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18. März 2013

Heidenau wird sensationell Deutscher Vizemeister

IMG_1257Zum vierten Mal hatte sich der Heidenauer SV mit seiner Männer Ü-35 Mannschaft für eine Deutsche Hallenmeisterschaft im Faustball qualifiziert, welche diesmal beim SV Moslesfehn bei Oldenburg stattfand.

 

In der Gruppe B startete der HSV gegen den mehrfachen Deutschen Bundesligameister der 90er Jahre TuS RW Koblenz ganz konzentriert und taktisch gut eingestellt. Mit 11:8 und 11:6 hatte man die Männer vom Deutschen Eck im Griff und die ersten 2 Punkte auf dem Konto.  Danach mußte Heidenau gegen den SZ Ohrstedt bestehen, in dessen Team auch wieder mehrere ehemalige Nationalspieler standen. Die Norddeutschen spielten kompakt, so daß Heidenau Probleme hatte und den ersten Satz auch mit 11:13 verlor. Im zweiten Satz hatte sich der HSV dann besser eingestellt und erzielte mit 11:7 den Ausgleich. Damit blieb es auch beim Unentschieden, weil in der Vorrunde nur auf zwei Sätze gespielt wurde.

 

Nach einer größeren Pause, in der wieder die Gruppe A ihre Spiele durchzog, hieß der nächste Kontrahent TKD Duisburg. Heidenau kannte das Team aus dem Ruhrpott überhaupt nicht und ging das Spiel auch deshalb ernsthaft an. Das sollte sich am Ende auszahlen, denn der HSV siegte überlegen mit 11:5 und 11:1 zum 2:0.  Somit war die Konstellation vor dem abschließenden Vorrundenspiel gegen den Gastgeber SV Moslesfehn klar. Ein Unentschieden würde reichen, um den ersten Platz in der Gruppe B zu belegen und damit für das Halbfinale gesetzt zu sein. Ein tolles Gefühl für Heidenau, denn die Runde der besten Vier hatte man zwar schon mehrfach erreicht, aber immer nur über ein Qualifikationsspiel.

 

Die letzten Reserven wurden mobilisiert, mußte der HSV nun auch noch gegen den einheimischen, aber fairen Anhang spielen, welcher inzwischen die Halle gefüllt hatte. Auch Moslesfehn brauchte mindestens ein Remis, um unter die letzten Sechs zu kommen. Beide Teams schenkten sich nichts, waren ständig gleichauf und sorgten für ein spannendes Match. Mit etwas Glück und vorbildlichem Kampf sicherte sich dann Heidenau durch ein 11:9 den wichtigen Punkt und den Sieg in der Gruppe. Die Freude war riesig, so daß im zweiten Satz Angreifer Uwe Jänichen etwas geschont werden konnte und Neuzugang Harald Kaiser gegen Stefan Schreiber ausgewechselt wurde. Trotzdem kämpfte der HSV unverdrossen weiter und verschenkte nichts. Die Randoldenburger machten allerdings mehr Punkte im Angriff, siegten mit 11:8 und wurde Dritter in der Gruppe. Den zweiten Platz holte sich Koblenz, punktgleich mit Heidenau, aber mit der schlechteren Satzdifferenz.

 

Heidenau war hochzufrieden und hatte nun bis zum nächsten Tag Zeit, sich etwas zu regenerieren.  Am Sonntag konnte sich der Heidenauer SV in Ruhe und von der Tribüne aus seinen Halbfinalgegner im Spiel SV Moslesfehn gegen den TV Eibach anschauen. Der mehrfache Meister aus Nürnberg spielte unerwartet schwach und verlor folgerichtig mit 5:11 und 8:11 gegen den Gastgeber. Damit war klar, daß der HSV wieder gegen Moslesfehn spielen würde. Heidenau bereitete sich auf diesen heißen Tanz intensiv vor. Das Spiel wurde durch die Fans lautstark begleitet. Heidenau hielt gegen in einem Match auf hohem Niveau, in dem es immer ausgeglichen stand. Die Abwehr mit Heiko Fischer in der Mitte und Holger Martin sowie Harald Kaiser in den Ecken stand sehr gut. Angreifer Uwe Jänichen wurde vorrangig von Zuspieler Dirk Hocher gut in Szene gesetzt, so daß mit 11:9 der erste Satz knapp gewonnen wurde. Im zweiten Satz ging es nahtlos so weiter, tolle Aktionen und großer Kampf auf beiden Seiten begeisterten die Zuschauer. Mittendrin plötzlich ein riesen Schreck für den HSV. Beim Sprint nach vorn knickte Harald Kaiser weg und blieb liegen. Die erste Diagnose verhieß nichts Gutes, Verdacht auf Achillessehnenriß. Stefan Schreiber rückte wieder ins Team, diesmal in die Abwehr. Heidenau konnte dem Satz nicht mehr seinen Stempel aufdrücken, denn der Verlust war nun auch eine Kopfsache. Moslesfehn siegte mit 11:6, so daß der dritte Durchgang über den Einzug ins Finale entscheiden mußte.

 

Während H. Kaiser versorgt wurde, raufte sich der HSV nochmal zusammen und schaffte das schon nicht mehr geglaubte. Mit einer 6:4- Führung wurden nochmal die Seiten gewechselt und gemeinsam siegte Heidenau mit 11:6 zum 2:1- Gesamterfolg. Grenzenloser Jubel

im Heidenauer Lager, denn trotz der schlimmen Verletzung hatte das Team Moral bewiesen und auch für seinen Abwehrspieler gewonnen.  Der Endspielgegner stand durch einen sicheren 2:0- Halbfinalerfolg über den NLV Vaihingen bereits fest, der TSV Hagen. Die weltbeste Klubmannschaft der 90er Jahre schien an diesem Tag für Heidenau übermächtig. Trotzdem wollte sich der HSV, nun auch ohne Wechselmöglichkeit, teuer verkaufen. Das gelang sofort mit überraschenden Aktionen zur 2:0- Führung. Hagen konterte, aber Heidenau hielt bis zum 7:7 sehr gut mit. Durch eine sichere Abwehr und einen bestens aufgelegten Angreifer Dirk Schachtsiek gewann Hagen mit 11:8 den ersten Satz. Auch im Zweiten ließen die Westfalen nichts anbrennen und holten sich mit 11:5 verdient den Deutschen Meistertitel.

 

Der Heidenauer SV war über den Vizemeister überglücklich, welcher 2008 schon einmal erreicht wurde. Mit seiner Spielweise hatte sich Heidenau wieder viele Sympathien erspielt und auch das Land Sachsen würdig vertreten.  Die Mannschaft wünscht seinem Verletzten Harald Kaiser gute und schnelle Genesung. Er hatte großen Anteil an diesem Erfolg.

 

Das HSV-Team: Uwe Jänichen, Heiko Fischer, Dirk Hocher, Holger Martin, Harald Kaiser, Stefan Schreiber.  Betreuer: Torsten Martin.

(Torsten Martin)