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4. Februar 2013

Neustadt geht nach dem Wechsel in Altlandsberg unter

vereinslogo hcsPressemitteilung des HC Sachsen Neustadt-Sebnitz e.V.

Viel vorgenommen, aber ohne Erfolg zurück. Der HC Sachsen verliert das wichtige Auswärtsspiel beim MTV mit 36:24 (16:13) sang und klanglos. Genau betrachtet, ging die Partie in der Erlengrundhalle des MTV Altlandsberg erst in der zweiten Hälfte richtig los. Das dumme daran war, dass die Gästedamen vom HC Sachsen Neustadt-Sebnitz da nicht mithalten konnten. Innerhalb von nur fast sieben Minuten Spielzeit mussten sie sieben Gegentore hinnehmen. Dass ihnen in dieser Periode lediglich ein Treffer durch Dominka Tvrdonova gelang, war bereits vorentscheidend für eine dem HC Sachsen entgleitende Partie. Noch im Hinspiel gelang wenigstens ein Remis. Diesmal sollte es noch besser werden, um dem Abstiegsgespenst Paroli zu bieten. Was aber nach der Pause geschah, war nicht mehr aufzuhalten. Schon nach 34 Minuten und 50 Sekunden musste Trainerin Daniela Filip ihre zweite Auszeit nehmen. Beim Stand von 20:14 schrillten bereits die Alarmglocken, doch auch sie konnte damit das Team nicht mehr erreichen. Das kam nicht mehr zurück und musste sich in eine weitere Klatsche begeben. Nach dem 21. Gegentor holte sich Teamleiter Uli Sturm auch gleich noch eine Verwarnung ab und es folgten zwei weitere Gegentreffer. Die machten fast schon die Differenz von zehn Toren voll. Auch wenn danach die unverwüstliche Jenny Kolewa energisch an den Ketten zerrte und mit ihren zwei Treffern den Abstand etwas verkürzte, in der 50. Minute lag der Rückstand dann doch bei mehr als zehn Toren. In den vorangegangenen acht Minuten konnte nach Kolewas Toren nur weitere dreimal eingenetzt werden. Den Gastgeberinnen gelang da die doppelte Anzahl.

So endete die Partie mit zwölf Toren Differenz, ohne Chance für den HC Sachsen, in Altlandsberg zu punkten. Dabei hatte nach empfindlichen drei Toren Rückstand die Partie in der ersten Hälfte gut begonnen und wurde danach auf Augenhöhe geführt. Drei Tore minus zur Pause waren auch noch kein unlösbares Problem. Für Sturm war da auch alles im Lot: „Das 16:13 war nicht bedenklich. Die Mannschaft hatte alles umgesetzt, was die Trainerin vorgegeben hatte. Die ersten zehn Minuten der zweiten Hälfte wurden total verpennt und es ging nichts mehr. Hinten raus war das nicht mehr umzubiegen. Es ist eben schwer, nach größerer Tordifferenz zurück zu kommen. Zuletzt kamen noch einige Konter dazu.“ Dass der HC nach dem Wechsel so auseinander brechen sollte, konnte keiner erwarten.

Nach zehn Anfangsminuten waren die Filip-Frauen mit dem 5:4 sogar wieder voll im Spiel. Auf mehr als drei  Tore, nur vier beim 14:10, ließen sie die Gastgeberinnen nie wegziehen. Die von den Berliner Füchsen gekommene Sophie Mrozinski hatten die Neustädterinnen niemals so richtig im Griff und auch Manja Berger hatten sie wohl nicht so als Vollstreckerin im Visier. Beide erschossen den HC Sachsen mit fast der Hälfte der Gegentore beinahe allein ab. Dass Gastgeber-Trainer Randolf Weyland aus dem Vollen schöpfen konnte und genügend Alternativen besaß, um vor allem auch nach dem Wechsel variieren zu können, blieb dem schmalen HCS-Kader versagt. Der musste nicht nur mit sich, sondern mit den das Spiel begleitenden Umständen zurechtkommen. Selbst hatte der vor einer Woche Spielpause und verlor somit etwas seinen gefundenen Rhythmus. Altlandsberg hatte sich in Leipzig eine derbe Klatsche abgeholt und war so zusätzlich motiviert. Mit dem Druck kam der Gastgeber deutlich besser klar. Für die Sachsen-Damen ist zwar nichts verloren, aber auch Schlusslicht Frankfurt punktete und nach vorn wurde kein Boden gut gemacht. Wenn die Oderstädterinnen nicht ein Spiel mehr absolviert hätten, stünde die rote Laterne wieder in Neustadt. Damit das nicht passiert, gilt es, sich in den nächsten Partien wieder zu steigern. Das Heimspiel am nächsten Sonntag gegen Owschlag sollte dazu genutzt werden. Allerdings ist der Tabellenvierte auch kein Aufbaugegner. Der haute die Neustädterinnen im Hinspiel ebenfalls mit zwölf Toren Differenz weg. Um die selbst ernannte Handball-Hochburg vor den Toren Berlins, den MTV 1860 Altlandberg, endlich einmal zu besiegen, dazu müsste der Klassenerhalt gelingen. Punkte gegen Owschlag wären dafür ein wichtiger Schritt.

HC Sachsen spielte mit: Wiekiera, Naumann; Wiele (3), Prenzel, Eckhardt, Günther, Kolewa (5/1), Möller Jensen (7), Cembranos Bruzon (3), Zimmermann (3) und Tvrdonova (4). (Eberhard Neumann)