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28. Januar 2013

„Wir haben wieder zum Dialog gefunden“

VfL Pirna-Copitz_LogoPressemitteilung des VfL Pirna-Copitz 07 e.V.

Im großen VfL-Jahresinterview 2013 ziehen Stefan Bohne und Oliver Herber eine Bilanz. Sie sprechen über die Zukunft des Vereins, über die Konsolidierung und über die Nachwuchsarbeit.

 

Wie hat sich der Verein entwickelt? Was erwartet den VfL Pirna-Copitz im Jahr 2013? Diese Fragen greift die Vereinsführung um Stefan Bohne, erster Vorsitzender, und Oliver Herber, Geschäftsführer, auf und gibt einen detaillierten Einblick in das Innenleben des VfL. Das Doppel-Interview erscheint nach 2012 zum zweiten Mal in der Vereinshistorie und führt über insgesamt drei Seiten.

 

Herr Bohne, hinter dem VfL Pirna-Copitz liegt ein aufregendes Jahr, indem auf personeller Ebene der Geschäftsführer wechselte. Wie sehen Sie den Verein zukünftig aufgestellt?

Stefan Bohne: „Die Veränderung in der Position des Geschäftsführers von Tom Jerusel zu Oliver Herber hat keine Auswirkung auf die grundsätzliche Ausrichtung des Vereins, da der Weg durch den Verein vorgezeichnet und durch die handelnden Personen mit viel Leben ausgefüllt wird. Die vollständige Identifikation mit unseren Leitzielen ist spürbar und war Basiskriterium für die Besetzung der Stelle. Fakt ist, dass Tom Jerusel (VfL-Geschäftsführer bis Ende November 2012/d. Red.) sehr gute Arbeit im Verein verrichtet hat und wir mit Oliver Herber einen würdigen Nachfolger beim VfL wissen. Ich würde das vergangene Jahr somit weniger als aufregend als vielmehr arbeitsreich bezeichnen.“

 

Inwiefern?

Stefan Bohne: „Wir haben unsere gewichtigste Priorität erreicht: Die Konsolidierung des Vereins haben wir – mit Ausnahme der planmäßigen Erfüllung eines Restdarlehens in 2013 – erfüllt. Zudem wurden notwendige Satzungsänderungen umgesetzt und eine Vereinsstruktur entwickelt, die sich am Bedarf und den Aufgaben orientiert. Wir sind für die Zukunft aufgestellt. Jetzt widmen wir uns den nächsten Themen, wissen mittlerweile eine gesunde Basis dahinter. Insofern freue ich mich auf die weiteren Herausforderungen.“

 

Herr Herber, Sie führen seit Dezember 2012 die Geschäfte im größten Sportverein des Landkreises. Wie fällt Ihr erster Fazit aus?

Oliver Herber: „An erster Stelle bin ich dankbar für das Vertrauen, welches mir alle handelnden Personen im VfL ausgesprochen haben. Für mich stellt es eine Chance dar, auf einer sehr interessanten Position bei einem so großen und traditionsreichen Verein dem Sport treu zu bleiben. Mein erstes Fazit fällt

 

absolut positiv aus. (lacht) Als BA-Student kam ich schon Mitte 2011 zum VfL, konnte die hervorragende Arbeit kennenlernen und später im Marketingbereich mitprägen. Durch eine klare Linie und neue Strukturen ist es gelungen, den Klub wieder ein Stück in die Richtung zu führen, wo er als größter Sportverein des Landkreises hingehört. Aber, ich warne auch: Vor uns liegt noch viel Arbeit, wir werden nicht nachlassen. Der VfL Pirna-Copitz ist in meinen Augen ein fast gesunder Verein mit viel Potenzial, der zahlreichen Mitgliedern unzählige Möglichkeiten bietet, um sich aktiv sowie passiv am Vereinsleben zu beteiligen.“

 

Turn-Bundespokal, Dynamo-Testspiel, Handball-Pokalsieg: Welche sportlichen Ereignisse des vergangenen Jahres haben Sie besonders beeindruckt?

Stefan Bohne: „Grundsätzlich bin ich von allen sportlichen Leistungen beeindruckt, sportartenübergreifend und egal auf welcher Ebene. Besonders erfreut hat mich das entfachte Zuschauerinteresse, welches wir in vielfältiger Weise beim VfL verzeichnen dürfen.“

Oliver Herber: „Es fällt unheimlich schwer, ein einzelnes Ereignis hervorzuheben. Ich spüre, wie jede Abteilung, jedes Mitglied, jeder Angestellte und jeder Helfer mit viel Engagement seinen Teil dazu beiträgt, dass wir überall Erfolge in sportlicher und persönlicher Sicht zu verzeichnen haben. Der VfL muss sich mit seinen Veranstaltungen nicht verstecken, im Gegenteil: Es ist beachtlich, was hier gemeinsam auf die Beine gestellt wird.“

 

Der Verein hat mit dem „VfL-JuniorKlub“ sein Engagement in der Nachwuchsförderung nochmals intensiviert. Was erhoffen Sie sich für eine Entwicklung von dem Projekt?

