass der HC Sachsen fast permanent führte und zu diesem Zeitpunkt beim 21:19 mit zwei Toren vorn lag. Sturm meinte dazu: „Die Damen machten bis dahin ein gutes Spiel. Was folgte, war ein sichtbarer Bruch, der uns zwar nicht gleich umwarf, aber doch Spuren hinterließ. Nach dem Wechsel hatten wir immerhin mit 19:15 unseren größten Vorsprung und danach blieb es immer eng. Zuletzt fehlten Glück und vielleicht auch etwas Kraft, um noch einmal zwei Punkte zu holen. Wir hätten es chon verdient gehabt, zu gewinnen, aber es sollte nicht sein. Schon in der Anfangsphase verpassten wir es, Drei-Tore-Führungen auszubauen. Bis zuletzt wurde ordentlich gekämpft, wobei schon in der ersten Hälfte Maren Emmrich verletzt ausgeschieden war.“

 

Die beiden Keeperinnen boten wieder Solides. Dabei brillierte Anne Naumann mit drei parierten Strafwürfen. Das allein und die 4 vergebenen eigenen Strafwürfe konnten den möglichen Sieg sichern. Von der Tribüne wurden die gute Leistung und der couragierte Einsatz aller ebenfalls lautstark honoriert. Und, die trommlerlosen Zuschauer feuerten ihr Team immer wieder mit rhythmischem Klatschen an. Belohnt, wie gesagt, wurden sie dann wenigstens bei der Abschlussparty. Nun steht noch die Partie in Oschatz aus, dann geht es Richtung Liga vier. Den Neubeginn in der Oberliga werden außer den Genannten wohl alle anderen mitgehen, wobei noch Zugänge zu erwarten sind. Sturm hofft auf die Unterschriften unter die Verträge in den nächsten Tagen.

 

Der HC Sachsen spielte mit: Wiekiera, Naumann; Wiele (3), Eckhardt, Günther (2), Kolewa (2/1), Möller Jensen (8), Emmrich, Cembranos Bruzon (6) und Tvrdonova (8/1) (Eberhard Neumann)