Stefan Bohne: „Das ist unser Zukunftsprojekt schlechthin! Es passt zu einhundert Prozent in unsere Leitziele als Verein. Wir wollen die Nachwuchsarbeit konsequent stärken. Die hervorragende Entwicklung des „VfL-JuniorKlub“ in den letzten Monaten ist Bestätigung und Lohn für das Engagement der Macher dieses Projektes.“

Oliver Herber: „Es ist verrückt, was sich diesbezüglich entwickelt hat. Der Startschuss fiel vor fast einem Jahr und wir können mit Stolz auf dieses Projekt blicken. Dieses Gefühl verbinden wir mit dem ehrgeizigen Ziel, auch zukünftig die Anforderungen an ein solches Projekt zu steigern. Wir sehen uns in der Pflicht, auch unseren jüngsten Mitgliedern ein qualitativ hochwertiges Angebot zu bieten.“

 

Immer wieder betont die Vereinsführung, wie wichtig es ist, mit den Partnern und Mitgliedern gemeinsam die Gestaltung des Vereins voranzutreiben. Welche aktuellen Projekte laufen derzeit konkret und wie bewerten Sie die Stimmung innerhalb des Vereins?

Stefan Bohne: „Das Wort „Kommunikation“ stand seit Beginn unseres Auftrages beim VfL an oberster Stelle. Die erste Amtshandlung war sogleich die transparente Offenlegung der wirtschaftlichen Situation des Vereins. Das zeigt: Offenheit und ehrlicher Umgang mit diesem negativ belasteten Thema waren extrem wichtig für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Mitgliedern, der Stadt Pirna und Sponsoren des Vereins.“

Oliver Herber: „Ohne die „Kommunikation“ untereinander wären wir gar nicht in der Lage, spezifische und auf unsere Mitglieder angepasste Angebote zu erstellen. Auch das verloren gegangene Vertrauen unserer zahlreichen Partner konnten wir so schrittweise zurück erlangen. Nun wollen wir es weiter ausbauen, noch mehr zusammenwachsen.“

 

Stefan Bohne: „Inzwischen sind wir, auch dank der sehr guten Pressearbeit von Ronny Zimmermann, auf einem beachtlichen Niveau angekommen. Wir verfügen dank der neuen Internetseite, dem informativen Newsletter und den regelmäßig stattfindenden Mitgliederversammlungen über eine einheitliche VfL-Außendarstellung. Wir haben wieder zum gemeinsamen Dialog gefunden. Die negativen Schlagzeilen der Vergangenheit sind vielen neuen und positiven Mitteilungen über unseren Verein gewichen. Das bemerken wir auch anhand des Mitgliederzuwachses sowie einer breiteren Aufstellung unserer Sponsorenlandschaft. Dennoch: Ich bin weit davon entfernt, damit eine abschließende Zufriedenheit vermitteln zu wollen, weil uns natürlich auch bewusst ist, dass dies einen dynamischen Prozess darstellt und wir uns überall weiter verbessern können.“

 

Nach Kunstrasen-Sanierung und Renovierung der Sauna hat sich die Infrastruktur des Vereins stark verbessert. Sehen Sie im Jahr 2013 weiteren Maßnahmen entgegen?

Stefan Bohne: „An dieser Stelle gebührt natürlich unserer besonderer Dank der Stadt Pirna sowie unseren Partnern, Mitarbeitern und unzähligen Helfern, ohne die wir zum heutigen Tag nicht über eine solche Anlage verfügen würden. Die Infrastruktur ist, insbesondere nach den nunmehr beendeten Maßnahmen, hervorragend. Jetzt sehe ich unsere Aufgabe vor allem darin, diese Rahmenbedingungen optimal zu nutzen. Das heißt konkret, dass wir neben kleineren Umbaumaßnahmen unser Angebotsspektrum noch gezielter ausrichten werden. Unser Maßnahmenpaket für 2013 ist in Bau- und Marketingaufgaben aufgeteilt.“

 

Blicken wir zum Abschluss erneut auf das Kerngeschäft, den Sport: Welche Höhepunkt kann das Pirnaer Sportpublikum in diesem Jahr beim VfL erwarten?

Oliver Herber: „Wir werden viele Highlights präsentieren – und das über das gesamte Jahr verteilt. Schon im Januar begann unser Programm: Am 26. und 27. Januar fanden insgesamt vier Fußball-Hallenturniere in der Sporthalle des BSZ für Technik in Pirna-Copitz statt. Das zweite Highlight findet nur eine Woche später statt – also am 2. Februar. Dann springen unsere Eisbader in den Natursee in Pirna-Copitz. Ich lade alle Interessierten herzlich ein, bei dem nunmehr 35. Eisfasching mitzumachen oder zuzuschauen.“

(Ronny Zimmermann)